Formel 1 Verstappen ersetzt Piastri: Webber im Clinch mit McLaren Von A. Schenk 10. April 2026 F1-News Formel 1 Max Verstappen McLaren Red Bull Fast der gesamte Stab von Max Verstappen ist nun von Red Bull zu McLaren gewechselt – Verstappen selbst bleibt Red Bull vorerst treu, vorerst. Bei McLaren beginnt sich ein Muster abzuzeichnen, das man kaum noch ignorieren kann. Rob Marshall als Chief Designer, Will Courtenay als Strategiedirektor und demnächst auch Gianpiero Lambiase als Chief Racing Officer. Alle drei wechselten von Red Bull nach Woking. Alle drei waren eng an den vier Weltmeistertiteln beteiligt, die Max Verstappen zwischen 2021 und 2024 einfahren konnte. Und alle drei sind nun Teil des Teams, das sich den Niederländer angeln will, sollte er Red Bull jemals verlassen. Zak Brown hat aus seiner Bewunderung für Verstappen nie einen Hehl gemacht. McLaren befindet sich im Besitz des bahrainischen Staatsfonds Mumtalakat Holding Company, dessen Vermögen auf 17,6 Milliarden Dollar geschätzt wird. Ein Gehalt von siebzig Millionen Euro pro Jahr, das Verstappen Berichten zufolge bei Red Bull einstreicht, stellt für dieses Team kein unüberwindbares Hindernis dar. Die wahre Hürde liegt an anderer Stelle: bei der aktuellen Fahrerpaarung. Lies auch: Mark Webber ist überzeugt: TV-Zuschauer schalten wegen Max Verstappen ein Verhältnis zwischen Mark Webber und McLaren abgekühlt Lando Norris ist amtierender Weltmeister und vertraglich bis Ende 2028 gebunden. Oscar Piastri besitzt ebenfalls ein Arbeitspapier bei McLaren bis zum gleichen Datum, verfügt jedoch über eine Ausstiegsklausel, die ihm Freiheiten einräumt. Zwei potenzielle Champion-Kaliber in einem Team lassen keinen Platz für einen dritten Fahrer vom Schlage eines Verstappen – es sei denn, einer von ihnen geht. Die Zeichen deuten dabei auf Piastri. Im Fahrerlager kursieren Gerüchte, wonach das Verhältnis zwischen Manager Mark Webber und McLaren abgekühlt sei. In den vergangenen Saisons war Webber bei fast jedem Rennen in der McLaren-Hospitality präsent, doch in dieser Saison glänzt er praktisch durch Abwesenheit. Piastri reagierte auf entsprechende Nachfragen und bezeichnete dies als natürliche Entwicklung. „Inzwischen klären sich viele Fragen für mich von selbst. Es ist einfach eine natürliche Evolution“, so der Australier gegenüber RacingNews365. Doch die Hintergründe scheinen komplexer zu sein. Piastri hatte im Vorjahr den Titel bereits in Griffweite, sah ihn jedoch durch umstrittene Teamentscheidungen entschwinden. Die Anweisung von Monza, seinen zweiten Platz an Norris abzutreten, traf ihn hart. Artikel geht unter dem Bild weiter. Dem Vernehmen nach wird Webber Mitte 2026 gemeinsam mit seinem Schützling evaluieren, welcher Schritt für dessen weitere Karriere der beste ist. Ferrari gilt als logischste Destination, doch es kursieren auch Gerüchte über Red Bull, sollte Verstappen das Team verlassen. Ralf Schumacher hält das Szenario „Piastri zu Red Bull“ für realistisch. „Webber war selbst bei Red Bull und kennt das Team gut. Ich kann mir dieses Szenario definitiv vorstellen“, so der ehemalige Pilot. Red Bull selbst steht vor schwierigen Entscheidungen. Während Verstappen ein Karriereende in Erwägung zieht, erklärte Teamchef Laurent Mekies öffentlich, dass es intern keine Diskussion über einen Verstappen-Abschied gebe. Die Signale aus dem Paddock sprechen jedoch eine andere Sprache. Sollte Verstappen gehen, benötigt das Team einen würdigen Nachfolger – und Piastri passt perfekt in dieses Anforderungsprofil. Der 25-jährige Australier steht am Beginn seiner dritten Saison mit McLaren. In Japan sicherte er sich sein erstes Podium des Jahres 2026, als er hinter Kimi Antonelli den zweiten Platz belegte. Sein Teamkollege Norris landete auf Rang fünf. Kommentatoren wie Sky-Sports-Experte David Coulthard nannten Webbers Abwesenheit auffällig, zeigten sich angesichts von Piastris wachsender Erfahrung jedoch wenig überrascht. McLaren soll intern bereits an einem Plan B arbeiten. Das italienische Talent Leonardo Fornaroli, der 2024 und 2025 nacheinander die Titel in der Formel 3 und Formel 2 holte, steht als Reserve- und Entwicklungsfahrer bereit. Ähnlich wie Gabriel Bortoleto einst bei McLaren den Sprung in die Königsklasse schaffte, könnte Fornaroli denselben Weg einschlagen, sollte Piastri das Team verlassen. Ob es letztlich so weit kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Verstappens Entscheidung über seine eigene Zukunft ist dabei die entscheidende Variable. Doch die Puzzleteile, die aktuell auf dem Tisch liegen, deuten in eine klare Richtung: McLaren scheint sich seit Jahren auf den Moment vorzubereiten, in dem sie den besten Fahrer seiner Generation verpflichten können. 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