Formel 1

Verstappen auf dem Weg zum Geschichtsbücher-Eintrag: Er wird der erste niederländische Sport-Milliardär

Verstappen auf dem Weg zum Geschichtsbücher-Eintrag: Er wird der erste niederländische Sport-Milliardär
SPIELBERG, AUSTRIA - JUNE 26: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing walks in the Paddock prior to practice ahead of the F1 Grand Prix of Austria at Red Bull Ring on June 26, 2026 in Spielberg, Austria. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Entscheidung gefallen: Max Verstappen verlängert bei Red Bull bis 2030 – WM-Titel Nummer fünf dieses Jahr außer Reichweite, aber ein anderes Novum winkt.

Max Verstappen hat laut Robert Doornbos mit seinem neuen Red Bull-Vertrag nicht nur sportlich, sondern auch finanziell Geschichte geschrieben.

Der ehemalige Formel-1-Pilot stellt fest, dass der Deal des Niederländers bis einschließlich 2030 zu einem Vertrag von beispiellosem Ausmaß heranwachsen kann. Doornbos verweist dabei nicht nur auf das Grundgehalt, sondern auch auf Boni, persönliche Sponsoren und kommerzielle Vereinbarungen rund um den viermaligen Weltmeister.

Doornbos sieht zwei Hauptakteure hinter den Kulissen der Verhandlungen. Auf der Seite von Verstappen verweist er auf Raymond Vermeulen, während Red Bull durch Oliver Mintzlaff vertreten wurde.

„Auf der einen Seite hast du Max‘ Manager Raymond“, so der Wortlaut.

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Verstappen ist für Red Bull jeden Cent wert

„Und auf der anderen Seite, stellvertretend für alles, was Red Bull ist, den großen Boss Oliver Mintzlaff“, erklärt er im Pittalk-Podcast.

Verstappen würde laut Robert Doornbos in die absolute Spitze der globalen Topverdiener im Sport aufsteigen. Wenn von einem Milliarden-Dollar-Deal die Rede ist, nuanciert Doornbos, dass dieser Betrag inklusive Boni gesehen werden muss.

„Das ist inklusive Boni“, erklärt er.

„Je nachdem, ob er Weltmeister wird und ob weitere persönliche Sponsoren dazukommen, zum Beispiel große Deals wie Heineken, kann noch mehr gezahlt werden.“

Red Bull weiß laut Doornbos genau, was Verstappen wert ist. Der Niederländer ist nicht nur der wichtigste Fahrer des Teams, sondern auch ein enormes kommerzielles Aushängeschild.

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„Max steht da ganz oben, in der Elite des globalen Sport-Unternehmertums“, stellt Doornbos fest.

„Er wird der erste niederländische Sport-Milliardär.“

Das wäre ihm zufolge besonders bemerkenswert, da Verstappen erst 28 Jahre alt ist. Doornbos weist darauf hin, dass Verstappen, wenn er seinen Vertrag bis Ende 2030 erfüllt, fünfzehn Jahre an Red Bull gebunden sein wird. Das passt laut ihm zu dem, was Verstappen nach seinem ersten Weltmeistertitel in Abu Dhabi bereits über seine Zukunft rief.

„Nach 2021 sagte er über Funk: We did it, we did it, ich will vierzehn, fünfzehn Jahre bei euch bleiben, ich liebe euch“, erinnert sich Doornbos.

Raymond Vermeulen wird laut Doornbos in diesem Moment jedoch sofort gewusst haben, dass Verstappens Wert neu bestimmt werden musste.

„Raymond dachte wahrscheinlich: Ho, ho, warte mal kurz, wir müssen neu verhandeln“, sagt er.

Seit diesem ersten Titel ist Verstappens Marktwert laut Doornbos nur noch weiter gestiegen.

„Wenn man sieht, wie sein Wert nach oben gegangen ist: Er ist für Red Bull jeden Cent wert.“

Mintzlaff erhält dabei viel Lob von Doornbos. Der Red Bull-Topmanager verstehe demnach genau, wie groß der Wert von Verstappen für die Marke ist.

„Oliver Mintzlaff ist ein fantastischer Unternehmer, ein großartiger CEO“, stellt Doornbos fest.

„Er weiß, was Red Bull wert ist, und er weiß, was Max wert ist. Er wollte bei der Verlängerung nichts auf dem Tisch liegen lassen.“

Verstappen wird laut Doornbos trotz der langen Laufzeit wahrscheinlich immer noch Absicherungen eingebaut haben. Red Bull ist bekannt für Leistungsklauseln, erst recht bei Top-Piloten. Doornbos verweist dabei auf Sebastian Vettel, der das Konzept laut ihm einst umdrehte.

„Vettel sagte eigentlich: Ihr habt eine Leistungsklausel für mich, wenn ich nicht liefere – lasst uns das umdrehen.“

Red Bull wollte laut Doornbos vor allem verhindern, dass jedes Jahr aufs Neue dieselbe Diskussion über einen möglichen Abschied von Verstappen entsteht. Dennoch erwartet er, dass Raymond Vermeulen auch jetzt genügend Spielraum eingebaut hat.

„Ich bin sicher, dass Raymond großartige Arbeit geleistet hat, indem er sein Gehalt erhöht hat“, sagt Doornbos.

„Aber ich bin mir auch sicher, dass eine Art Leistungsklausel enthalten sein muss.“

Verstappen hat zudem laut Doornbos etwas erhalten, das für ihn fast so wichtig wie Geld ist: die Freiheit, sich auch außerhalb der Formel 1 mit Motorsport zu beschäftigen. Der Niederländer ist laut Doornbos ein echter Liebhaber.

Ein Nerd, wenn es um alles im Motorsport geht

„Max ist ein echter Petrolhead“, sagt er.

„Respektvoll gemeint: Er ist ein Geek, ein bisschen ein Nerd, wenn es um alles im Motorsport geht.“

Doornbos beobachtet, dass Verstappen nicht nur die Formel 1 verfolgt, sondern auch andere Meisterschaften und Disziplinen intensiv miterlebt. Er nennt als Beispiel, wie Verstappen direkt auf Ereignisse in der IndyCar-Serie reagiert.

„Er ist auf Instagram, er verfolgt alles“, erzählt Doornbos.

„Er liebt es, durch und durch.“

Diese Leidenschaft sorgt laut ihm dafür, dass Programme wie Sim-Racing und GT3 für Verstappen wichtig bleiben.

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