Formel 1

Verdacht gegen die Scuderia: Ferrari soll mit einem illegalen Auto fahren

Verdacht gegen die Scuderia: Ferrari soll mit einem illegalen Auto fahren
BAHRAIN, BAHRAIN - FEBRUARY 18: Lewis Hamilton of Great Britain driving the (44) Scuderia Ferrari SF-26 on track during day one of F1 Testing at Bahrain International Circuit on February 18, 2026 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Sona Maleterova/Getty Images)

Freiheit beginnt dort, wo Verbote enden: Mit diesem Ansatz übernimmt Ferrari eine Vorreiterrolle im neuen Reglement.

Ferrari experimentierte beim Rennwochenende in China erneut am Rande des Reglements, zog eine auffällige Innovation jedoch noch vor dem Grand Prix selbst zurück.

An der SF-24 tauchte während der Freien Trainings und des Sprintrennens ein kleiner Flügel an der Vorderseite des Halo auf. Das Element, das zusammen mit dem viel diskutierten „Macarena“-Heckflügel getestet wurde, verschwand jedoch vor dem Qualifying am Samstag und kam auch im Rennen nicht mehr zum Einsatz.

Die Lösung war dazu gedacht, den Luftstrom rund um das Cockpit zu verbessern. In diesem Bereich wird die Airflow oft gestört, und mit dem kleinen Element versuchte Ferrari, die Luft leicht nach oben zu leiten.

Obwohl es optisch wie ein Metallbauteil wirkte, handelte es sich in Wahrheit um eine Kunststoffkomponente, die eher als eine Art Windabweiser fungierte denn als struktureller Bestandteil des Halo.

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Ferrari sucht aktiv nach Grauzonen im Reglement

Zunächst schien es keine Probleme zu geben. Die FIA hatte das Bauteil vorerst genehmigt, doch hinter den Kulissen kamen dennoch Zweifel auf. Berichten zufolge soll ein konkurrierendes Team erwogen haben, nach dem Rennen einen offiziellen Protest einzulegen.

Dieses Risiko stand für Ferrari in keinem Verhältnis zum begrenzten Nutzen des Bauteils. Der Zeitgewinn wurde auf nur wenige Hundertstelsekunden geschätzt, weshalb das Team entschied, keine unnötige Kontroverse zu riskieren, während eine starke Platzierung in Reichweite lag.

Dieser Ansatz passt zur Philosophie, die Ferrari schon länger verfolgt. Das italienische Team sucht aktiv nach Grauzonen im Reglement. Unter der Leitung des Technischen Direktors Loïc Serra scheint diese Strategie zu neuem Leben erwacht zu sein.

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Die Idee hinter dem Ausreizen des Erlaubten ist, dass Innovation gerade dadurch entsteht, dass man Grenzen austestet, auch wenn einige Lösungen später verboten werden. Wie es einmal innerhalb des Teams hieß:

„Von hundert Grenzfällen werden vielleicht ein paar verboten, aber der Rest bleibt.“

In China entschied sich Ferrari jedoch für die Vorsicht. Nicht jede Innovation ist es wert, ein gutes Ergebnis aufs Spiel zu setzen.

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