Formel 1

Trickst Ferrari? Italiener weisen Betrugsgerüchte entschieden zurück

Trickst Ferrari? Italiener weisen Betrugsgerüchte entschieden zurück
FIORANO MODENESE, ITALY - JANUARY 23: Lewis Hamilton of Great Britain driving the (44) Scuderia Ferrari SF-26 during the Scuderia Ferrari HP F1 Shakedown at Fiorano Circuit on January 23, 2026 in Fiorano Modenese, Italy. (Photo by Callo Albanese/Getty Images)

Ferrari-Pilot Lewis Hamilton absolviert in Barcelona ersten Shakedown für die Saison 2026

Nachdem das Engine-Freeze-Szenario beendet ist und die Formel 1 in eine neue technologische Phase eintritt, steht ein neues System bereit, um die Motorenentwicklung während der Saison zu regulieren.

Dieses neue System wurde von der FIA unter dem Namen Additional Development and Upgrade Opportunities eingeführt und soll der Dominanz eines einzelnen Motorenherstellers entgegenwirken.

Konkret bedeutet dies, dass Motorenlieferanten, die bei Messungen nach 25%, 50% oder 75% der Saison in Sachen Performance zurückliegen, zusätzliche Möglichkeiten erhalten, ihre Power Unit zu verbessern.

Ferraris Motorenchef Enrico Gualtieri sieht vorerst keinen Grund zur Sorge. Er gibt an, dass sich Ferrari mit dem neuen Prozess, der noch in den Kinderschuhen steckt, wohlfühlt.

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Biokraftstoff kaum anders als zuvor

„Der ADUO-Mechanismus ist für alle neu – für die FIA wie für die Hersteller.“

„Aber ich denke, dass er klar und robust genug aufgestellt ist, um das Ziel zu erreichen, für das er entworfen wurde“, so Gualtieri gegenüber PlanetF1.com.

„Wir stehen natürlich in Kontakt mit der FIA für eventuelle Klarstellungen, aber im Moment ist das System für uns in Ordnung.“

Auf die Frage, ob Ferrari sich Sorgen über „Sandbagging“ macht – also absichtliches Unterperformen, um später zusätzliche Entwicklungsfreiräume zu erhalten – antwortet Gualtieri diplomatisch. Obwohl er einräumt, dass dieser Mechanismus erst noch beweisen muss, wie effektiv und fair er ist, vertraut er auf dessen Konzeption.

„Der Mechanismus ist gut beschrieben. Wir müssen uns erst an die Ergebnisse gewöhnen, aber er bietet ausreichend Garantien.“

Neben dem neuen Regelsystem wurden auch die Motoren selbst stark verändert. Für 2026 wurde das Motorenreglement auf ein Verhältnis von 50% Elektroantrieb und 50% Verbrennung angepasst, wobei vollständig nachhaltige Biokraftstoffe zum Einsatz kommen.

Was den Biokraftstoff betrifft, erklärt Gualtieri, dass sich die Zusammensetzung des Endprodukts kaum von früher unterscheidet, der Entwicklungsprozess jedoch erheblich komplexer geworden ist.

„Das Design des Kraftstoffs ist vergleichbar, letztlich geht es um Eigenschaften, die für Leistung und Effizienz erforderlich sind“, sagt er.

„Was sich jedoch geändert hat, ist die Herkunft des Kraftstoffs.“

„Die Beschränkungen im Bereich der Lieferkette und der Rohstoffe sind nun viel strenger, das ist die eigentliche Herausforderung.“

Laut Gualtieri ist dieser verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit kein Hindernis, sondern eine zusätzliche Dimension in der Zusammenarbeit mit den Kraftstofflieferanten.

„Es geht jetzt nicht mehr nur um reine Performance, sondern auch um die Einhaltung von Umweltauflagen.“

„Das hat unseren Ansatz bei der Kraftstoffentwicklung grundlegend verändert.“

Ferrari scheint sich also gut auf die neue Ära der Formel 1 vorbereitet zu haben. Sowohl die Regeln zur Motorenanpassung als auch die Anforderungen an den Kraftstoff stellen für die Scuderia kein Hindernis dar – zumindest vorerst nicht.

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