Formel 1 Toto Wolff in der Klemme: „Er kann nicht eingreifen“ xxxx during day one of F1 winter testing at Circuit de Catalunya on February 22, 2016 in Montmelo, Spain. Von A. Schenk 8. April 2026 David Coulthard Eddie Irvine F1-News Formel 1 Mercedes Mercedes im Aufwind: Droht den Silberpfeilen nun die Falle des eigenen Erfolgs? So ist sich der nordirische Ex-Formel-1-Pilot Eddie Irvine hundertprozentig sicher, dass Andrea Kimi Antonelli und George Russell in dieser Saison ordentlich aneinandergeraten werden. Der ehemalige Ferrari-Pilot und vierfache Grand-Prix-Sieger behauptet, dass Toto Wolff machtlos sei, falls der Titelkampf weiter eskaliert und er nicht mit einer Stallregie eingreifen kann. Antonelli führt die Weltmeisterschaft nach drei Rennen mit neun Punkten Vorsprung auf Russell an. Der 19-jährige Italiener gewann zwei aufeinanderfolgende Rennen in China und Japan und hat sich damit zu einem ernsthaften Titelkandidaten entwickelt. Das war vor der Saison kaum abzusehen, da Russell als klarer Favorit galt. „Kimi ist ein echter Titelkandidat, aber es ist noch zu früh für Vorhersagen, wie die Saison enden wird“, so Irvine gegenüber La Gazzetta dello Sport. Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada Verhältnis zwischen Antonelli und Russell grundlegend anders Auf die Frage, ob er erwarte, dass sich die beiden Mercedes-Piloten gegenseitig in die Quere kommen werden, fand er deutliche Worte. „Ich bin mir dessen hundertprozentig sicher. Es steht zu viel auf dem Spiel und die Fahrer agieren auf einem vergleichbaren Niveau.“ „Toto Wolff kann also nicht mit einer Stallregie intervenieren.“ „Er hat bereits sehr angespannte Situationen erlebt, als Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg und später gegen Max Verstappen kämpfte.“ „Bei Letzterem gab es diesen unschönen Unfall in Silverstone“, so Irvine. Wolff selbst hat den Vergleich mit der Rivalität zwischen Hamilton und Rosberg bereits zurückgewiesen. Der österreichische Teamchef betont, dass die Beziehung zwischen Russell und Antonelli grundlegend anders sei. „Nico und Lewis kannten sich schon aus der Kart-Zeit und hatten immer diesen sozialen Wettkampf in sich.“ Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. „Was einmal eine Freundschaft war, entwickelte sich zu einer erbitterten Rivalität, die immer noch von Feindseligkeit geprägt ist. Es waren zwei völlig unterschiedliche Charaktere“, erklärt Wolff. Vorerst lässt Wolff sowohl Antonelli als auch Russell völlig freie Bahn. Dabei ist es dem österreichischen Teamboss wichtig, dass ein gewisser Spielraum zwischen beiden Fahrern besteht. „Im Moment sind beide komplett von der Leine gelassen. Solange immer ein Sicherheitsabstand zwischen den Autos liegt, ist alles in Ordnung“, so der Mercedes-Teamchef. Wolff wollte eine Stallregie im späteren Saisonverlauf jedoch noch nicht ausschließen, falls der Punktestand in der Weltmeisterschaft dies zu jenem Zeitpunkt erfordert. Russell ist also gewarnt. Er darf Antonelli nicht zu noch mehr Selbstvertrauen verhelfen und muss im weiteren Saisonverlauf selbst wieder Rennen gewinnen. Ex-Pilot David Coulthard merkte bereits an, dass Russell aufhören müsse, den netten Jungen zu spielen, und eine aggressivere Mentalität annehmen müsse, wenn er im Titelkampf bleiben wolle. Antonelli selbst bleibt angesichts seiner aktuellen Position vorerst bodenständig. „Ich verschwende nicht zu viele Gedanken an die Meisterschaft. Es wäre natürlich großartig, aber es ist noch ein weiter Weg.“ „Ich muss die Messlatte weiter hochlegen, denn George ist sehr schnell und er wird sicher zu seiner gewohnten Form zurückfinden.“ „Und auch die Konkurrenten werden letztlich näher herankommen. Wir müssen konzentriert weiterarbeiten und uns stetig verbessern“, so der junge Italiener. Mercedes hat bisher bei jedem Grand Prix einen Doppelsieg eingefahren – mit einer Ausnahme in Japan, wo Russell Vierter wurde. Das Team führt die Konstrukteurswertung mit 45 Punkten Vorsprung auf Ferrari an. Diese Dominanz macht das teaminterne Duell umso brisanter, da die einzige echte Bedrohung für den WM-Titel vorerst aus der eigenen Garage zu kommen scheint. Ob das Verhältnis zwischen den beiden Piloten dem Druck eines über eine gesamte Saison geführten Titelkampfes standhält, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Mercedes-Historie lehrt, dass solche Situationen selten ganz ohne Kollateralschäden ablaufen. Lies auch: Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1 Lies auch: Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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