Formel 1

Toto Wolff enthüllt: So denkt Lewis Hamilton heute wirklich über das Drama von Abu Dhabi 2021

Toto Wolff enthüllt: So denkt Lewis Hamilton heute wirklich über das Drama von Abu Dhabi 2021

Wolff über Abu Dhabi 2021: So denkt Hamilton heute über das verlorene Finale

Es gibt nur wenige Abende in der Formel 1, die sich so tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt haben wie das Saisonfinale 2021.

Fünf Jahre später hat Toto Wolff in einem Podcast des Mercedes-Partners SAP einen Einblick gegeben, wie er und Lewis Hamilton heute auf diesen geschichtsträchtigen Tag blicken.

Seine Worte klingen plötzlich auffallend anders als alles, was er in den vergangenen Jahren dazu gesagt hat.

In dem Podcast wurden dem Österreicher vier Zahlen vorgelegt, die jeweils für einen Moment in seiner Karriere stehen.

Als die Jahreszahl 2021 an der Reihe war, wollte Wolff dieses Thema als Erstes abhaken. Sein erster Gedanke bei dieser Zahl war zudem nicht das Finale in Abu Dhabi.

„Die acht Konstrukteurstitel waren schön“, so Wolff. „Es war etwas, das in keiner anderen Sportart jemals zuvor erreicht wurde, also war das ein schöner Moment. Aber wie dieses Rennen verlief, ist etwas, das mich für den Rest meines Lebens begleiten wird.“

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Täglicher Frust

Wer die Nachwirkungen dieser Saison verfolgt hat, weiß, wie hart Mercedes das Finale getroffen hat.

Rennleiter Michael Masi ließ während einer späten Safety-Car-Phase nur die Überrundeten zwischen Hamilton und Max Verstappen zurückrunden, woraufhin der Niederländer auf frischen Reifen in der allerletzten Runde vorbeizog und seinen ersten Weltmeistertitel errang.

Die FIA sprach nachträglich von einem menschlichen Fehler und entzog Masi sein Amt, doch der rekordbrechende achte Titel für Hamilton kam nie zustande.

Wolff erklärte noch 2022, dass er jeden Tag daran denke, und im vergangenen Jahr teilte er bei der Buchvorstellung seiner Frau Susie heftig gegen Masi aus, der seiner Meinung nach im Alleingang den Rekord des größten Champions aller Zeiten zerstören konnte.

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Im Podcast von SAP klingt der Teamchef deutlich milder und berichtet, dass der Schmerz auch bei seinem ehemaligen Fahrer nachgelassen hat.

„Inzwischen habe ich meinen Frieden damit gemacht und Lewis auch. Max war ohne Zweifel ein verdienter Weltmeister. Die Saison wird nicht durch einen einzigen Nachmittag oder Abend entschieden, aber das ist es, was für mich von 2021 hängen bleibt“, so der Mercedes-Chef.

Der beste Hamilton, den Wolff je sah

„Es sieht nach sehr viel Erfolg aus, aber das war es eigentlich nicht. Zu Beginn der Saison hatten wir nämlich bis Juni, glaube ich, bis Silverstone, zu kämpfen.“

„Danach erlebten wir eine Art zweiten Frühling und ab diesem Moment lief es ziemlich gut. Wir waren in einem Flow und dann wurde Lewis in Brasilien zu Unrecht disqualifiziert. Er musste im Sprintrennen von ganz hinten starten und legte eine großartige Aufholjagd hin. Von diesem Moment an war er wie entfesselt. Es war der beste Lewis, den ich in all den Jahren gesehen habe. Aber am Ende sollte es nicht sein.“

Inzwischen haben sich die Wege der beiden Männer getrennt und Hamilton jagt im Rot von Ferrari doch noch seinem achten Weltmeistertitel hinterher.

Nach zwölf Rennen belegt der Brite in dieser Saison den dritten Platz in der Weltmeisterschaft mit der gleichen Punktzahl wie George Russell, während Kimi Antonelli souverän in Führung liegt.

Dass die Vergangenheit trotz aller Versöhnung nie ganz aus dem Blickfeld gerät, zeigte sich im vergangenen Juli in Silverstone.

Der Große Preis von Großbritannien endete dort vorschriftsmäßig hinter dem Safety-Car und Wolff konnte sich eine Anspielung auf die Vergangenheit nicht verkneifen. „Mir wäre es lieber gewesen, wenn das 2021 passiert wäre“, so der Österreicher nach dem Rennen.

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