Formel 1 Streik angekündigt: Stripper planen Proteste während des Formel-1-Wochenendes in Kanada during the Canadian Formula One Grand Prix at Circuit Gilles Villeneuve on June 12, 2016 in Montreal, Canada. Von A. Schenk 19. Mai 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Kanada Streik-Drohung in Montreal: Stripper planen Proteste zum Formel-1-Wochenende in Kanada Eine Gruppe exotischer Tänzerinnen in Montreal hat angekündigt, während des Formel 1-Wochenendes des Grand Prix von Canada in den Streik zu treten. Diese Aktion ist bewusst für eines der geschäftigsten und profitabelsten Wochenenden des Jahres für die Nachtclubs in der kanadischen Metropole geplant. Nach Angaben der Organisatoren soll der Streik Druck auf die Clubbesitzer ausüben, indem man ihnen ausgerechnet während des populären Rennwochenendes Einnahmen entzieht, wie die Gruppe in einer Erklärung an die Nachrichtenagentur Reuters schrieb. „Die Clubs sind während des Grand Prix am stärksten besucht, was diese Zeit zur lukrativsten des Jahres für unsere Chefs macht.“ Die Aktion ist für Samstag, den 23. Mai geplant, dem Tag des Sprintrennens und zugleich der Abend vor dem Hauptrennen des Grand Prix von Canada. Da es sich um einen freiwilligen Streik handelt, ist noch unklar, wie viele Tänzerinnen letztlich teilnehmen werden. Lies auch: Max Verstappen lässt Spa beben: Vernichtende erste Ansage zum Auftakt Gebühren allein als Einnahmequelle für die Betreiber Einige Teilnehmerinnen wollen sich weigern, die üblichen Gebühren an die Clubs zu zahlen, während andere gar keine Kunden empfangen werden. Gerade diese Gebühr bildet einen zentralen Bestandteil des Protests. Laut der Gruppe müssen Tänzerinnen während des Formel 1-Wochenendes teils hohe Beträge zahlen, um überhaupt in bestimmten Clubs arbeiten zu dürfen. In einem Club in Montreal soll diese Gebühr bis zu 110 Kanadische Dollar pro Nacht betragen. Umgerechnet sind das etwa 74 Euro pro Abend. Den Organisatoren zufolge arbeiten während des Rennwochenendes durchschnittlich rund sechzig Tänzerinnen pro Nacht im selben Club. Dadurch würde der Betreiber allein an diesen Gebühren etwa 33.000 Kanadische Dollar innerhalb von fünf Abenden verdienen. Dies entspricht mehr als 22.000 Euro. Gleichzeitig geben die Tänzerinnen an, dass sich ihre Arbeitsbedingungen trotz der höheren Einnahmen der Clubbesitzer verschlechtert hätten, wie es in der Erklärung weiter heißt. „Obwohl das Management mehr verdient, sind die Tänzerinnen mit einer ganzen Liste an neuen Regeln konfrontiert.“ „Höhere Barkosten, Überbelegung und allgemein schlechtere Arbeitsbedingungen.“ Die Gruppe fordert daher einen besseren Schutz für Sexarbeiter und klarere Arbeitsrechte. Zudem verlangen die Organisatoren eine vollständige Entkriminalisierung ihrer Arbeit durch die kanadische Bundesregierung. Auch das System, bei dem Tänzerinnen bezahlen müssen, um arbeiten zu dürfen, steht massiv in der Kritik. Laut der Gruppe profitieren vor allem die Clubbesitzer von diesem Modell, während die Risiken bei den Beschäftigten liegen. „Wir stecken eindeutig in einer Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Machtdynamik fest, bei der das Bar-Vergütungssystem nur den Eigentümern zugutekommt.“ Darüber hinaus sorgen sich die Tänzerinnen um ihre Sicherheit während extrem geschäftiger Wochenenden wie der Formel 1. Ihrer Meinung nach übernehmen die Clubbesitzer zu wenig Verantwortung für Schutz und Arbeitsumstände. „Was unsere Sicherheit betrifft, zeigen unsere Arbeitgeber wenig Sorge und lassen uns das selbst lösen.“ Der Grand Prix von Canada gehört jedes Jahr zu den größten Events in Montreal. Während des Rennwochenendes strömt die Stadt voll mit Touristen, Geschäftsleuten und Motorsportfans aus der ganzen Welt. Lokalen Zahlen zufolge besuchten im vergangenen Jahr rund 352.000 Menschen die verschiedenen Aktivitäten rund um das Rennwochenende. Hotels, Restaurants, Bars und Nachtclubs verzeichnen in dieser Zeit oft Rekordumsätze. Streik sorgt bereits für viel Aufmerksamkeit Auch die Stripclubs profitieren traditionell stark von dem enormen Zustrom an Besuchern, weshalb die Organisatoren glauben, dass ihre Aktion maximale Aufmerksamkeit generieren kann. Der Grand Prix von Canada ist zudem als eines der lebhaftesten Rennwochenenden im Formel 1-Kalender bekannt, besonders das Nachtleben in Montreal zieht jährlich viele internationale Besucher an. In der vergangenen Saison wurde das Rennen von Mercedes-Pilot George Russell gewonnen, und auch in diesem Jahr werden wieder zehntausende Fans rund um den Circuit Gilles Villeneuve erwartet. Da die Teilnahme am Streik freiwillig ist, kann der tatsächliche Effekt je nach Club stark variieren, dennoch scheint die Aktion bereits jetzt für viel Wirbel zu sorgen. Die Organisatoren haben bewusst das geschäftigste Wochenende des Jahres gewählt, um ihre Botschaft zu verbreiten und Druck auf Clubbesitzer sowie politische Entscheidungsträger auszuüben. Lies auch: Kurz vor GP von Belgien: FIA belegt Top-Fahrer mit Startplatzstrafe von 10 Plätzen Lies auch: Nach Verstappen-Crash: Red Bull reagiert mit deutlicher Ansage Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Max Verstappen lässt Spa beben: Vernichtende erste Ansage zum Auftakt Formel 1 Kurz vor GP von Belgien: FIA belegt Top-Fahrer mit Startplatzstrafe von 10 Plätzen Formel 1 Nach Verstappen-Crash: Red Bull reagiert mit deutlicher Ansage Formel 1 Lewis Hamilton wütend: Formule 1 streicht ikonische Rennstrecke aus dem Kalender Formel 1 F1-Experte enthüllt Bottas-Gehalt: Fassungslosigkeit über die Millionen-Gage des Finnen Formel 1 F1-Kalender droht zu wackeln: Zwei Grands Prix stehen auf der Kippe