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Steueraffäre: Nelson Piquet wegen hoher Steuerschulden vor Gericht gezogen

Steueraffäre: Nelson Piquet wegen hoher Steuerschulden vor Gericht gezogen

Steueraffäre in Brasilien: Ex-Formel-1-Pilot Nelson Piquet im Visier der Behörden

Die Gemeinde Mangaratiba im Bundesstaat Rio de Janeiro versucht gerichtlich eine Steuerschuld in Höhe von 115.717 Brasilianischen Real einzutreiben. Dies entspricht umgerechnet etwa 18.500 Euro, wobei der exakte Euro-Wert aufgrund von Wechselkursschwankungen variieren kann.

Nach Informationen der brasilianischen Nachrichtenseite Brasil 247 handelt es sich um ein sogenanntes Steuerfahndungsverfahren. Die ursprünglichen Informationen stammen von dem Journalisten Ancelmo Gois der brasilianischen Zeitung O Globo.

Die Forderung steht im Zusammenhang mit der brasilianischen Imposto Sobre Serviços. Diese Steuer ist gemeinhin als ISS bekannt und wird von den Kommunen auf bestimmte Dienstleistungen erhoben.

Im Fall von Nelson Piquet geht es den Berichten zufolge speziell um Bauarbeiten. Dabei werden Bau- und Renovierungsmaßnahmen genannt, auch etwaige Abrissarbeiten könnten unter den Steuerbescheid fallen.

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Richter ordnet offizielle Vorladung von Piquet an

Die Gemeinde hat den Fall mittlerweile vor Gericht gebracht. Das zuständige Gericht hat laut brasilianischen Medienberichten angeordnet, Piquet offiziell über das Verfahren in Kenntnis zu setzen.

Nach Erhalt dieser Mitteilung hat der ehemalige Formel-1-Pilot dem beschriebenen Verfahren zufolge fünf Tage Zeit, um zu reagieren. Er kann den ausstehenden Betrag vollständig begleichen oder eine rechtlich anerkannte Sicherheit für die offene Forderung hinterlegen.

Sollte dies nicht geschehen, kann das Verfahren fortgesetzt werden, was letztlich zu Maßnahmen zur Sicherung des Vermögens führen könnte, um die Schulden zu begleichen. Unter den Bedingungen des brasilianischen Rechts kann in diesem Zuge eine Beschlagnahmung erfolgen.

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Die Tatsache, dass ein Steuerfahndungsverfahren eingeleitet wurde, bedeutet im Übrigen nicht automatisch, dass jede Behauptung der Gemeinde inhaltlich und definitiv feststeht oder dass tatsächlich eine Pfändung folgen wird.

Der mittlerweile 74-jährige Nelson Piquet gehört zu den erfolgreichsten brasilianischen Formel-1-Fahrern der Geschichte. Der Schwiegervater von Max Verstappen wurde 1981 und 1983 mit Brabham Weltmeister, 1987 sicherte er sich bei Williams seinen dritten WM-Titel.

Damit zählt Piquet zum erlesenen Kreis jener Piloten, die mindestens dreimal die Weltmeisterschaft in der Formel 1 gewinnen konnten. Er fuhr während seiner Karriere unter anderem für Brabham und Williams, war aber auch für Lotus und Benetton im Einsatz. Nach der Saison 1991 beendete er seine Formel-1-Laufbahn.

Piquet mit enger Bindung an Brasilien

Der Name Piquet ist nach wie vor eng mit dem Motorsport verbunden. Sein Sohn Nelson Piquet Jr. fuhr ebenfalls in der Formel 1 und wurde später Champion in der Elektro-Rennserie Formel E. Seine Tochter Kelly Piquet ist die Partnerin von Formel-1-Star Max Verstappen.

Mangaratiba liegt an der brasilianischen Costa Verde westlich von Rio de Janeiro. Die Region ist bekannt für ihre Küstenabschnitte sowie luxuriöse Anwesen und Feriendomizile. Auch verschiedene andere prominente Brasilianer besitzen dort Immobilien oder halten sich regelmäßig dort auf.

Vorerst dreht sich das Verfahren primär um die Eintreibung der Kommunalsteuer. Den vorliegenden Berichten zufolge muss Piquet nach der offiziellen Zustellung innerhalb der gesetzlichen Frist reagieren.

Ob er die Forderung von rund 18.500 Euro begleicht, Sicherheiten hinterlegt oder sich auf anderem juristischem Wege gegen den Bescheid zur Wehr setzt, bleibt abzuwarten.

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