Formel 1

Spyker-Eigner übernimmt Circuit Zandvoort

Spyker-Eigner übernimmt Circuit Zandvoort
The Spyker C8 Laviolette. A super car build in the Netherlands. 8 June 2024 Netherlands flevoland Zeewolde

Spyker macht Drivers Parade beim letzten Grand Prix der Niederlande besonders spektakulär

Der Heineken Dutch Grand Prix auf dem Circuit Zandvoort erhält in diesem Jahr eine besonders niederländische Note. Vor dem Rennen am Sonntag, den 31. August, werden die Formel-1-Piloten nämlich nicht auf einem traditionellen Paradewagen oder in klassischen Oldtimern um den Kurs gefahren, sondern in einer einzigartigen Sammlung offener Spyker-Sportwagen.

Damit verabschiedet sich der Grand Prix in Zandvoort auf eine Weise, die perfekt zur reichen niederländischen Automobilgeschichte passt. Die Edition 2026 ist die sechste seit der Rückkehr der Formel 1 nach Zandvoort im Jahr 2021 und steht vorerst auch als die letzte im Kalender.

Gerade deshalb wollten die Organisatoren für die traditionelle Drivers Parade etwas Besonderes auf die Beine stellen. Dies gelang dank eines internationalen Netzwerks von Spyker-Sammlern, die bereit waren, ihre exklusiven Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Initiator des Projekts ist Jasper den Dopper, der seit Jahren in der Spyker-Community aktiv ist. Er konnte stolze 22 private Eigentümer aus verschiedenen Teilen der Welt davon überzeugen, mit ihren Autos in die Niederlande zu reisen.

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Ausschließlich Spyker C8- und C12-Modelle

Die Teilnehmer kommen unter anderem aus Kanada, Südafrika, den USA und diversen europäischen Ländern. Der Transport der kostbaren Sportwagen wird mit logistischer Unterstützung von Marlog und APEX Cartransport durchgeführt.

Während der Parade werden ausschließlich offene Spyker C8- und C12 Spyder-Modelle eingesetzt. Um die Sicherheit der Formel-1-Fahrer zu garantieren und sicherzustellen, dass sie für die Hunderttausenden Fans entlang der Strecke gut sichtbar sind, wurden die Autos speziell angepasst.

The Steel Company entwickelte für jeden Spyker eine Stahlkonstruktion auf dem Beifahrerplatz, durch die die Piloten sicher aufrecht stehen können, während der Korso eine Runde über die Strecke fährt.

Dass ausgerechnet Spyker gewählt wurde, ist kein Zufall. Die niederländische Sportwagenmarke gilt noch immer als einer der außergewöhnlichsten Automobilhersteller, den das Land hervorgebracht hat. Seit der Neugründung zu Beginn dieses Jahrhunderts baute Spyker exklusive Sportwagen in vollständiger Handarbeit.

Die Modelle sind bekannt für ihr markantes Aluminium-Interieur, die offene Schaltmechanik und Inspirationen aus der Luftfahrt. Jedes Exemplar wurde größtenteils handwerklich gefertigt, weshalb die Produktion stets limitiert blieb.

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Die Technik stammte größtenteils von etablierten Herstellern. So wurden verschiedene Spyker-Modelle von leistungsstarken Audi-V8-Motoren angetrieben, während der spätere C12 einen Zwölfzylinder von Volkswagen nutzte.

Diese Kombination aus zuverlässiger Technik und auffälligem niederländischem Design brachte Autos hervor, die weltweit für Bewunderung sorgten. Aufgrund der geringen Stückzahlen sind Spykers heute bei Sammlern extrem begehrt und viele Exemplare repräsentieren einen Wert von mehreren hunderttausend Euro.

Auch die Verbindung zur Formel 1 macht die Wahl besonders passend. Spyker übernahm 2007 das Midland F1 Team und trat in dieser Saison unter eigenem Namen in der Startaufstellung an.

Obwohl das Abenteuer nur ein Jahr dauerte, bevor das Team verkauft wurde und schließlich als Force India weitermachte, bleibt Spyker eine der wenigen niederländischen Marken, die jemals als Konstrukteur in der Formel 1 aktiv waren.

Normalerweise fahren die Piloten während der Drivers Parade auf einem Truck oder in speziell ausgewählten Fahrzeugen, die je nach Austragung variieren. In der Vergangenheit wurden unter anderem Oldtimer und Elektro-Modelle genutzt.

Die Entscheidung für eine komplette Flotte von Spyker-Sportwagen verleiht der Parade in diesem Jahr einen exklusiven Charakter. Selten sind so viele Spykers gleichzeitig an einem Ort zu sehen, geschweige denn fahrend auf der Strecke von Zandvoort.

Für Liebhaber des niederländischen Motorsports und besonderer Sportwagen bildet die Parade dadurch einen Höhepunkt für sich. Wer erst kurz vor dem Start des Grand Prix seinen Platz einnimmt, verpasst möglicherweise einen der einzigartigsten Momente des Wochenendes.

Die Kombination aus Formel-1-Fahrern und einer beeindruckenden Sammlung niederländischer Supersportwagen macht die Drivers Parade zu einem würdigen Tribut an Spyker sowie den Grand Prix von Zandvoort.

Sollte der Dutch Grand Prix tatsächlich für längere Zeit aus dem Kalender verschwinden, erhält das Event mit dieser besonderen Parade einen Abschied mit Stil. Dabei stehen nicht nur die Fahrer im Mittelpunkt, sondern auch ein Stück niederländische Automobilgeschichte, das weltweit noch immer Bewunderung auslöst.

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