Formel 1 Max Verstappen schlägt bei Red Bull Alarm: „Das passiert auch auf der Qualifying-Runde“ SPIELBERG, AUSTRIA - JUNE 26: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing walks in the Paddock prior to practice ahead of the F1 Grand Prix of Austria at Red Bull Ring on June 26, 2026 in Spielberg, Austria. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) Von A. Schenk Heute um 08:57 F1-News Formel 1 Großer Preis von Österreich Max Verstappen Red Bull Beunruhigender Funkspruch sorgt für Aufsehen Red Bull ist mit einem umfassend überarbeiteten RB22 zu seinem Heim-Grand-Prix nach Spielberg gereist, doch die Updates lieferten am Freitag noch nicht die erhoffte Klarheit. Das Paket umfasst unter anderem einen überarbeiteten Unterboden, neue Seitenkästen sowie eine Gewichtsreduzierung. Max Verstappen beendete beide Freien Trainings auf dem vierten Platz und lag in der zweiten Session mehr als eine halbe Sekunde hinter Kimi Antonelli, der im Mercedes die Bestzeit setzte. Die größte Sorge bereitete erneut der Antriebsstrang, als Verstappen sein Team während FP2 via Boxenfunk auf einen merkwürdigen Drehzahlabfall am Ausgang der Haarnadelkurve in Kurve 3 aufmerksam machte. Der Motor sackte dort weg, sodass der Limburger jedes Mal warten musste, bis die Leistung wieder einsetzte. „Schaut euch an, was da am Scheitelpunkt von Kurve 3 mit dem Motor passiert ist. Das passiert auch auf der Push-Runde. Die Drehzahl bricht weg, es ist eindeutig“, so Verstappen. Lies auch: Eine falsche Entscheidung und das Campingzelt wird zur Sauna Unbeständig Im Nachhinein beschrieb er das Problem als unbeständig und erklärte, dass das Defizit über das reine Triebwerk hinausgehe. „Es ist, als ob das Heck Grip findet, dann blockiert und man jegliche Stabilität verliert. Es ist kein linearer Grip, es fühlt sich nicht gut an. Man rät ständig, wie viel Grip da ist. Und sobald man wieder ans Gas geht, muss der Motor das wieder aufholen, was beim Herausbeschleunigen zu Wheelspin führt“, so Verstappen. Teamkollege Isack Hadjar stieß in Kurve 3 auf exakt dieselben Probleme. Der Franzose verlor dort an einem Punkt das Heck und machte seinem Frust unverblümt Luft. „Siehst du das? Das ist die Geschichte von Kurve 3. Was war das denn? Schon wieder?“, so Hadjar. Wenig später legte er noch schärfer nach. „Ich brauche das Auto, das mir verdammt noch mal Leistung liefert, Mann. Sonst werde ich überholt und dann stecken wir in der Scheiße“, so Hadjar. Artikel geht weiter unter dem Bild. Dennoch sah Hadjar in der zweiten Session auch Lichtblicke. Das aktualisierte Auto lässt sich nämlich deutlich einfacher fahren als zuvor. „Es fühlte sich in FP2 viel besser an, das sind also gute Nachrichten, aber wir sind noch nicht am Ziel. Es ist jedenfalls viel einfacher zu fahren, daher sollte der Speed morgen etwas leichter kommen als gewöhnlich. Das ist schön, aber das Auto steht vom Set-up her absolut noch nicht dort, wo wir es haben wollen“, so Hadjar. Verstappen kommt zum Stillstand Es ist die erste Saison, in der Red Bull mit einem eigenen Antrieb fährt. Der Rennstall entwickelt diesen über die interne Abteilung Red Bull Powertrains in Zusammenarbeit mit dem US-Partner Ford. Der Verbrennungsmotor erntet im Fahrerlager viel Lob und führte kürzlich die ADUO-Liste der FIA an. In Sachen Zuverlässigkeit und Fahrbarkeit hakt es jedoch schon das ganze Jahr über. Verstappen und Hadjar kamen in den ersten sieben Rennwochenenden mehrfach schlecht von ihrem Startplatz weg. Auch das Eröffnungstraining in Österreich verlief schleppend. Verstappen kam in den ersten zwanzig Minuten zweimal in der Boxengasse zum Stillstand, nachdem die Kupplung nicht richtig trennte und der Anti-Stall eingriff. Mechaniker mussten seinen Wagen zurück in die Garage schieben. Darüber hinaus klagte er über ein vibrierendes Auto beim Bremsen. Hadjar verlor in derselben Session etwa die Hälfte seiner Zeit, da sein Motor gewechselt werden musste. Teamchef Laurent Mekies hofft, dass das Update-Paket den Rückstand von vier bis fünf Zehnteln auf etwa zwei bis drei Zehntel reduziert. Ob das gelingt, muss der Rest des Wochenendes zeigen. Der mühsame Freitag fällt mit Unruhe beim Personal zusammen. Berichten zufolge könnte der erfahrene Chief Engineer Paul Monaghan das Team verlassen, wobei Cadillac als mögliches Ziel genannt wird. Quellen berichten, dass Monaghan dort eine leitende Funktion übernehmen könnte. Sollte er gehen, wäre er der nächste prominente Name, der Red Bull in den letzten zwei Jahren verlässt, nach den Abgängen von Adrian Newey, Jonathan Wheatley und Christian Horner. Auch Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase wechselt spätestens 2028 zu McLaren. Lies auch: FIA bestätigt Startaufstellung für den Österreich-GP nach Strafenversetzung Lies auch: Hat Mercedes Max Verstappen für 2027 eine Absage erteilt? 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