Formel 1

Hat Mercedes Max Verstappen für 2027 eine Absage erteilt?

Hat Mercedes Max Verstappen für 2027 eine Absage erteilt?

Neue Informationen lassen Zweifel an Max Verstappens Mercedes-Zukunft für 2027 aufkommen.

Mercedes scheint die Tür für Max Verstappen endgültig zuzuschlagen, denn George Russell stellte in Spielberg klar, dass er auch 2027 fest für das Team fahren wird – trotz der anhaltenden Gerüchte über einen Wechsel des Red Bull Piloten zum deutschen Werksteam.

„Es gibt noch keine Bestätigung, aber ich bin nächstes Jahr definitiv dabei“, erklärte Russell am 25. Juni gegenüber englischen Medienvertretern. Der Brite fügte hinzu, dass das Thema mit Teamchef Toto Wolff nicht einmal zur Sprache kam. Für ihn steht sein Cockpit fest.

Mit dieser Aussage verringert der 28-Jährige die Wahrscheinlichkeit, dass Verstappen in der nächsten Saison an der Seite von Kimi Antonelli Platz nehmen darf. Der Italiener führt nämlich die Weltmeisterschaft an und hat sich nach seiner Durchbruchs-Saison eine starke Position innerhalb von Mercedes erarbeitet.

Antonelli liegt derzeit 41 Punkte vor Lewis Hamilton, trotz seines Ausfalls in Barcelona. Auf Teamkollege Russell ist sein Vorsprung sogar noch größer, wodurch eine Ablösung des Nachwuchsfahrers nahezu ausgeschlossen ist.

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Russell analysiert seinen Saisonverlauf

Nach einem Traumstart in Australien am 8. März ging es für den Briten bergab. Seit dem Grand Prix von Monaco am 7. Juni belegt er in der Meisterschaft nur noch den dritten Rang, hinter Antonelli und Hamilton. Der ehemalige Titelfavorit sprach offen über seine Schwierigkeiten.

„Es war ein Realitätscheck“, gab Russell während der Pressekonferenz im Vorfeld des Grand Prix von Österreich am 28. Juni zu. Ferrari verfügte seiner Meinung nach schon immer über ein gutes Chassis, hinkte aber bei der Motorleistung hinterher. In Barcelona kam die Scuderia auf den Geraden plötzlich deutlich näher.

Den Grund für diesen Aufschwung benennt der Brite selbst. „Ferrari bringt ständig neue Teile. Und jedes Mal, wenn man neue Teile einführt, macht man Fortschritte“, so Russell. Mercedes brachte Mitte Mai in Kanada ebenfalls ein Upgrade, doch das Tempo der Konkurrenz ist höher.

Budget und Zuverlässigkeit entscheiden den Kampf

Konstant Updates zu bringen, ist laut Russell aufgrund des Budget Caps nicht so einfach. „Es geht auch darum, die Upgrades zum richtigen Zeitpunkt zu bringen“, erläuterte er die Strategie des deutschen Teams. In Barcelona erbte der Brite den zweiten Platz, doch gegen Hamilton war er aufgrund eines Problems mit dem Frontflügel chancenlos.

Für seinen Landsmann hat der Mercedes-Pilot nur Lob übrig. „Es ist fantastisch zu sehen, wie Lewis das tut, was er am besten kann. Die Leute haben ihn in den letzten Jahren kritisiert. Aber in den letzten vier oder fünf Rennen ist er sensationell gefahren“, äußerte sich Russell voller Bewunderung über den sechsmaligen Weltmeister. Ferrari bringt in Österreich zudem das erste Motoren-Upgrade, auch wenn es sich sicher nicht um die 20 PS handelt, über die einige italienische Journalisten berichteten.

Die Zuverlässigkeit bleibt unterdessen ein Sorgenfaktor für Russell, der in Kanada selbst mit einem Batterieproblem ausschied. Antonelli erlitt kurz vor Ende in Barcelona einen ähnlichen Defekt, andernfalls hätte sein Vorsprung 71 Punkte statt 50 betragen.

„Ich lasse mich nicht von Dingen stressen, über die ich keine Kontrolle habe“, schloss Russell ab, den auch eine mögliche Verpflichtung von Verstappen nicht um den Schlaf bringt.

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