Formel 1 Neue EU-Vorgabe für Neuwagen ab 7 Juli: Experte übt deutliche Kritik Von A. Schenk Heute um 07:57 F1-News Formel 1 Neue EU-Verordnung ab 7. Juli: Experte warnt vor massiven Problemen durch neue Pkw-Richtlinien Ab diesem Datum treten neue EU-Vorschriften für neu zugelassene Fahrzeuge in Kraft, die Auswirkungen auf fast jeden Käufer eines neuen Pkw haben. Nach Angaben der Europäischen Kommission sollen diese Technologien die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten in den kommenden Jahren drastisch reduzieren, doch es regt sich auch Kritik. Nicht jeder ist von den Vorteilen überzeugt, und einige Experten befürchten im Gegenzug, dass die neuen Systeme den Fahrer ablenken oder sogar gefährliche Situationen heraufbeschwören könnten. Die neuen Regeln sind Teil der General Safety Regulation II, besser bekannt unter dem Kürzel GSR II. Diese europäische Verordnung wurde bereits vor einigen Jahren angekündigt und wird nun vollständig umgesetzt. Die Automobilhersteller haben ihre neuesten Modelle entsprechend angepasst, um sämtliche Anforderungen zu erfüllen. Lies auch: Eine falsche Entscheidung und das Campingzelt wird zur Sauna Geschwindigkeitsassistent sorgt für Diskussionen Ab sofort müssen Neuwagen serienmäßig über einen intelligenten Geschwindigkeitsassistenten, ein Notbremssystem, einen Spurhalteassistenten, eine Müdigkeitserkennung, eine Rückfahrkamera oder Parksensoren, ein Reifendruckkontrollsystem, eine Notstoppfunktion sowie eine Vorrüstung für eine Alkoholsperre verfügen. Einige dieser Systeme waren bei vielen Marken bereits verfügbar, jedoch oft nur in höheren Ausstattungslinien oder als aufpreispflichtige Option. Ab Juli gehören sie zur Serienausstattung. Insbesondere der intelligente Geschwindigkeitsassistent sorgt für Gesprächsstoff. Dieses System nutzt Verkehrszeichenerkennung und GPS-Daten, um kontinuierlich die geltende Höchstgeschwindigkeit zu ermitteln. Sobald der Fahrer zu schnell fährt, gibt das Fahrzeug eine Warnung aus. Je nach Automarke geschieht dies durch ein akustisches Signal, eine Vibration im Gaspedal oder eine Meldung im Kombiinstrument. Artikel geht unter dem Bild weiter. Das System greift normalerweise nicht aktiv ein, kann aber das Ansprechverhalten des Gaspedals drosseln. Der Fahrer kann jederzeit beschleunigen, indem er fest aufs Gas tritt – und genau hier liegt laut Experten ein wesentliches Problem: Die Verkehrszeichenerkennung arbeitet längst nicht immer fehlerfrei. Temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Baustellen, schlecht sichtbare Schilder oder falsch interpretierte Verkehrssituationen können dazu führen, dass das Auto ein falsches Tempolimit erkennt. Dies kann zu Irritationen oder unnötigen Warnungen führen. Auch der Spurhalteassistent steht regelmäßig in der Kritik. Die Technologie hilft dabei, das Auto durch subtile Lenkeingriffe innerhalb der Fahrspur zu halten. In der Theorie erhöht dies die Sicherheit, vor allem auf langen Autobahnetappen. In der Praxis empfinden einige Fahrer das System als aufdringlich, beispielsweise auf schmalen Landstraßen oder in Baustellenbereichen, in denen die Fahrbahnmarkierungen fehlen oder provisorisch angepasst wurden. Etliche Autofahrer deaktivieren diese Assistenzsysteme daher nach jeder Fahrt aufs Neue. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als früher. Die EU-Gesetzgebung schreibt vor, dass viele Sicherheitssysteme beim Fahrzeugstart automatisch aktiviert werden. Fahrer, die diese nicht nutzen möchten, müssen sie daher jedes Mal über das Infotainmentsystem oder mittels einer Schnellwahltaste, sofern der Hersteller eine solche anbietet, ausschalten. Trotz der Kritik verweist die Europäische Kommission auf umfangreiche Untersuchungen, die belegen, dass moderne Fahrerassistenzsysteme viele Unfälle verhindern können. Automatische Notbremssysteme erkennen beispielsweise Fußgänger, Radfahrer und stehende Hindernisse schneller als ein menschlicher Fahrer. Auch die Müdigkeitserkennung kann den Fahrer warnen, bevor Konzentrationsverlust zu gefährlichen Situationen führt. Die Automobilhersteller investieren derweil massiv in die Weiterentwicklung dieser Technologien. Kameras werden präziser, Radarsysteme erhalten eine größere Reichweite und die Software wird ständig aktualisiert. Mit fortschreitender Technik wird sich auch die Performance verbessern, während die Wahrscheinlichkeit von Fehlwarnungen sinkt. Anschaffungspreis könnte um tausende Euro steigen Für die Verbraucher hat die neue Regelung noch eine weitere Konsequenz. Da alle vorgeschriebenen Sicherheitssysteme serienmäßig verbaut werden müssen, steigen die Produktionskosten der Neuwagen. Branchenverbände erwarten, dass der Anschaffungspreis bei einigen Modellen dadurch um einige hundert bis tausend Euro höher ausfallen könnte. Gleichzeitig verfügen künftig auch Einstiegsmodelle über Sicherheitsfeatures, die vor wenigen Jahren noch ausschließlich im Premiumsegment zu finden waren. Die Einführung von GSR II markiert damit einen weiteren großen Schritt in der Entwicklung des modernen Automobils. Während es früher beim Thema Sicherheit vor allem um Airbags und Knautschzonen ging, verlagert sich der Fokus immer mehr auf Systeme, die versuchen, einen Unfall proaktiv zu verhindern. Lies auch: FIA bestätigt Startaufstellung für den Österreich-GP nach Strafenversetzung Lies auch: Hat Mercedes Max Verstappen für 2027 eine Absage erteilt? Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Eine falsche Entscheidung und das Campingzelt wird zur Sauna Formel 1 FIA bestätigt Startaufstellung für den Österreich-GP nach Strafenversetzung Formel 1 Hat Mercedes Max Verstappen für 2027 eine Absage erteilt? 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