Formel 1

Spektakuläre Aufnahmen: Neue Formel-1-Strecke zeigt Kurve mit 70 Metern Höhenunterschied

Spektakuläre Aufnahmen: Neue Formel-1-Strecke zeigt Kurve mit 70 Metern Höhenunterschied
Von A. Schenk 28. August 2026

Qiddiya City: Neues Rennstrecken-Projekt sprengt alle Entertainment-Grenzen

Neue Aufnahmen zeigen den aktuellen Baufortschritt des Qiddiya Speed Park bei Riad. In der Wüstenregion nahe der saudi-arabischen Hauptstadt entsteht eine neue Rennstrecke. Das absolute Highlight dieses Kurses ist eine verblüffende Eröffnungsschikane namens The Blade.

Das gigantische Bauwerk ragt 70 Meter in den Himmel, fast so hoch wie ein Wohnturm mit 20 Stockwerken. Damit bietet Saudi-Arabien der Königsklasse des Motorsports eine beispiellose, schwebende und freitragende Serpentine.

Auf neuen Bildern fallen die mächtigen Pfeilerkonstruktionen im Wüstensand ins Auge. Verantwortlich für das Design der Strecke sind der deutsche Rennstreckenarchitekt Hermann Tilke und der ehemalige Formel-1-Fahrer Alexander Wurz.

Die Strecke ist Teil des Großprojekts Qiddiya City im Rahmen der staatlichen Entwicklungsinitiative Vision 2030. Das Areal soll neben der Motorsportanlage unter anderem Freizeitparks wie die Achterbahn Falcon’s Flight, Hotels und ein Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 2034 umfassen.

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Weniger Abhängigkeit vom Öl

Das Projekt passt in die breit gefächerte Ambition Saudi-Arabiens, sich zu einer Destination für internationalen Sport und Entertainment zu entwickeln.

Mit der Vision 2030 strebt das Land danach, die Wirtschaft weniger abhängig vom Öl zu machen – Investitionen in prestigeträchtige Events und Bauwerke bilden dabei einen zentralen Bestandteil.

Ein spektakulärer Rundkurs, der die Aufmerksamkeit der globalen Motorsportwelt auf sich zieht, fügt sich nahtlos in dieses Ziel ein. Die markante Eröffnungsschikane The Blade illustriert den Wunsch, sich mit dieser Strecke von bestehenden Kursen abzuheben.

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https://x.com/SpeedSectorF1/status/2092205797480501742

Während die meisten Strecken ihren Charakter aus der Kurvenfolge auf flachem Terrain beziehen, setzt man hier auf einen dramatischen Höhenunterschied, der die Piloten buchstäblich in die Luft führt.

Die Beteiligung von Hermann Tilke am Entwurf ist vielsagend. Der deutsche Architekt zeichnete für zahlreiche moderne Formel-1-Strecken weltweit verantwortlich und sein Name steht als Garant für Kurse, die sowohl den strengen Sicherheitsanforderungen als auch den Wünschen der Organisatoren entsprechen.

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https://x.com/Nachez98/status/2091871260233875885

Die Zusammenarbeit mit Ex-Rennfahrer Alexander Wurz fügt dem Ganzen die Fahrerperspektive hinzu, was zu einer Strecke beitragen kann, die nicht nur beeindruckend aussieht, sondern auch fahrerisch anspruchsvoll ist.

Gleichzeitig wirft ein solch ambitioniertes Projekt Fragen zur Machbarkeit und den Kosten auf. Der Bau einer freitragenden Konstruktion von 70 Metern Höhe unter Wüstenbedingungen stellt hohe Anforderungen an die Technik und das Material.

Die Pfeilerkonstruktionen, die auf den jüngsten Bildern sichtbar sind, vermitteln einen Eindruck vom Umfang des Unterfangens. Die endgültige Ausführung wird jedoch zeigen müssen, ob das Design in der Praxis auch so funktioniert wie vorgesehen.

Die Einbettung in das größere Qiddiya-City-Projekt verdeutlicht die saudi-arabischen Ambitionen. Durch die Kombination der Rennstrecke mit Freizeitparks, Hotels und einem Fußballstadion für die WM 2034 entsteht ein Komplex, der auf ein breites Publikum und unterschiedlichste Unterhaltungsformen abzielt.

Der Kurs bildet lediglich ein Glied in einer viel größeren Strategie, um die Region als pulsierendes Zentrum für Tourismus und Spitzensport auf der Landkarte zu etablieren.

Für Motorsport-Fans verspricht die Strecke in jedem Fall eine bemerkenswerte Ergänzung des Kalenders zu werden, sollte sie tatsächlich Gastgeber für Rennen auf höchstem Niveau werden.

Ob The Blade sein spektakuläres Versprechen einlöst und wie sich die Strecke im Vergleich zu bestehenden Kursen schlägt, wird sich erst zeigen, wenn der Bau abgeschlossen ist und die ersten Autos die steile Serpentine tatsächlich erklimmen.

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