Formel 1

Sorgenfalten bei Mercedes: George Russell gerät unter Druck

Sorgenfalten bei Mercedes: George Russell gerät unter Druck

Nach Antonelli erwischt es auch Russell

George Russell erlebt derzeit seine stärkste Saison seit seinem F1-Debüt und hielt den Titelkampf am vergangenen Wochenende mit einem Sprint-Sieg in Zandvoort eindrucksvoll offen.

Dennoch droht dem Briten ein Rückschlag, für den er selbst absolut nichts kann.

In der Fabrik in Brackley wird nämlich bereits intensiv an einem Eingriff gerechnet, der ihn in den kommenden Monaten garantiert eine erhebliche Anzahl an Startplätzen kosten wird.

Mercedes hat unter dem neuen Reglement zwar das schnellste Auto im Feld gebaut, doch die Technik erwies sich als anfällig – und das kommt das Team nun teuer zu stehen.

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Vierte und letzte Antriebseinheit bereits im Einsatz

Die Motorenformel 2026 sorgt in der gesamten Boxengasse für Zuverlässigkeitssorgen, doch bei Mercedes häuften sich die Defekte auffallend schnell.

Russell fiel in Kanada mit einem Batterieproblem aus, während Antonelli zwei Rennen später in Barcelona durch eine elektrische Störung gestoppt wurde.

Beide Piloten sind daher bereits mit ihrem vierten und laut Reglement letzten erlaubten Verbrennungsmotor unterwegs. Bei Russell ist die Situation besonders heikel, da sein Aggregat in Ungarn zusätzlich Schaden nahm. „Es gibt dort einen ordentlichen Riss,“ so Wolff damals in Budapest.

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Für Antonelli hat das Team die Entscheidung mittlerweile getroffen. Der WM-Spitzenreiter bekommt bei seinem Heimrennen in Monza eine komplett neue Power Unit in seinen W17 geschraubt und startet daher vom Ende des Feldes.

Die langen Geraden des italienischen Hochgeschwindigkeitskurses bieten laut den Mercedes-Rechenmodellen die besten Chancen, einen solchen Rückstand wieder aufzuholen.

„Bei Kimi tauschen wir das komplette Paket aus. Theoretisch sagen unsere Berechnungen, dass dies die beste Strecke ist, um die Strafe zu kassieren. Algorithmen berücksichtigen natürlich nicht die Nationalität eines Fahrers, aber wir kämpfen hier um den WM-Titel und wollen so viele Punkte wie möglich holen, statt auf die beste PR zu schielen. Das ist es, was wir tun werden. Bei George laufen die Gespräche noch, wo wir die Strafe nehmen,“ erklärte Wolff.

Baku im Gespräch

Dass auch Russell in dieser Saison eine fünfte Antriebseinheit benötigen wird, steht fest. Nur der Ort ist noch offen. Baku wäre ein logischer Kandidat, da der Stadtkurs in Aserbaidschan mit seinen kilometerlangen Vollgaspassagen bereits als Alternative für Antonelli in Erwägung gezogen wurde, bevor sich Mercedes endgültig für Monza entschied.

Der stellvertretende Teamchef Bradley Lord ließ bereits Anfang der Woche wissen, dass es beide Autos treffen wird.

„Wenn man sich ansieht, wie viele Komponenten wir in der ersten Saisonhälfte verbraucht haben, ist es fast unvermeidlich, dass zu einem gewissen Zeitpunkt Strafen folgen werden. Realistisch betrachtet wird es schwierig, das Saisonende mit der Hardware zu erreichen, die wir aktuell zur Verfügung haben,“ so Lord gegenüber unter anderem The Race.

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