Formel 1 Schumacher-Geheimnis gelüftet: Enger Vertrauter sicher: „Er hat es mit Absicht getan“ BRACKLEY, UNITED KINGDOM - DECEMBER 23: In this handout image provided by Mercedes GP, Michael Schumacher poses on December 23, 2009 in Brackley, England. The Mercedes GP Petronas Formula One team have confirmed that 7-times Formula One World Champion Michael Schumacher will make his racing return in 2010 with the Silver Arrows team. (Photo by Mercedes GP via Getty Images) Von A. Schenk 11. April 2026 F1-News Ferrari Formel 1 Max Verstappen Jahrelang schwieg er eisern – jetzt bricht Jean Todt sein Schweigen. Jean Todt heeft decennialang gezwegen over twee van de meest controversiële momenten in de Formule 1-geschiedenis. Nun, da der ehemalige Ferrari-Teamchef und Ex-FIA-Präsident seine Memoiren vorlegt, hat er sein Schweigen gebrochen – und zwar auf eine Weise, die seine eigene Verteidigung von Michael Schumacher vollständig untergräbt. In einem Gespräch mit Jake Humphrey für den High Performance-Podcast bestätigte Todt, was viele schon immer vermutet hatten, Ferrari aber jahrelang bestritt: Schumacher handelte sowohl in Monaco 2006 als auch in Jerez 1997 mit voller Absicht. Und beide Aktionen kosteten ihn letztlich die Weltmeisterschaft. Das Qualifying von Monaco im Jahr 2006 blieb jahrelang eine offene Wunde in der Formel 1. Schumacher lag zu diesem Zeitpunkt auf Pole Position, entschied sich aber in seiner letzten Runde, in der engen Rascasse-Kurve stehen zu bleiben, wodurch Fernando Alonso seine letzte fliegende Runde nicht beenden konnte. Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada Schumacher erhielt eine Grid-Strafe – Todt sprach von einem Fehler Die Stewards befanden, dass er absichtlich langsam fuhr, und versetzten ihn ans Ende der Startaufstellung. Todt behauptete damals, sein Fahrer sei fair gefahren und habe unter Druck einen Fehler begangen. Jetzt sagt der ehemalige Teamchef etwas ganz anderes. „Er hat es mit Absicht getan, aber das Ganze kam wie ein Bumerang zu ihm zurück“, so Todt. „Es hat ihn die Meisterschaft gekostet.“ Noch tiefgreifender ist sein Rückblick auf Jerez 1997. Der Titelkampf zwischen Schumacher und Jacques Villeneuve mündete in eine der meistdiskutierten Kollisionen des Sports. Als Villeneuve versuchte, Schumacher zu überholen, zog der Deutsche mit seinem Auto nach innen. Villeneuve entkam und fuhr zum Sieg sowie zum Weltmeistertitel. Schumacher wurde aus der Wertung der Fahrer-Weltmeisterschaft gestrichen. Ferrari stellte es damals als unglückliche Verkettung von Umständen dar. Todt lässt nun keinen Raum mehr für Interpretationen. „Er ist ihm absichtlich reingefahren, hat es aber schlecht gemacht. Jedes Mal, wenn Michael die Kontrolle verlor, hat er teuer dafür bezahlt.“ Artikel geht weiter unter der Abbildung. „In Jerez kostete es ihn die Meisterschaft. Genau wie Monaco 2006 ihn die Meisterschaft kostete.“ „Beide Fehler, die er gemacht hat, haben ihn den Titel gekostet“, so Todt. Dennoch geht Todt nicht so weit, Schumacher zu verurteilen. Er zeichnet ein anderes Bild des siebenmaligen Weltmeisters – das eines Rennfahrers, der am Limit fahrend von seinen Emotionen übermannt wurde. „Es war einfach eine Emotion. Deshalb muss man sehr nachsichtig sein, wenn man jemanden beurteilt, der gerade mitten im Renngeschehen steckt.“ „Es ist einfach, am Tisch zu sitzen und zu sagen, was jemand hätte tun sollen. Aber in der Action reagiert das Gehirn anders.“ „Als er sah, dass er die Weltmeisterschaft nicht gewinnen würde, versuchte er etwas und machte einen Fehler.“ „Ein schlechtes Manöver, das nicht nötig war“, sagt der ehemalige Teamchef. Diese Worte enthalten eine subtile Nuance. Todt verurteilt nicht, sondern erklärt. Der kalkulierende Champion wurde im entscheidenden Moment von seinen Instinkten eingeholt. Schumachers Vermächtnis ruht auf sieben Weltmeistertiteln, vier Konstrukteurstiteln mit Ferrari und einer beispiellosen Dominanz in den frühen 2000er-Jahren. Aber dieses Erbe wurde auch immer von den Fragen zu Jerez und Monaco begleitet. Todt war jahrelang sein treuester Verteidiger. Seine neue Offenheit macht aus Schumacher keine kleinere Legende, sondern eine menschlichere. Der Mann, der den Sport beherrschte wie kaum ein anderer, erwies sich als anfällig für jene Impulse, die in jedem Spitzensportler lauern. Dass Todt dies nun einräumt, verleiht dem ohnehin komplexen Porträt eines Rennfahrers, über den die Diskussionen nie verstummen werden, zusätzliche Tiefe. Schumacher selbst ist nach seinem Skiunfall im Dezember 2013 aus der Öffentlichkeit verschwunden. Sein Zustand bleibt weiterhin ein wohlgehütetes Familiengeheimnis. Todts Worte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Erinnerung an den Deutschen lebendiger denn je ist – auch dank seiner Tochter Gina, die kürzlich über die Zeit nach dem Unfall sprach und über ihre Dokumentation einen seltenen Einblick in das Leben der Familie Schumacher gab. Lies auch: Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1 Lies auch: Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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