Formel 1 Schlechte Nachrichten für die Oranje-Fans: Max Verstappen dämpft die Erwartungen BARCELONA, SPAIN - JUNE 12: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on in the garage during practice ahead of the F1 Grand Prix of Barcelona-Catalunya at Circuit de Barcelona-Catalunya on June 12, 2026 in Barcelona, Spain. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) Von A. Schenk 15. Juni 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Spanien Max Verstappen Red Bull Verstappens vierter Platz in Barcelona wirkte auf dem Papier solide, doch das Ergebnis täuschte darüber hinweg, wie weit Red Bull inzwischen abgefallen ist. Max profitierte nämlich von den späten Ausfällen von Kimi Antonelli und Charles Leclerc, denn ohne dieses Pech wäre er nie so weit vorne gelandet. Den Großteil des Nachmittags lag er hinter Mercedes, Ferrari und McLaren, mit deutlichem Rückstand auf Sieger Lewis Hamilton und Podestgast Lando Norris. Für Red Bull war es erneut ein harter Schlag. Nach dem frühen Aus in Monaco hatte das Team gehofft, dass der RB22 in Spanien gegen die direkte Konkurrenz besser abschneiden würde. Das geschah nicht, denn das Wochenende zeigte, dass der Rückstand nach wie vor besteht und sich vorerst nicht so schnell schließen lässt. Verstappen qualifizierte sich als Fünfter, startete auf gebrauchten Soft-Reifen und stoppte früh, nachdem er in der Anfangsphase kaum Boden gutmachen konnte. Ein Virtual Safety Car half ihm später auf einen frischen Satz Mediums, wenngleich das Podium auch dann rein vom Speed her außer Reichweite blieb. Teamkollege Isack Hadjar wurde Sechster, war jedoch mit einer Runde Rückstand unterwegs, was den Unterschied zur Spitze schmerzhaft verdeutlichte. Lies auch: FIA-Präsident bestätigt: Formule 1 erhält neues Motorenreglement – Das ist die künftige Power-Unit P4 Der viermalige Weltmeister nahm nach dem Rennen kein Blatt vor den Mund. „Es ist klar, dass wir meiner Meinung nach immer noch hinter Ferrari, Mercedes und McLaren liegen, denn wir landen eigentlich hinter jedem von ihnen. Wir stehen als Team also noch auf P4. Vielleicht etwas besser, aber es ist noch nicht da, wo wir sein wollen“, sagte Verstappen gegenüber den anwesenden Medien. „Es ist ein laufender Prozess und ich hoffe, dass wir bald etwas mehr Performance finden können.“ Die Tabelle macht die Situation nicht besser. Mercedes führt die Konstrukteursweltmeisterschaft an, Ferrari machte nach dem Upgrade-Paket in Barcelona einen Sprung nach vorne und McLaren bleibt in der Lage, um das Podium mitzufahren. Artikel geht weiter unter dem Bild. Red Bull hat in dieser Saison erst ein Podium zu verzeichnen, erzielt durch Verstappen in Montreal. Der Kalender bietet keine unmittelbare Entlastung, denn die kommenden Rennen auf dem Red Bull Ring und in Silverstone finden auf schnellen Strecken mit hohem Energiebedarf statt, während auch der Hungaroring schwierig werden könnte, falls das Auto anfällig bleibt und es an Grip fehlt. Verstappen erwartet daher keine schnelle Kehrtwende. „Im Großen und Ganzen sind wir immer noch das vierte Team, das wird sich also auf keiner der kommenden Strecken wirklich ändern. Es sei denn natürlich, man bringt Performance, denn wir lösen es nicht, indem wir im Mittelfeld hängen bleiben“, so Verstappen. „Wer Upgrades bringt, macht einen Sprung. Es hängt einfach davon ab, wer stetig die größte und beste Verbesserung liefert.“ FIA zeigt auf Red Bull Genau an diesem Punkt steckt Red Bull fest, denn die FIA hat Red Bull-Ford als den stärksten Verbrennungsmotor für 2026 identifiziert. Dadurch ist das Team das einzige, das keinen Anspruch auf die sogenannten ADUO-Concessions hat – jenes System, mit dem zurückliegende Hersteller zusätzliche Motor-Upgrades und mehr Budget-Spielraum erhalten können. Mercedes darf aufgrund eines Rückstands zwischen zwei und vier Prozent ein Update durchführen, während Ferrari, Audi und Honda jeweils zwei bringen dürfen, da ihr Abstand größer als vier Prozent ist. Red Bull nimmt diese Bewertung nicht einfach so hin und hat die FIA um Aufklärung sowie eine Neuberechnung gebeten. Teamchef Laurent Mekies reagierte entsprechend nüchtern, als ihm zum besten Motor gratuliert wurde. „Es ist noch etwas früh für Glückwünsche“, sagte der Franzose. Es steht viel auf dem Spiel, da die Zugeständnisse nicht nur für 2026 gelten, sondern auch Auswirkungen auf 2027 und teilweise auf 2028 haben. Damit blickt Verstappen auf den schwierigsten Saisonstart seit seinem Debütjahr 2015. Der Limburger holt immer noch Ergebnisse aus einem Auto heraus, das dies eigentlich nicht verdient, aber Barcelona hat gezeigt, wie gering seine Fehlermarge ist, solange der RB22 nicht das Tempo der Top-Drei-Teams erreicht. Lies auch: Jeremy Clarkson kann es nicht lassen: Seitenhieb gegen Lewis Hamilton nach historischem Sieg Lies auch: Virgil van Dijk suchte Kontakt zu Verstappen: Das schrieb er ihm kurz vor Niederlande gegen Japan Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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