Formel 1 Lewis Hamilton sendet vor dem GP von Barcelona Warnung an George Russell Screenshot Von A. Schenk 14. Juni 2026 F1-News Formel 1 George Russell Lewis Hamilton Hamilton wittert seine Chance und setzt in Barcelona auf die Sensation. Selbst Formel-1-Piloten, die sieben Mal Weltmeister wurden und Kim Kardashian zu ihrem Freundeskreis zählen dürfen, erleben ab und zu noch eine Premiere: Lewis Hamilton startet am Sonntag zum ersten Mal seit seinem Wechsel von Mercedes zu Ferrari aus der ersten Startreihe eines Grand Prix. Der Rekordweltmeister qualifizierte zich in Barcelona als Zweiter und musste sich Polesetter George Russell um lediglich 0,064 Sekunden geschlagen geben. Für Hamilton dürfte sich P2 wie ein wichtiges Signal anfühlen, dass Ferrari endlich näher an Mercedes herankommt. Russell sicherte Mercedes die zehnte Pole Position seiner Formule-1-Karriere. Hamilton gelang es jedoch, den zweiten Mercedes von Andrea Kimi Antonelli zu schlagen und fuhr damit sein bestes Qualifying-Ergebnis seit dem Großen Preis von Großbritannien 2024 ein. Interessanterweise stand Russell auch damals auf der Pole, während Hamilton schlussendlich das Rennen gewinnen konnte. Nach dem Qualifying zeigte sich Hamilton sichtlich zufrieden. Lies auch: FIA-Präsident bestätigt: Formule 1 erhält neues Motorenreglement – Das ist die künftige Power-Unit Hamilton verließ die Strecke für einen Reset „Glückwunsch an George, aber wir sind in einer sehr guten Position, um morgen anzugreifen. Wir haben ein Rennen“, sagte der Brite. „Dass wir mit weniger als einer Zehntelsekunde Rückstand so nah an Mercedes dran sind, zeigt, wie viel Arbeit in der Fabrik in die neuen Upgrades gesteckt wurde.“ „Wir müssen die Entwicklung weiter vorantreiben und hoffentlich können wir morgen endlich mit diesen Jungs mithalten.“ Diese starke Performance kam nicht von ungefähr. Hamilton musste am Freitag im ersten freien Training sein Auto an einen Junior abgeben und fühlte sich deshalb das ganze Wochenende über etwas im Hintertreffen. Vor dem Qualifying entschied sich der Brite sogar für einen ungewöhnlichen Ansatz: Zwischen dem dritten freien Training und dem Qualifying verließ er die Strecke, um seine mentalen Akkus aufzuladen. „Zum ersten Mal in meiner Karriere bin ich zwischen FP3 und dem Qualifying von der Strecke weggegangen“, verriet Hamilton. Artikel geht weiter unter dem Bild. „Ich dachte mir: Ich muss hier mal kurz raus. Ich ging zurück in mein Motorhome, verfolgte das Engineering-Meeting über mein Telefon und versuchte, einen Reset zu machen.“ „Danach kam ich zurück und fühlte mich sofort besser.“ Russell war am Ende einen Tick schneller und bescherte Mercedes eine weitere wichtige Statistik: Es war die bereits 256. Pole Position für ein Auto mit Mercedes-Motor in der Geschichte der Formel 1. Damit stellt die deutsche Marke den Rekord von Ferrari ein. Für Russell kam die Pole zudem zu einem wichtigen Zeitpunkt. Der Brite blickte auf eine schwierige Serie von Rennen zurück und musste mitansehen, wie Teamkollege Kimi Antonelli in der Meisterschaft davon zog. Der junge Italiener hat sich mittlerweile einen Vorsprung von 68 Punkten erarbeitet. Russell wirkte nach dem Zeittraining entsprechend befreit. „Ich fühle mich wieder wie früher. Ich habe das Gefühl, dass ich in jeder Runde das liefere, was ich liefern muss, und wieder um die vorderen Plätze kämpfe.“ „In den letzten Rennen lief es aus verschiedenen Gründen nicht nach Plan, aber dieses Wochenende bin ich mit einer weißen Weste gestartet.“ Antonelli war selbst nicht zufrieden mit P3 Antonelli qualifizierte sich als Dritter, war jedoch unzufrieden. Laut dem Italiener verlor er auf seiner letzten schnellen Runde Zeit, da ihm am Ende der Runde die Batterieleistung ausging. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach von einem kleinen Fehler beim Energiemanagement. Bei Ferrari verlief das Qualifying für Charles Leclerc hingegen dramatisch. Der Monegasse crashte und schied vorzeitig aus. Nach Sessionende gab er an, dass er sich für seinen Fehler schäme. Lando Norris komplettierte die Top Vier, hat aber keine hohen Erwartungen an das Rennen. Laut dem McLaren-Piloten fehlt es seinem Auto an Grip und Stabilität am Heck. Daher schätzt er die Chance als gering ein, in den Kampf gegen Mercedes und Ferrari eingreifen zu können. Alle Augen sind daher auf Hamilton und Russell gerichtet. Für Ferrari bietet Barcelona möglicherweise die erste echte Chance der Saison, Mercedes unter Druck zu setzen. Hamilton glaubt jedenfalls fest daran, dass der Abstand so gering wie noch nie ist. Am Sonntag wird sich zeigen, ob das auch über die volle Renndistanz gilt. 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