Formel 1

FIA greift durch: Harte Zeitstrafe gegen Kimi Antonelli

FIA greift durch: Harte Zeitstrafe gegen Kimi Antonelli
BARCELONA, SPAIN - JUNE 14: Andrea Kimi Antonelli of Italy and Mercedes AMG Petronas F1 Team looks on from the grid during the F1 Grand Prix of Barcelona-Catalunya at Circuit de Barcelona-Catalunya on June 14, 2026 in Barcelona, Spain. (Photo by Kym Illman/Getty Images)

Kimi Antonelli verlässt den Circuit de Barcelona-Catalunya doch noch mit einer Strafe im Gepäck

Die Stewards belegten den Mercedes-Piloten nach dem Grand Prix mit einer Zeitstrafe von fünf Sekunden, da er die Track Limits wiederholt missachtet hatte.

Kimi Antonelli verließ während des Rennens viermal die Strecke, jedes Mal in Kurve 10. Vier solcher Verstöße ziehen automatisch eine Fünf-Sekunden-Strafe nach sich. Die Rennkommissare hatten zunächst nur drei Vergehen registriert und bemerkten den vierten Regelverstoß erst später.

Der Nachwuchsfahrer musste seinen Boliden vier Runden vor Schluss am Streckenrand abstellen, nachdem sein Auto den Geist aufgegeben hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er gerade George Russell überholt und lag auf dem zweiten Platz. Durch den Ausfall wurde er als 16. gewertet, da er mehr als 90 Prozent der Distanz zurückgelegt hatte.

Die FIA wird die Strafe nicht in eine Grid-Strafe für das nächste Rennen in Österreich umwandeln. Die Richtlinien für die Stewards sind in diesem Punkt eindeutig.

„In Fällen, in denen eine einzelne Fünf-Sekunden-Strafe vorliegt, die ein Fahrer aufgrund eines Ausfalls nicht absitzen kann, wandeln die Stewards diese nicht in eine Startplatzstrafe für ein folgendes Rennen um“, heißt es im Reglement.

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Warnung vom Team

Renningenieur Peter Bonnington warnte seinen Fahrer bereits frühzeitig, dass er das Limit dreimal überschritten habe und ein viertes Mal eine Strafe bedeuten würde.

Auf der anderen Seite der Boxenmauer hörte Lando Norris von seinem Ingenieur, dass Antonelli laut McLaren bereits vier Verstöße auf dem Konto hatte, während die Rennleitung diesbezüglich noch nichts gemeldet hatte.

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McLaren sollte recht behalten. Die drei zuerst registrierten Verstöße ereigneten sich um 15:31 Uhr, 15:38 Uhr und 15:42 Uhr Ortszeit. Die Rennleitung wies die Stewards jedoch auf ein früheres Verlassen der Strecke um 15:16 Uhr hin, das dem Team von Norris aufgefallen war.

Dadurch wurde die endgültige schwarz-weiße Warnflagge erst nach seinem vierten Fehler eingeblendet anstatt nach dem dritten.

Nachteil für Norris

Der Zeitpunkt des vierten Verstoßes macht die Angelegenheit brisant. Antonelli beging ihn nämlich zwölf Minuten vor seinem zweiten Boxenstopp. Hätten die Stewards den Fehler bereits damals erkannt, hätte er die fünf Sekunden bei diesem Stopp absitzen müssen und eine Position an Norris verloren.

Die Stewards räumten den Verfahrensfehler ein, nahmen die Strafe selbst aber nicht zurück.

„Die Stewards erkennen an, dass der Fahrer nach seinem dritten Verstoß keine schwarz-weiße Flagge erhielt, sondern erst nach seinem vierten, da ein früherer Verstoß erst später im Rennen entdeckt wurde. Auf Basis des aktuellen Reglements und der Driving Standards Guidelines entbindet dies den Fahrer jedoch nicht von der Pflicht, sich an die Regeln zu halten“, hieß es in der Begründung.

Gleichzeitig plädierten die Stewards für eine Überprüfung des Verfahrens. „Da die betreffenden Richtlinien gewisse Unklarheiten aufweisen könnten, empfehlen die Stewards der FIA, die aktuellen Abläufe und Richtlinien so schnell wie möglich neu zu bewerten“, so das Gremium.

Kein anderer Pilot kam in Barcelona auf mehr als zwei Überschreitungen der Streckenbegrenzungen. Bereits früher in dieser Saison kassierte Antonelli eine Fünf-Sekunden-Strafe für das gleiche Vergehen im Sprintrennen von Miami.

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Sportlich gesehen behält Antonelli seine Führung in der Meisterschaft. Lewis Hamilton feierte in Spanien seinen ersten Sieg für Ferrari und sicherte sich 25 Punkte, wodurch der Vorsprung des Italieners von 66 auf 41 Zähler schrumpfte.

Hinter Hamilton kamen George Russell und Lando Norris ins Ziel, was das erste rein britische Podium seit 1968 bedeutete. Für Antonelli zählt vor allem, dass er trotz des verpassten Sieges und des Ausfalls weiterhin mit deutlichem Vorsprung die Tabelle anführt.

Da der Italiener bereits ausgeschieden war, hatte die Sanktion keine Auswirkungen mehr auf sein Klassement.

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