Formel 1

Rundenzeiten von Charles Leclerc und Lewis Hamilton nach hartem Durchgreifen durchgesickert

Rundenzeiten von Charles Leclerc und Lewis Hamilton nach hartem Durchgreifen durchgesickert
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 16: Charles Leclerc of Monaco and Scuderia Ferrari and Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari at the 2025 F1 drivers photo call prior to the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 16, 2025 in Melbourne, Australia. (Photo by Bryn Lennon - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Ferrari testet großes Upgrade in Monza: Rundenzeiten von Hamilton und Leclerc bekannt

Während sich der Rest der Formel-1-Welt auf den Grand Prix von Miami vorbereitet, rückt Ferrari mit einem Auto an, das sich optisch deutlich von den Boliden der ersten drei Saisonrennen unterscheidet.

Das Team testete ein umfangreiches Paket neuer Teile auf dem Autodromo Nazionale Monza, und die dabei erzielten Rundenzeiten sind mittlerweile an die Öffentlichkeit gelangt.

Beide Top-Piloten saßen beim Testtag auf der Heimstrecke der Scuderia am Steuer. Charles Leclerc absolvierte 19 Runden und setzte eine Bestzeit von 1:27.138 Minuten. Lewis Hamilton war etwas schneller und notierte nach 15 Runden eine Zeit von 1:26.585 Minuten.

Die Zeiten sind jedoch nicht direkt mit regulären Rennrunden vergleichbar, da der Test mit hoher Spritlast und Reifenmischungen stattfand, die nicht mit denen aus Qualifying oder Rennen korrespondieren. Das macht einen direkten Vergleich mit den Rennzeiten irreführend.

Um die Differenz einzuordnen: Max Verstappen fuhr im vergangenen Jahr auf derselben Strecke eine Pole-Position in 1:18.792 Minuten. Leclerc qualifizierte sich damals als Vierter mit einer 1:19.007, Hamilton als Fünfter mit 1:19.124. Die Lücke von fast acht Sekunden zwischen den Testzeiten und den Vorjahres-Werten im Qualifying sagt also wenig über die tatsächliche Performance der neuen Komponenten aus. Entscheidend ist, dass beide Fahrer wertvolle Daten über das Verhalten der Upgrades auf der Strecke sammeln konnten.

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Alle Upgrades gleichzeitig in Miami

Die ursprüngliche Planung von Ferrari sah ganz anders aus. Nach dem dritten Saisonrennen in Japan wollte das Team die Upgrades bereits bei den Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien bringen. Beide Rennen wurden abgesagt, woraufhin Ferrari den Ansatz änderte. Das Team hat alle Ressourcen gebündelt und präsentiert die Upgrades nun als Gesamtpaket beim vierten Saisonlauf in Miami.

Das bedeutet, dass das Team einen größeren Entwicklungsschritt auf einmal macht als ursprünglich geplant. Die Testsession in Monza war die letzte Generalprobe, bevor die Teile den Flug Richtung Florida antraten. Dass der Test überhaupt stattfand und beide Fahrer Kilometer abspulten, deutet darauf hin, dass Ferrari mit der Funktionsweise der neuen Komponenten zufrieden ist.

Teamchef Fred Vasseur hatte zuvor betont, dass das Team bei der systematischen Einführung neuer Teile überlegt vorgeht und nichts dem Zufall überlässt. Die kommenden Upgrades werden somit gezielt beim nächsten Rennen eingesetzt.

Eine der auffälligsten Neuerungen am Auto ist die Rückkehr des „Macarena“-Heckflügels. Vasseur erklärte nach China, dass das Design noch nicht reif für den Renneinsatz sei und man mehr Testkilometer benötige. Diese wurden nun absolviert, und das Team ist nun ausreichend überzeugt, um den Flügel in Miami während eines offiziellen Rennwochenendes einzusetzen.

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Finnen-Elemente und modifizierter Unterboden

Auch ein weiteres Bauteil, das bereits in China zu sehen war, kehrt in Miami zurück. An der Basis des Halo werden neue finnenähnliche Elemente montiert, welche den Luftstrom um das Cockpit herum aktiv leiten.

Die Strömung wird gezielt auf den Motoreinlass und die hintere Karosserieleitfalle gerichtet, was einen kleinen, aber nachweisbaren aerodynamischen Gewinn bringt.

Der Vorteil macht sich vor allem bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar und kann sich über die gesamte Runde zu einem relevanten Zeitunterschied summieren. Ferrari erwartet, dass der Gewinn im High-Speed-Bereich gerade auf einer Strecke wie Miami spürbar sein wird.

Das wichtigste Element des Pakets ist jedoch der komplett überarbeitete Unterboden. Der Unterboden ist bei einem modernen Formel-1-Auto von zentraler Bedeutung, da er den Abtrieb und die aerodynamische Balance des Fahrzeugs maßgeblich beeinflusst.

Ein neuer Unterboden bedeutet in den meisten Fällen eine veränderte Fahrzeugcharakteristik und erfordert daher auch Anpassungen beim Set-up. Ferrari bringt nach Miami zusätzlich einen neuen Frontflügel mit. Am Antriebsstrang werden für dieses Wochenende keine komplexen Komponenten verändert; das Team konzentriert sich voll und ganz auf die aerodynamische Seite des SF-24.

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