Formel 1

Robert Doornbos vermeldet Neuigkeiten zum Vertrag von Max Verstappen

Robert Doornbos vermeldet Neuigkeiten zum Vertrag von Max Verstappen
Robert Doornbos posing for a portrait at Vleugels To The Max exhibition in the Koepel in Breda, The Netherlands on December 3, 2021 // Tom Doms / Red Bull Content Pool // SI202112030363 // Usage for editorial use only //

Fest steht: Die Zukunft von Max Verstappen hält die Formel 1 fest im Griff.

Während sich die Gerüchte über ein Sabbatjahr und einen Abschied von Red Bull häufen, weigert sich der ehemalige Formel-1-Pilot Robert Doornbos, an ein Szenario zu glauben, in dem der viermalige Weltmeister einfach zu Hause bleibt. Seine Prognose ist eindeutig: Verstappen steht vor einem absoluten Top-Transfer.

Grund für die Spekulationen ist der enttäuschende Saisonauftakt. In den ersten drei Grands Prix des Jahres 2026 gelang es Max Verstappen bisher nicht, in die Top 5 zu fahren.

Die neuen F1-Autos, die aufgrund des drastisch erhöhten Anteils des elektrischen Antriebssystems ein komplett anderes Fahrverhalten an den Tag legen, frustrieren Verstappen zutiefst.

Er bezeichnete die Boliden bereits als Mario Kart, als Witz und Anti-Racing. Zudem stellte er klar, dass jeder, der die neuen Überholvorgänge mittels Batterie-Boosts genießt, schlichtweg nicht verstehe, was echtes Racing ausmacht.

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Sabbatjahr oder Top-Transfer?

Im Race Café von Ziggo Sport ließ sich Robert Doornbos nicht auf das Szenario einer Auszeit ein. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er nach Hause geht und ein Sabbatjahr einlegt. Der Vertrag bei Red Bull hat keinen großen Wert mehr. Wenn er sagt: ‚Ich höre am Ende dieses Jahres auf‘, dann hört er auch auf. Es gibt keinen Anwalt, der ihn zurück ins Auto drücken wird – diesen Respekt genießt er bei Red Bull.“

Der Experte hält einen Wechsel zu einem Topteam für deutlich realistischer. Sein Favorit als Ziel für Verstappen ist Mercedes. „Da sage ich weiterhin Mercedes. Ich habe seinen Vater Jos gefragt: ‚Hättet ihr rückblickend nicht doch unterschreiben sollen?‘ Aber sie dachten, wenn Horner weg ist, würde das Team wieder gut werden. Und das war es im letzten Jahr ja auch; es war das größte Comeback in der Geschichte des Sports. Die Ruhe kehrte sofort ein.“

„Horner war also weg, und das Team konnte funktionieren, ohne dass das Damoklesschwert über allem schwebte. In diesem Jahr haben sie es aber nicht gut hinbekommen.“

Ausstiegsklausel Verstappen

Ob ein Transfer tatsächlich möglich ist, hängt vom Kleingedruckten in Verstappens Vertrag ab. Sein Red-Bull-Deal läuft formell bis Ende 2028, enthält jedoch eine Ausstiegsklausel, die ihm einen Abgang ermöglicht, falls er zu einem bestimmten Zeitpunkt der Saison nicht unter den ersten zwei der Weltmeisterschaft steht.

Diese Klausel kann zwischen August und Oktober gezogen werden. Aktuell belegt Verstappen mit lediglich 12 Punkten den neunten Platz in der Fahrerwertung, 51 Zähler hinter dem Zweitplatzierten George Russell. Angesichts des starken Starts von Mercedes ist es äußerst wahrscheinlich, dass er die Klausel aktivieren kann.

ESPN enthüllte, dass die Klausel speziell auf Wunsch von Verstappen in den Vertrag aufgenommen wurde, da er schon lange Bedenken bezüglich des 2026-Reglements hatte. Er forderte einen vertraglichen Ausweg, noch bevor er wusste, wie schlecht sich die Autos tatsächlich anfühlen würden.

Der Name Mercedes fällt im Zusammenhang mit Verstappen schon länger. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies betonte hingegen, dass die einzige Lösung ein schnelleres Auto sei. „Wir führen null Diskussionen über andere Aspekte. Wir haben viel Arbeit vor uns, aber sobald wir ihm ein schnelles Auto geben, wird er ein viel glücklicherer Max sein“, so der Franzose.

Ob das jedoch ausreicht, um Verstappen zu halten, bleibt fraglich. Hinter den Kulissen laufen bei Mercedes bereits seit Mitte 2025 Gespräche über Verstappen, auch wenn Teamchef Toto Wolff öffentlich erklärt hat, voll hinter Russell und Antonelli zu stehen.

Doornbos sieht auch Ferrari als Option, hält dieses Szenario jedoch für weniger realistisch. Er weist auf die Anziehungskraft hin, die das italienische Team auf große Namen ausübt: „Das ist es natürlich. Schau dir Lewis Hamilton an, Alonso oder Vettel. Sie haben es alle versucht oder versuchen es noch immer. Es ist nicht so einfach, dort erfolgreich zu sein.“

Verstappen selbst sagte früher, dass Ferrari zwar ein Traumteam sei, er das schnellste Auto aber immer über alles stelle. „Ich weiß, dass Ferrari eine großartige Geschichte hat und es ein tolles Team ist, für das man fahren kann, aber ich habe mir immer gesagt, dass ich einfach im schnellsten Auto sitzen will“, so der Niederländer. Solange Ferrari das 2026er-Reglement nicht besser im Griff hat als derzeit, scheint dieser Weg also versperrt.

Sabbatjahr ebenfalls eine reale Option

Dennoch bleibt das Sabbatjahr-Szenario präsent. Quellen aus dem Umfeld von Verstappen ließen gegenüber ESPN verlauten, dass er eher zu einem Sabbatjahr als zu einem endgültigen Rücktritt neige. Gleichzeitig gibt es nie eine Garantie auf eine Rückkehr, sobald ein Fahrer den Sport verlässt – selbst nicht für jemanden seines Kalibers.

The Telegraph berichtete, dass Red Bull in Erwägung zieht, Verstappen auch während eines eventuellen Sabbatjahres weiter zu bezahlen – mit seinem geschätzten Jahresgehalt von 60 Millionen Euro. Dies in der Hoffnung, dass er zurückkehrt, sobald das Reglement angepasst wird. Eine bemerkenswerte Konstruktion, die zeigt, wie groß die Panik bei der Softdrink-Marke mittlerweile ist.

Doornbos glaubt jedenfalls nicht an einen leisen Abschied. Verstappen wird Rennen fahren, und wenn er das nicht mehr bei Red Bull tut, dann woanders. Die Frage ist nur, wo.

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