Formel 1

Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen

Niederländer lehnt Red-Bull-Offerte vorerst ab

Max Verstappen hat bestätigt, dass Red Bull Racing bezüglich einer Vertragsverlängerung an ihn herangetreten ist, doch der viermalige Weltmeister lässt das Angebot vorerst liegen. Sein aktueller Kontrakt läuft bis Ende 2028, und Verstappen sieht keinen Grund zur Eile.

„Das ist im Moment nicht meine größte Sorge, denn ich habe noch zwei Jahre. Ich muss erst einmal für mich selbst entscheiden, ob ich überhaupt über 2028 hinaus weitermachen will.“

Der Limburger gab sich im Gespräch mit niederländischen Medien in Monaco gewohnt offenherzig und bestätigte ohne Umschweife, dass Red Bull ihn für einen neuen Deal kontaktiert hat. Dass sein Arbeitgeber ihn gerne langfristig halten möchte, versteht er zwar, verspürt jedoch keine Dringlichkeit.

„Sonst hätte ich wohl einen Vertrag bis 2040 unterschrieben“, scherzte er mit Blick auf den Wunsch von Red Bull, ihn so lange wie möglich an das Team zu binden.

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Keine Notwendigkeit für eine Verlängerung

Auch finanziell besteht wenig Druck: Verstappens derzeitiges Gehalt beläuft sich auf 65 Millionen Euro pro Jahr. Eine Vertragsverlängerung geht üblicherweise mit einer Gehaltserhöhung einher, doch diese Notwendigkeit sieht Verstappen aktuell nicht. Seine Priorität liegt auf der Entwicklung des Reglements für 2027.

Die FIA hat für 2027 einen Vorschlag unterbreitet, das Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Leistung auf 60/40 zugunsten des Verbrenners zu ändern.

Dies würde das Energiemanagement, das Verstappen so sehr missfällt, reduzieren und für freieres Fahren im Qualifying und im Rennen sorgen. Die Motorenhersteller müssen diesem Vorschlag noch offiziell zustimmen.

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Die Situation rund um die Zustimmung ist noch im Fluss. In Kanada sah es noch danach aus, als würden mehrere Parteien dagegen stimmen, doch seitdem sollen sich Honda und General Motors in Richtung Zustimmung bewegen. Verstappen zeigt sich vorsichtig optimistisch, will den Tag aber noch nicht vor dem Abend loben.

„Warten wir ab, was dabei herauskommt. Der Ball liegt nun bei der FIA und der Formel 1, dort gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Ich hoffe, dass sie die richtige Wahl für den Sport treffen.“

Auf die Frage, ob er gegenüber der FIA signalisiert habe, dass das Ergebnis des 2027er-Reglements für ihn ein K.-o.-Kriterium sein könnte, antwortete er schlagfertig.

„Ich denke, die lesen das doch auch, oder?“ Ein deutlicher Hinweis darauf, dass seine Entscheidung über den Vertrag direkt mit der Richtung zusammenhängt, in die sich der Sport entwickelt.

Audi ist in dieser Angelegenheit der auffälligste Gegner; die Marke stimmt vorerst gegen die Regeländerungen. Verstappen erklärt dies als strategische Entscheidung zum Schutz ihres eigenen Motorenprogramms. Bemerkenswert ist, dass sich Audi-Pilot Nico Hülkenberg hingegen bereits für die Änderungen ausgesprochen hat.

„Das ist Politik“, so Verstappen.

„Sie denken, dass es nicht gut für ihren Motor ist.“

Unter den Fahrern gibt es laut Verstappen hingegen eine breite Unterstützung für die Reglementsänderung.

Verstappen schätzt Kommunikation

„Soweit ich gehört habe, sind hier alle dafür.“

Die einzige Relativierung betraf George Russell, der in Kanada positiv über das aktuelle Reglement klang. Verstappen ordnete dies ein und erklärte, dass Russell sich auf die Chassis-Regeln bezog – zudem unterstütze Mercedes mittlerweile ebenfalls die Änderungen an der Power Unit.

Abschließend lobte Verstappen die verbesserte Kommunikation mit der FIA in dieser Saison. Er glaubt, dass ein besserer Dialog solche Situationen in Zukunft früher verhindern kann.

„Was dieses Jahr sehr gut war: Wir werden in die Diskussionen einbezogen, und diese waren viel offener. Das müssen wir auch in Zukunft so beibehalten.“

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