Formel 1 Red Bull-Teamchef reagiert deutlich auf brisantes Treffen zwischen Jos Verstappen und Toto Wolff MONTREAL, QUEBEC - MAY 21: Toto Wolff, Executive Director of Mercedes AMG Petronas F1 Team talks with Jos Verstappen in the Paddock during previews ahead of the F1 Grand Prix of Canada at Circuit Gilles-Villeneuve on May 21, 2026 in Montreal, Quebec. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) Von A. Schenk 23. Mai 2026 F1-News Formel 1 Jos Verstappen Laurent Mekies Toto Wolff Laurent Mekies spielt Treffen zwischen Jos Verstappen und Toto Wolff in Montreal herunter Laut dem Red Bull-Teamchef sollte man nicht sofort nach versteckten Botschaften oder geheimen Verhandlungen über die Zukunft von Max Verstappen suchen. Die aufgetauchten Bilder von Jos Verstappen und Toto Wolff im gemeinsamen Gespräch wirbelten ordentlich Staub auf und lieferten sofort Nährboden für neue Spekulationen innerhalb des Formel-1-Paddocks. In der aktuellen Saison wird nahezu jedes Gespräch zwischen Spitzenfiguren automatisch mit möglichen Transfers oder Vertragsverhandlungen in Verbindung gebracht. Erst recht, wenn es um Max Verstappen und Mercedes geht. Verstappen ist offiziell noch bis Ende 2028 an Red Bull gebunden, doch seit längerer Zeit kursieren Gerüchte über eine Leistungsklausel in seinem Kontrakt. Dieser Klausel zufolge hätte der Niederländer Möglichkeiten, seine Zukunft neu zu bewerten, sollte Red Bull sportlich zurückfallen und er nicht mehr an der Spitze der Weltmeisterschaft mitmischen können. Lies auch: Milliarden-Offerte: Investoren bieten 3 Milliarden Dollar für dieses F1-Team Menschen sprechen miteinander, das hat nicht immer etwas zu bedeuten Mekies wollte von Verschwörungstheorien rund um das Gespräch in Montreal jedoch wenig wissen. „Obwohl es von außen betrachtet vielleicht spannend wirkt, habe ich wirklich nicht das Gefühl, dass etwas Besonderes dahintersteckt“, erklärt er. Laut Laurent Mekies sprechen die Leute im Fahrerlager ständig miteinander, und dem wird oft zu viel Bedeutung beigemessen. „Wir sprechen permanent mit Max und mit Jos. Es ist völlig normal, dass sie auch Gespräche mit Toto führen“, erläutert Mekies. Er wies zudem darauf hin, dass Verstappen kürzlich noch in einem Mercedes-AMG GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring aktiv war. Seiner Meinung nach muss ein Gespräch mit Wolff daher nicht zwangsläufig mit einem möglichen Wechsel verknüpft werden. Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. Die Gerüchte um Verstappens Zukunft halten sich bereits seit Monaten. Nach dem Großen Preis von Japan äußerte der viermalige Weltmeister offen seine Bedenken hinsichtlich der Ausrichtung der Formel 1 und des neuen Reglements für 2026. Vor allem die starke Gewichtung des Energiemanagements und des Elektroantriebs stießen ihm sauer auf. Verstappen ließ durchblicken, dass er eine vorübergehende Pause oder einen vorzeitigen Abschied in Erwägung ziehen würde, sollte sich der Sport zu weit vom puren Rennsport entfernen – Aussagen, die sofort für Unruhe in der Formel 1 sorgten, da Verstappen aktuell das sportliche Aushängeschild der Serie ist. Seitdem sind die Gespräche zwischen der FIA, den Teams und den Motorenherstellern jedoch fortgeschritten. Für die Zukunft scheint es mehr Spielraum für eine größere Rolle des Verbrennungsmotors innerhalb der Hybrid-Antriebseinheiten zu geben. Das deckt sich eher mit dem, was Verstappen sehen möchte. Mekies betont, dass Verstappen seine Meinung gerade deshalb so deutlich vertritt, weil ihm der Sport sehr am Herzen liegt. „Er möchte Qualifyings sehen, in denen jeder am Limit fahren kann. Er möchte keine Situation, in der die Fahrer durch Energiemanagement an Geschwindigkeit verlieren“, so der Franzose. Verstappen fühlt sich etwas ernsthafter genommen Laut Red Bull fühlt sich Verstappen mittlerweile von der Führung des Sports ernster genommen, wodurch die früheren Gerüchte über ein mögliches Sabbatjahr vorerst in den Hintergrund gerückt sind. Dennoch bleibt Mercedes an Verstappen interessiert. Toto Wolff hat in den vergangenen Jahren mehrfach öffentlich seine Bewunderung für den Niederländer ausgedrückt und nie einen Hehl daraus gemacht, dass er ihn eines Tages gerne in einem Mercedes sehen würde. Vorerst scheint es jedoch nichts Konkretes zu geben. Verstappen bleibt Red Bull voll und ganz verbunden, und Mekies versucht sichtlich, Ruhe im Team zu bewahren. Mit seinen Aussagen versuchte der Red Bull-Teamchef die Spekulationen rund um Montreal bewusst zu bremsen. In einem Paddock, in dem jedes Gespräch sofort zum Gerücht anschwillt, ist seiner Meinung nach nicht jedes Treffen Teil eines großen strategischen Spiels. 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