Formel 1 Red-Bull-Podium wackelt: FIA setzt nach Protest kurzfristig Anhörung an MONTE-CARLO, MONACO - JUNE 07: Race winner Andrea Kimi Antonelli of Italy and Mercedes AMG Petronas F1 Team Second placed Lewis Hamilton of Great Britain and Scuderia Ferrari Third placed Isack Hadjar of France and Oracle Red Bull Racing and Toto Wolff, Executive Director of Mercedes AMG Petronas F1 Team on the podium during the F1 Grand Prix of Monaco at Circuit de Monaco on June 07, 2026 in Monte-Carlo, Monaco. (Photo by Sam Bagnall/Sutton Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202606070552 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 10. Juni 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Monaco Isack Hadjar Red Bull FIA berät am Donnerstag über Gaslys aberkanntes Monaco-Podium. Die Rennkommissare des Großen Preises von Monaco kommen am Donnerstag um 13.00 Uhr erneut zusammen. Anlass ist der Antrag von Alpine auf Überprüfung der beiden Zeitstrafen gegen Pierre Gasly. Der Franzose überquerte am vergangenen Sonntag in Monte Carlo als Dritter die Ziellinie, fiel aber durch eine Zeitstrafe von insgesamt zehn Sekunden auf den siebten Platz zurück. Gasly erhielt zweimal fünf Sekunden wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse. Aus dem Bericht der Stewards geht hervor, dass er bei seinem ersten Boxenstopp mit 60,1 km/h und zwanzig Minuten später mit 60,4 km/h gemessen wurde. Das Limit in Monaco liegt bei 60 km/h, es handelte sich also um minimale Überschreitungen. Der Alpine-Pilot war bei weitem nicht der einzige, der sanktioniert wurde. Auch Fahrer wie Lewis Hamilton und George Russell kassierten die gleiche Strafe. Für Russell kam es sogar noch dicker: Mercedes berührte sein Auto, bevor die fünf Sekunden abgesessen waren, woraufhin der Brite eine Drive-Through-Strafe erhielt und außerhalb der Punkte landete. Genau dadurch lag Gasly beim Zieleinlauf auf dem dritten Rang. Artikel geht unter dem Video weiter https://x.com/F1BigData/status/2063671473676452225 Eine Erklärung für die Serie an Strafen scheint in der Linie zu liegen, die die Fahrer bei der Einfahrt in die Boxengasse wählten. Wer die Kurve in der Boxengasse schnitt, legte eine kürzere Distanz zwischen den Messpunkten zurück und kam so auf eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, obwohl das tatsächliche Tempo innerhalb des Limits lag. Lies auch: Blick in die Garage: Max Verstappen zeigt seine Autosammlung von Ferrari über Aston Martin bis zum Fiat Topolino Geringe Aussichten auf Erfolg Alpine muss am Donnerstag zunächst nachweisen, dass ein signifikantes und relevantes neues Element vorliegt, das während des Rennens nicht verfügbar war. Erst wenn die Stewards dies anerkennen, folgt eine zweite Anhörung über die Strafe selbst. Solche Anträge sind selten erfolgreich, auch wenn es im Vorjahr eine Ausnahme gab, als die Strafe von Carlos Sainz in Zandvoort aufgehoben wurde, nachdem Williams Onboard-Aufnahmen lieferte, die den Stewards nicht vorgelegen hatten. Auffällig ist, dass Alpine nur die eigenen Strafen anficht und nicht die der anderen Teams. Gasly reagierte nach dem Rennen sichtlich mitgenommen. „Ehrlich gesagt bin ich am Boden zerstört. Ich habe keine Worte dafür. Ich habe zu viele Emotionen, die ich verarbeiten muss. Ich kriege es einfach nicht in meinen Kopf, was passiert ist. Es fühlt sich einfach nicht fair an“, so der Franzose gegenüber Sky Sports. Er beharrte darauf, keinen Fehler gemacht zu haben. „Ich habe dreimal mit dem Team gecheckt, ob der richtige Speed im Auto eingestellt war. In beiden Momenten habe ich den Pit-Limiter weit vor der Linie aktiviert. Ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe, und ich war mir zu 200 Prozent sicher, dass ich vor der Linie war“, so Gasly. Artikel geht unter dem Bild weiter. Pierre Gasly / Getty Images Das verpasste Podium schmerzte besonders. Es wäre erst sein sechster Podestplatz überhaupt gewesen und der erste für Alpine seit Brasilien 2024. „Wir alle arbeiten so hart für diese Momente. Seit zehn Jahren mache ich das jetzt und ich habe fünf Podien, was in meiner Karriere quasi nichts ist. Wir kommen als Dritter vor all den französischen Fans ins Ziel und dann wird es uns weggenommen“, sagte Gasly. Auch andere Piloten äußerten sich kritisch. Russell erklärte, dass es offensichtlich ein Problem in der Software gebe, während Hamilton anmerkte, dass die bestraften Fahrer wahrscheinlich überhaupt nicht zu schnell waren. Sollte der Einspruch von Alpine am Donnerstag scheitern, bleibt Isack Hadjar in der Wertung auf Platz drei des Monaco-GP. 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