Formel 1

Daniel Ricciardo: Rückkehr steht unmittelbar bevor

Daniel Ricciardo: Rückkehr steht unmittelbar bevor
MELBOURNE, AUSTRALIA - APRIL 01: Daniel Ricciardo of Australia Max and Oracle Red Bull Racing during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Australia at Melbourne Grand Prix Circuit on April 1, 2023 in Melbourne, Australia. (Photo by Qian Jun/MB Media/Getty Images)

Ford-Motorsportchef Mark Rushbrook hofft auf Rennsport-Rückkehr von Daniel Ricciardo

Der 36-jährige Australier, der nach seinem Formel-1-Abschied zum Markenbotschafter für Ford Racing ernannt wurde, hat seine aktive Rennkarriere offiziell beendet, lässt jedoch regelmäßig durchblicken, dass es ihn nach wie vor in den Fingern juckt.

Die Verbindung zwischen Daniel Ricciardo und Ford ist organisch gewachsen. Lange bevor eine offizielle Partnerschaft im Raum stand, besaß der Australier bereits einen Ford Raptor. Seine Faszination für die leistungsstarken Offroad-Trucks war keine Marketinggeschichte, sondern echte Leidenschaft.

Rushbrook beschrieb während einer Veranstaltung in Monaco, die von The Race und Axios organisiert wurde, wie dieses Interesse die Basis für die Zusammenarbeit bildete.

„Das Einzige, worüber er reden wollte, als wir ihn zum ersten Mal trafen, waren Raptors. Er besaß bereits einen Raptor, bevor er eine Partnerschaft mit uns einging.“

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Verbindung zwischen Ricciardo und Ford organisch gewachsen

Nach seinem Aus in der Formel 1 bei Racing Bulls im Jahr 2024 und der Bekanntgabe seines Rücktritts ein Jahr später begann Ricciardo darüber nachzudenken, was als Nächstes kommen könnte. Ford bot ihm eine Botschafterrolle an, die perfekt zu seinem bestehenden Interesse passte.

„Sobald er aus seinem Formel-1-Auto stieg, dachte er über die nächsten Schritte nach. Und was wir mit den Raptors versuchten, war, sie über die Formel 1 zu vermarkten.“

„Das mag seltsam klingen, aber Daniel war zu einhundert Prozent dabei. Es ist einfach aufrichtige Leidenschaft.“

Die Rolle als Markenbotschafter brachte Ricciardo näher an die Offroad-Welt. Er pilotierte bereits den M-Sport Raptor T1+ von Ford – jenen Fahrzeugtyp, der bei den Baja-Rennen in Mexiko eingesetzt wird – und hat damit bereits einen ersten Vorgeschmack auf diese Welt bekommen.

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Rushbrook nahm ihn mit zum Raptor Rally-Event, bei dem Ricciardo mit den Trucks Sprünge absolvierte.

„Das Lächeln in seinem Gesicht – und er lächelt ja immer – wurde sogar noch breiter.“

Ricciardo erklärte bei der Vorstellung seiner Botschafterrolle, dass seine Tage als aktiver Rennfahrer hinter ihm lägen, deutete jedoch im vergangenen Jahr in einem Interview an, dass ihn die Baja-Rennen reizen würden.

Dieses Wüstenrennen in Mexiko ist eines der ikonischsten und anspruchsvollsten Offroad-Events der Welt, bei dem Ford eine prominente Rolle spielt. Ob aus diesem Fingerzeig jemals ein tatsächlicher Start wird, ist ungewiss, aber Rushbrook hält die Hoffnung am Leben.

„Ich weiß nicht, ob er bereit ist für den Wettbewerb, aber hoffentlich eines Tages.“

Neben Ricciardo sprach Rushbrook auch über sein Interesse an Max Verstappen für die Sportwagen-Aktivitäten von Ford. Der Niederländer, der durch die Red-Bull-Partnerschaft technisch bereits mit Ford verbunden ist, hat seine außerplanmäßigen Renneinsätze bislang mit Mercedes absolviert.

Verstappen bestritt in diesem Jahr die 24 Stunden am Nürburgring in einem Mercedes-AMG GT3 und genießt sichtlich den Motorsport abseits der Formel 1.

Piloten auf mehreren Ebenen im Einsatz

Ford hat im Sportwagenbereich eine komplette Leiter aufgebaut: von Markenpokal-Fahrzeugen über den Mustang GT4 und den Mustang GT3 bis hin zu einem kommenden Hypercar. Diese Struktur ermöglicht es, Fahrer auf verschiedenen Ebenen einzusetzen.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass Max einfach ein Vollblut-Rennfahrer ist.“

„Er will nichts anderes, als einsteigen, konkurrenzfähig sein und gewinnen – egal ob beim Sim-Racing, in der Formel 1 oder im Sportwagen.“

„Wir würden diese Beziehung sehr gerne zum richtigen Zeitpunkt, sowohl für ihn als auch für uns, auf den Sportwagenbereich ausweiten.“

Sowohl Ricciardo als auch Verstappen scheinen langfristig offen für Abenteuer außerhalb der Formel 1 zu sein. Ford positioniert sich bewusst, um diese Einsätze zu ermöglichen, sobald der Moment gekommen ist.

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