Formel 1

Red Bull-Besitzer verliert die Geduld mit Max Verstappen

Red Bull-Besitzer verliert die Geduld mit Max Verstappen

Max Verstappen und Red Bull Racing: Spannungen steigen vor dem Siedepunkt

Die Beziehung zwischen Max Verstappen und Red Bull verschlechtert sich von Woche zu Woche, was zu zunehmenden Spannungen auf beiden Seiten führt. Das berichtet die Tageszeitung De Limburger, während De Telegraaf-Journalist Erik van Haren die Situation in seinem Podcast näher erläutert.

Der Kern des Problems ist das Vertrauen. Verstappen ist frustriert über die Performance des Autos, die Zuverlässigkeit und die Tatsache, dass das Team sich weigerte, seinen Wünschen beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone zu folgen.

Der viermalige Weltmeister wollte aus der Boxengasse starten, mit einer neuen Antriebseinheit und einem angepassten Setup, doch das Team entschied sich dazu, ihn auf seinem qualifizierten Startplatz zu belassen. Diese Entscheidung hat die Stimmung bei Verstappen keineswegs verbessert.

Personen in seinem Umfeld sollen das Gefühl haben, dass Verstappen vom Team nicht mehr gehört wird, und diese Wahrnehmung ist mindestens so schädlich wie die tatsächliche Performance des Autos.

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Verstappen fühlt sich bei Red Bull nicht gehört

In einem Sport, in dem die Bindung zwischen Fahrer und Team entscheidend für Motivation und Engagement ist, stellt das Gefühl, nicht gehört zu werden, ein ernstes Problem dar. Auf Seiten von Red Bull beginnt die Geduld derweil am Ende zu sein.

Anteilseigner wie Mark Mateschitz sind zunehmend ratlos, da sie finden, dass Verstappen kein klares Bekenntnis zu seiner Zukunft abgibt.

Sie werfen Max Verstappen mangelnde Loyalität vor. Verstappen kann nach dem Grand Prix von Ungarn eine Ausstiegsklausel aktivieren und könnte seine endgültige Entscheidung möglicherweise bis Oktober hinauszögern.

„Red Bull möchte unbedingt eine Antwort von Verstappen haben“, beschrieb van Haren die Dynamik in seinem Podcast.

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„Ich will nicht sagen, dass sie betteln, aber sie wollen absolut wissen, ob er nächstes Jahr bei Red Bull bleibt. Sie warten schon sehr lange auf diese Antwort.“

Verstappens Haltung ist jedoch das Gegenteil von Eile.

„Verstappen sagt: Nein, ich habe keine Eile, ich sage das noch nicht. Das sorgt natürlich ebenfalls für Spannungen.“

Van Haren gibt zudem an, dass das zentrale Problem nicht länger der reine Speed ist.

„Der einzige Grund für Verstappen, Red Bull zu verlassen, ist ein Vertrauensbruch.“

„Oder wenn er unzureichendes Vertrauen in die Personen hat, die jetzt dort sind. Ob das der Fall ist, weiß ich nicht.“

Red Bull selbst bleibt relativ optimistisch, was die Zukunft betrifft; das neue Motorenprogramm in Zusammenarbeit mit Ford macht Fortschritte und ein neuer Windkanal ist für nächstes Jahr geplant.

„Red Bull sieht es ziemlich positiv. Verstappen betrachtet die andere Seite und ist deutlich weniger positiv“, so van Haren.

McLaren wird weiterhin als mögliches Ziel genannt, doch der Journalist nuanciert dies. Das Team aus Woking schnitt in den letzten Wochen schwächer ab als die Spitze, und jeder Wechsel bringt signifikante Vorteile, aber auch Nachteile mit sich.

Ein pikantes Detail ist, dass auch Oscar Piastri um die Sommerpause herum eine Ausstiegsklausel haben soll. Durch seinen sechsten Platz in der Weltmeisterschaft könnte diese Klausel theoretisch aktiviert werden. Sollte Verstappen zu McLaren wechseln, ist ein Tausch, bei dem Piastri zu Red Bull rückt, das meistdiskutierte Szenario.

Die kommenden Wochen rund um den Grand Prix von Ungarn werden damit entscheidend – sowohl für Verstappens Vertragsentscheidung als auch für den breiteren Transfermarkt.

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