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Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen

Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen

Hunderte russische Porsche-Besitzer stehen vor dem Nichts: Motoren lassen sich nicht mehr starten

Hunderte Fahrzeuge verweigern ohne erkennbare technische Defekte den Dienst und die Ursache liegt womöglich weit außerhalb des Autos selbst.

Nach Berichten des russischen Mediums RBC gingen seit dem 28. November massenweise Beschwerden ein. Nicht etwa, weil die Fahrzeuge simultan einen mechanischen Defekt erlitten hätten, sondern weil das Alarmsystem via Satellitenverbindung die Autos komplett blockierte.

Die lokalen Händler der Exklusivmarke, die bereits seit geraumer Zeit nicht mehr offiziell mit Porsche verbunden sind, schließen Sabotage nicht aus. Ein Sprecher wies gegenüber RBC auf die Möglichkeit eines gezielten Cyberangriffs als Erklärung für den plötzlichen Ausfall in diesem großen Umfang hin.

Eine definitive Ursache wurde bislang nicht festgestellt. Als temporäre Lösung raten Techniker dazu, das Satelliten-Alarmsystem zu demontieren und neu zu konfigurieren, wenngleich dies Spezialwissen erfordert, das in Russland immer schwieriger zu finden ist.

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Sanktionen erschweren die Wartung seit Jahren

Die Probleme sind nicht losgelöst von der allgemeinen Situation Russlands zu betrachten, denn seit der Invasion der Ukraine im Februar 2022 haben sich westliche Automobilmarken sukzessive vom russischen Markt zurückgezogen.

Porsche stellte seine offiziellen Aktivitäten im Land bereits früh im Konflikt ein, woraufhin die verbliebenen Autohäuser als eigenständige Betriebe ohne direkte Verbindung zum Mutterkonzern in Stuttgart weiterarbeiteten.

Durch die westlichen Sanktionen ist der Nachschub an Originalteilen nahezu versiegt. Russische Besitzer europäischer Autos sind daher seit Jahren auf Parallelimporte über Drittländer wie Armenien, Georgien und die Vereinigten Arabischen Emirate angewiesen. Das macht Reparaturen teurer, langwieriger und weniger zuverlässig als zuvor.

Die Porsche-Blockaden passen in ein Muster technologischer Schwachstellen, die westliche Autobesitzer in Russland treffen, da moderne Fahrzeuge stark von digitalen Systemen abhängig sind, die eine Verbindung zu externen Servern herstellen. Sobald der Hersteller beschließt, diese Verbindung zu trennen oder den Zugang zu entziehen, kann das weitreichende Folgen für die Fahrbereitschaft des Fahrzeugs haben.

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Möglicher Cyberangriff nicht ausgeschlossen

Ob es sich hierbei um eine bewusste Aktion von Porsche selbst, eines externen Akteurs oder um eine technische Störung handelt, ist noch unklar. Das Timing ist auffällig, da die Blockaden zeitgleich und praktisch ohne Vorwarnung bei hunderten Fahrzeugen im ganzen Land auftraten.

Cyberangriffe auf Fahrzeugsysteme sind kein neues Phänomen. Sicherheitsexperten haben bereits mehrfach demonstriert, dass moderne Autos über ihre Konnektivitätssysteme aus der Ferne beeinflussbar sind. Im Falle Russlands verleiht der politische Kontext einem ansonsten rein technischen Vorfall eine zusätzliche Dimension.

Vorerst stehen die betroffenen Besitzer vor einem kostspieligen Problem, denn das Auto ist zwar vorhanden, bewegt sich aber nicht.

Ein offizielles Porsche-Servicezentrum existiert nicht mehr, und das Know-how zum Zurücksetzen von Satelliten-Alarmsystemen ist Mangelware.

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