Formel 1

Personal-Offensive: F1-Team hat Mitarbeiterzahl seit der letzten Saison verdoppelt

Personal-Offensive: F1-Team hat Mitarbeiterzahl seit der letzten Saison verdoppelt
MONTE-CARLO, MONACO - MAY 24: Daniel Ricciardo of Australia driving the (3) Visa Cash App RB VCARB 01 makes a pitstop during practice ahead of the F1 Grand Prix of Monaco at Circuit de Monaco on May 24, 2024 in Monte-Carlo, Monaco. (Photo by Rudy Carezzevoli/Getty Images)

Nach den Winter-Regeländerungen: Erstes Team geht mit umfangreichem Maßnahmenpaket in die Offensive

Audi macht sich nach der Übernahme von Sauber keine Illusionen über einen sofortigen Durchbruch in der Formel 1. Der deutsche Automobilhersteller setzt sich für seine erste Saison bewusst bescheidene Ziele, trotz der großen Ambitionen für die Zukunft.

Zum ersten Mal seit 2016 stehen wieder elf Teams in der F1-Startaufstellung. Neben Neueinsteiger Cadillac gibt auch Audi an diesem Wochenende beim Grand Prix von Australien sein Debüt als Werksteam. Die Marke mit den vier Ringen will das ehemalige Sauber-Team langfristig zu einem Top-Team in der Königsklasse umformen.

Die großen Reglementänderungen von 2026, mit neuen Motoren und neuen Autos, wurden von Audi als idealer Zeitpunkt für den Einstieg identifiziert. Dennoch war die Entscheidung intern nicht unumstritten, da der gesamte Motorsportsektor derzeit mit Kostensteigerungen und sinkenden Einnahmen zu kämpfen hat.

Laut Pilot Nico Hülkenberg, der zusammen mit dem Brasilianer Gabriel Bortoleto das Fahrerduo bildet, sind die Bedingungen jedenfalls gut, um schnell Fortschritte zu machen. Er betont jedoch, dass die Präsenz einer großen Marke nicht automatisch den Erfolg garantiert.

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Zwei Jahre zum Lernen

Audi hat klare Pläne für die Zukunft. Teamchef Jonathan Wheatley erklärt, dass sich das Team etwa zwei Jahre Zeit zum Lernen gibt, bevor es ernsthaft die etablierten Top-Teams herausfordern will.

Seit der Übernahme von Sauber wurde das Team in Hinwil bereits deutlich ausgebaut. Der Personalstamm ist auf etwa 800 Mitarbeiter angewachsen, fast das Doppelte im Vergleich zu früher.

Um langfristig mit den Top-Teams konkurrieren zu können, die oft rund 1400 Mitarbeiter beschäftigen, sollen weitere Einstellungen folgen. Das ultimative Ziel ist ehrgeizig: Bis 2030 will Audi um die Weltmeisterschaft mitkämpfen.

Die größte technische Herausforderung für Audi ist die neue Power Unit, die in Neuburg an der Donau bei Ingolstadt entwickelt und gebaut wird. Während der Wintertests wurden bereits einige Kinderkrankheiten aussortiert, doch das Team weiß noch nicht genau, wie konkurrenzfähig das Paket im Vergleich zum Wettbewerb ist.

Laut Hülkenberg hat Audi mit dem R26 bereits „gute Fortschritte“ gemacht und er sieht klare positive Ansätze. Gleichzeitig warnt er vor zu hohen Erwartungen.

Für die Premierensaison scheint ein Platz im Mittelfeld daher ein realistisches Ziel für Audi in der neuen Ära der Formel 1 zu sein.

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