Formel 1 Paukenschlag in der F1: Max Verstappen vor Trennung MEXICO CITY, MEXICO - OCTOBER 25: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on in the garage during final practice ahead of the F1 Grand Prix of Mexico at Autodromo Hermanos Rodriguez on October 25, 2025 in Mexico City, Mexico. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202510250741 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 19. April 2026 F1-News Formel 1 Gianpiero Lambiase Max Verstappen Tom Coronel Lambiase-Wechsel zu McLaren sorgt für neue Spannungen zwischen Verstappen und Red Bull Racing Der 45-jährige Lambiase verlässt das Team aus Milton Keynes in Richtung des amtierenden Weltmeisters aus Woking, wo er unter Teamchef Andrea Stella die Rolle des Chief Racing Officer übernehmen wird. Tom Coronel reagierte bei Goedemorgen Nederland auf die Neuigkeiten. Laut dem Experten ist dies für Verstappen weit mehr als ein routinemäßiger Personalwechsel innerhalb seines Teams. Die Verbindung zwischen Fahrer und Ingenieur reicht zurück bis zu jenem Moment beim Grand Prix von Spanien 2016, als Verstappen von Toro Rosso zu Red Bull befördert wurde. Seitdem war Lambiase die feste Stimme am anderen Ende des Boxenfunks, und beide Männer bauten eine Beziehung auf, die zu vier aufeinanderfolgenden Weltmeistertiteln führte. Diese Chemie am Kommandostand beschreibt Coronel daher in ganz anderen Worten, als es bei solchen Wechseln üblich ist. „Das ist im Grunde derjenige, mit dem er verheiratet ist, und jetzt lässt er sich scheiden“, so Coronel in der Morning-Show. „Es war eine sehr gute Ehe, das hat sich gezeigt.“ Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada Red Bull verliert erneut eine Schlüsselfigur Der Abschied von Lambiase steht nicht isoliert da. Design-Guru Adrian Newey zog es zu Aston Martin, der ehemalige sportliche Leiter Jonathan Wheatley entschied sich für das Audi-Projekt und Berater Helmut Marko verließ Ende letzten Jahres das Team. Zusätzlich wurde Christian Horner im Juli der vergangenen Saison entlassen und durch Laurent Mekies ersetzt. Mit dem Abgang von Lambiase verliert Red Bull erneut ein Schwergewicht, während das Team sportlich gesehen einen schwachen Start in die Saison 2026 unter dem neuen Hybrid-Reglement erlebt. McLaren beweist mit der Verpflichtung von Lambiase, dass die Anziehungskraft auf Personal aus Milton Keynes nach wie vor groß ist. Zuvor hatte das Team aus Woking bereits Chief Designer Rob Marshall und den sportlichen Leiter Will Courtenay von Red Bull abgeworben. Die neue Funktion von Lambiase existiert innerhalb der Organisation bereits, wurde jedoch bislang von Stella selbst ausgeübt. Durch die Übertragung dieser Aufgaben kann sich der italienische Teamchef stärker auf die übergeordnete Leitung seines Rennstalls konzentrieren. Artikel geht weiter unter dem Bild. Während eines Viaplay-Events in Amsterdam ließ Max verlauten, dass Lambiase ihn vor der Vertragsunterzeichnung um seine Zustimmung gebeten habe. „Er erzählte mir, was für ein Angebot er erhalten hatte. Ich sagte, dass man verrückt sein müsste, es nicht anzunehmen. Wir haben zusammen bereits alles erreicht“, so Verstappen. „Und dann bekommt er so ein großartiges Angebot, auch mit Blick auf seine Familie und die Sicherheit, die es ihm geben würde. Er fragte mich quasi um Erlaubnis, und ich sagte, dass er es absolut machen müsse. Das wollte er wirklich aus meinem Mund hören.“ Für Verstappen bedeutet der Abgang jedoch, dass er ab 2028 ohne seinen vertrauten Ansprechpartner in das Cockpit steigen wird – es sei denn, Red Bull trifft mit McLaren eine Vereinbarung, um den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Quellen aus dem McLaren-Umfeld sollen laut englischsprachigen Medien darauf drängen, Lambiase bereits früher loszueisen. Schwierige Abwägungen für den Niederländer Coronel kramte während seiner Analyse eine frühere Aussage von Verstappen hervor. „Ich bleibe, solange du bleibst, hat Max mal gesagt. Solange werde ich für Red Bull Rennen fahren“, zitiert der 54-Jährige seinen Landsmann. „Aber das sind jetzt schwierige Entscheidungen. Denn dein Partner, mit dem du alles zusammen gemacht hast und dem du zu einhundert Prozent vertraust, schlägt nun einen anderen Weg ein.“ Vater Jos Verstappen dämpfte kürzlich bei Racexpress die Vorstellung, dass sein Sohn das Team sofort verlassen würde. Er gab an, dass Max nach vier Weltmeistertiteln weiterhin eine Zukunft bei Red Bull vor sich sieht. Dennoch weiß Coronel, dass die Konkurrenz nicht schläft. „Man könnte fast sagen, dass Max auch geht, aber das steht nicht zur Debatte“, erläutert der Einwohner von Naarden. „Max schaut sich vorsichtig um, denn jeder hätte gerne einen Max Verstappen in seinem Team. Es wird von allen Seiten an ihm gezogen. Aber einen Partner muss man manchmal auch loslassen können.“ Raum für eine Wiedervereinigung? Verstappen gab selbst bereits an, nicht auszuschließen, dass sich die Wege der beiden Männer langfristig erneut kreuzen. Ihm zufolge bleibt die Freundschaft bestehen, ungeachtet dessen, welche Teamfarben getragen werden. „Niemand weiß, was jetzt genau passieren wird, aber ich bin fest davon überzeugt, dass sie gut miteinander darüber gesprochen haben. An einem gewissen Punkt muss man auch zum nächsten Abenteuer übergehen. Das wird bei Lambiase nun passieren. Vielleicht folgt Max ihm später noch“, schließt Coronel. 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