Formel 1 Paukenschlag bei Red Bull: Schlüsselperson verlässt das Team IMOLA, ITALY - MAY 18: Pole position qualifier Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing talks with Ole Schack of Oracle Red Bull Racing in parc ferme during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Emilia-Romagna at Autodromo Enzo e Dino Ferrari Circuit on May 18, 2024 in Imola, Italy. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202405180422 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 30. März 2026 Formel 1 Unruhe in der Verstappen-Garage wird sichtbar. Red Bull erlebt sportlich gesehen seinen schlechtesten Saisonstart seit Jahren. Nach drei Rennwochenenden kommt das Team auf lediglich sechzehn Punkte und teilt sich den sechsten Platz mit Alpine. Für ein F1-Team, das zwischen 2021 und 2024 vier Weltmeistertitel in Folge einfuhr, ist das keine vorübergehende Delle, sondern ein massives Problem, das sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig abspielt. Denn während Laurent Mekies öffentlich versucht, die Ruhe zu bewahren und betont, dass sich seine Gespräche mit Max Verstappen zu 99 Prozent um das Auto drehen, hat erneut eine Schlüsselfigur das Team verlassen. Lies auch: Bittere Analyse zu Lewis Hamilton: „Diese Leidenschaft sehe ich bei ihm nicht mehr“ Ein Team, das sich selbst nicht mehr erkennt Um zu begreifen, wie gravierend die Veränderung ist, muss man dorthin zurückblicken, wo Red Bull herkommt. Das Team baute seine Dominanz auf einer Kultur auf, die im Fahrerlager einzigartig war – mit Mitarbeitern, die teils seit der ersten Stunde dabei waren. Viel ist von diesem Personal nicht mehr übrig. Adrian Newey verließ das Team als technischer Direktor in Richtung Aston Martin. Jonathan Wheatley verabschiedete sich nach neunzehn Jahren als sportlicher Direktor. Christian Horner wurde im Juli 2024 nach zwei Jahrzehnten als Teamchef entlassen. Helmut Marko ging am Ende dieser Saison und Will Courtenay folgte ihm. Die Ingenieure rund um Verstappen verabschiedeten sich einer nach dem anderen. Von seinen vier Hauptingenieuren bleibt nur Renningenieur Gianpiero Lambiase übrig. Michael Manning ging als Kontroll-Ingenieur. Tom Hart wechselt zu Williams. Motoreningenieur David Mart schließt sich Audi an. Auch außerhalb dieser Abteilung verschwanden vertraute Gesichter. Mit dem Abschied von Horner kehrten Marketingspezialist Oliver Hughes und Kommunikationsdirektor Paul Smith dem Team sofort den Rücken. Anfang 2026 folgten vier weitere Namen aus denselben Abteilungen. Die Fabrik in Milton Keynes läuft zwar noch, aber die Menschen, die sie groß gemacht haben, sind größtenteils weg. Mart gab vor seinem Abschied einen seltenen Einblick in die tägliche Zusammenarbeit mit Verstappen. „Max ist ein ganz besonderes Talent. Er widmet sich zu einhundert Prozent dem Motorsport und hat ein feines Gespür dafür, wenn es ein Problem gibt. Das macht die Arbeit mit ihm manchmal ziemlich herausfordernd, aber letztendlich auch sehr lohnend“, so der Ingenieur. Verstappen spürt die Leere All diese Wechsel wirken sich unweigerlich auf die Position von Verstappen selbst aus. Der Niederländer hat zwar einen Vertrag bis einschließlich 2028, ließ aber nach Japan durchblicken, dass seine Motivation schwindet. Das neue Reglement liegt ihm nicht. Der Elektromotor spielt eine zu dominante Rolle und das Racing fühlt sich künstlich an. „Wenn du auf dem siebten oder achten Platz fährst und dir die gesamte Formel dahinter keinen Spaß macht, fühlt sich das für einen Rennfahrer nicht natürlich an“, erklärte Verstappen. Jeder neue Ingenieur oder Mitarbeiter ist eine Person, die Verstappens Fahrstil und Charakter erst neu kennenlernen muss. Jemand, der noch nicht weiß, wann er etwas sagen muss und wann er besser schweigt. Solch ein Vertrauen baut man nicht in wenigen Monaten auf. Lambiase ist in dieser Hinsicht die große Konstante. Seine Entscheidung zu bleiben war alles andere als selbstverständlich, da ihm Aston Martin den Posten des Teamchefs anbot. Dass er blieb, ist für Verstappen wahrscheinlich die wichtigste Nachricht der letzten Monate. Zu all diesen Namen gesellt sich nun ein weiterer. Ole Schack hat nach mehr als zwanzig Dienstjahren seine Kündigung bei Red Bull eingereicht, wie das deutsche Medium F1-Insider berichtet. Schack ist kein Ingenieur und kein Manager, sondern Mechaniker. Und genau das macht seinen Abgang so vielsagend. Er gehörte nämlich zu den Gründungsmitgliedern von Red Bull Racing, nachdem das Team Jaguar übernommen hatte. Er arbeitete jahrelang als Chefmechaniker für Sebastian Vettel und war in den vergangenen Jahren als Mechaniker an der Seite von Verstappen tätig. Er kannte das Team von vor dem ersten Titel bis zum letzten. Er sah die Kultur wachsen und war ein Teil von ihr. Der Grund für seinen Abschied ist kein attraktives Angebot eines Konkurrenzteams. Er liegt in der Atmosphäre begründet, wie das gewöhnlich gut informierte Medium berichtet. Laut F1-Insider droht die Stimmung in der Red Bull-Garage zu kippen. Mekies wiederholt unterdessen seine Botschaft, dass sich das Team voll auf die Verbesserung des Autos konzentriert und ein schnelleres Fahrzeug automatisch Ruhe einkehren lässt. Das mag stimmen, aber solange Leute wie Ole Schack aus diesen Gründen gehen, hat Red Bull ein Problem, das weit über die reine Performance hinausgeht. Ole Schack ist unten in der Mitte zu sehen: Lies auch: LIVESTREAM: Max Verstappen jagt über den Nürburgring Lies auch: George Russell teilt gegen Erzrivalen aus: „Da hat man Verstappen nicht klagen hören“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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