Formel 1

Nürburgring-Drama um Max Verstappen

Nürburgring-Drama um Max Verstappen

Rückschlag für Max Verstappen auf der Nürburgring-Nordschleife am heutigen Vormittag.

Sein Team erhielt eine Strafe von drei Startplätzen, nachdem Teamkollege Lucas Auer eine Kollision mit einem deutlich langsameren Porsche Cayman hatte. Verstappen Racing fällt dadurch in der Startaufstellung von Platz sechs auf Rang neun zurück.

Das Qualifying auf der berüchtigten deutschen Rennstrecke verlief heute Vormittag äußerst wechselhaft. Bereits früh in der Session wurde der Betrieb durch eine Rote Flagge unterbrochen.

Ein Aston Martin war im Bereich Adenauer Forst frontal in die Leitplanken eingeschlagen. Erst nach einer Unterbrechung von etwa einer Stunde konnten die Piloten die Strecke wieder befahren.

Anschließend kehrte jedoch kaum Ruhe ein. An verschiedenen Stellen der über zwanzig Kilometer langen Nordschleife kam es erneut zu Zwischenfällen.

Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada

Lies auch: Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada

Hohe Acht

Der Vorfall, in den der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 3 von Verstappen Racing verwickelt war, ereignete sich im Bereich Hohe Acht. Auer, der zu diesem Zeitpunkt am Steuer saß, lief in dieser Zone auf einen langsamen Porsche Cayman auf.

Der Österreicher versuchte den Geschwindigkeitsunterschied zu nutzen, indem er beim Einlenken spät die Innenseite suchte. Der Fahrer des weißen Porsche mit der Startnummer 941 schien jedoch nicht zu bemerken, dass er überholt wurde.

Es kam zur Berührung, woraufhin der Fahrer des Cayman die Kontrolle verlor. Bei dem betreffenden Porsche handelt es sich um ein Auto mit niederländischem Hintergrund, das von Max van der Snel und Adrian Rziczny gesteuert wird.

Der Artikel wird unter dem Video des Vorfalls fortgesetzt.

Stewards greifen ein

Kurz nachdem Verstappen das Steuer von Auer übernommen hatte, folgte die Mitteilung der Rennleitung, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde.

Die Stewards kamen zu dem Schluss, dass Auer für den Kontakt verantwortlich war, und belegten das Team mit einer Grid-Strafe von drei Plätzen. Während die Mannschaft ursprünglich von Startplatz sechs ins Rennen gegangen wäre, muss sie nun mit Rang neun in der Startaufstellung vorliebnehmen.

Für ein Team, das bei diesem Klassiker in der Eifel um den Sieg mitfahren will, ist das ein herber Rückschlag. Die Nordschleife ist bekanntlich eine Strecke, auf der Überholen nicht immer einfach ist. Erst recht nicht im dichten Verkehr mit Fahrzeugen kleinerer Klassen, die pro Runde teilweise dutzende Sekunden langsamer sind als die Top-Kategorie.

Noch reichlich Chancen im Rennen

Trotz des Dämpfers ist das Team von Max Verstappen noch nicht abgeschrieben. Das Rennen selbst bietet reichlich Möglichkeiten, Boden gutzumachen. Die Charakteristik der Nordschleife sorgt in Kombination mit der Renndistanz fast immer dafür, dass Positionen durch strategische Boxenstopps, Gelbphasen und wechselnde Wetterbedingungen verloren gehen oder gewonnen werden. Startplatz neun muss also keineswegs das Ende aller Hoffnungen bedeuten.

Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Verstappen zum ersten Mal in seiner Karriere ein Rennen in der Dunkelheit bestreiten wird. Das ist kein Zufall. Im nächsten Monat steht mit dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring der eigentliche Saisonhöhepunkt auf dem Programm.

Dieser Klassiker erfordert viele Stunden am Steuer bei völliger Dunkelheit. Jeder Meter, den Verstappen bei Nacht auf der Nordschleife zurücklegen kann, dient ihm somit als reine Vorbereitung auf dieses Hauptziel.

Fahrerwechsel noch nicht bekanntgegeben

Ob Verstappen selbst von Platz neun aus startet oder ob Auer diese Aufgabe erneut übernimmt, wurde bislang noch nicht kommuniziert. Im Langstreckensport ist es üblich, dass sich die Fahrer während des Rennens abwechseln, daher ist es sehr wahrscheinlich, dass beide Piloten ihre Stints absolvieren werden.

Auer sammelte während des Qualifyings jedenfalls schon die nötigen Kilometer im Logbuch, während Verstappen danach übernahm, um selbst Fahrzeit auf der Strecke zu generieren.

Morgen erhält die Mannschaft von Verstappen direkt eine neue Chance, den Schaden zu reparieren. Dann steht nämlich das zweite Qualifikationsrennen auf der Nordschleife an.

Dabei kann das Team versuchen, eine bessere Ausgangsposition für den weiteren Verlauf des Wochenendes zu erobern. Die Qualifikationsrennen bilden zusammen die Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, daher zählt jede Runde doppelt.

Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1

Lies auch: Großer Automobilhersteller unterstützt V8-Rückkehr in die Formel 1

Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen

Lies auch: Max Verstappen: Mercedes-Konkurrenten verpassen ihm nach Nürburgring-Rennen neuen Spitznamen

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen