Formel 1 Norris-Fehler beim Australien-GP verhilft McLaren zu Zeitgewinn Lando Norris of the McLaren Formula 1 Team participates in Formula 1 Pre-Season Testing 1 in Sakhir, Bahrain, on February 12, 2026, during Testing Day 2. (Photo by Ahmad AlShehab/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 10. März 2026 F1-News Formel 1 Lando Norris McLaren Oscar Piastri Formel-1-Saisonstart 2026: McLaren erlebt schwierigen Auftakt beim Großen Preis von Australien Das Team, das im vergangenen Jahr beide Weltmeistertitel einfahren konnte, musste in Melbourne deutlich an Boden gegenüber Mercedes und Ferrari einbüßen. Dennoch lieferte das Wochenende laut Lando Norris wertvolle Erkenntnisse über das neue Auto und vor allem über die Arbeitsweise der Hybrid-Power-Unit. Für McLaren begann die Saison nach einem starken Jahr 2025 mit hohen Erwartungen. Norris war jedoch bewusst, dass die Titelverteidigung aufgrund der umfassenden Reglementänderungen schwierig werden würde. Teamkollege Oscar Piastri hoffte derweil auf einen starken Saisonauftakt vor seinem Heimpublikum in Australien. Diese Pläne lösten sich jedoch schnell in Wohlgefallen auf. Piastri verunfallte bereits in der Besichtigungsrunde auf dem Weg in die Startaufstellung, weshalb er das Rennen gar nicht erst aufnehmen konnte. Norris blieb damit als einziger McLaren-Pilot übrig, konnte jedoch ebenfalls nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Der Brite beendete den Grand Prix schließlich auf dem fünften Rang. Zudem zeigt sich McLaren unzufrieden mit den Informationen, die man von Motorenpartner Mercedes bezüglich der neuen Power Unit erhalten hat. Während des Wochenendes wurde erneut deutlich, dass das Team noch viel über das Verhalten des Hybridsystems lernen muss. Lies auch: „Hannah Schmitz könnte nach Gianpiero Lambiase die Nächste sein, die Red Bull verlässt“ MGU-K wurde durch das Liften aktiviert Ein bemerkenswerter Moment ereignete sich während des Qualifyings. Norris unterlief im zweiten Abschnitt der Session ein kleiner Fehler am Ausgang von Kurve zwei. Er musste kurz vom Gas gehen, um das Auto abzufangen. Dieser Moment lieferte unerwartet neue Informationen über die Arbeitsweise des Triebwerks. Durch das Lupfen des Gaspedals wurde nämlich automatisch das MGU-K-System aktiviert, wodurch zusätzliche Batterieleistung freigegeben wurde. Infolgedessen stand Norris im nächsten Sektor der Runde mehr Leistung zur Verfügung, als er erwartet hatte. Der Vorfall verdeutlichte, wie sensibel und komplex das Energiemanagement der neuen Power Units ist. Experten zufolge ist Mercedes derzeit das Team, welches dieses System am besten beherrscht. Das Werksteam scheint die optimale Abstimmung für das Qualifying bereits gefunden zu haben, während andere Teams noch damit beschäftigt sind, das Maximum aus dem Motor herauszuholen. Artikel geht weiter unter dem Bild. Der Unterschied wurde auch im Rennen deutlich. Norris qualifizierte sich als Sechster und kam als Fünfter ins Ziel, lag beim Abwinken jedoch 51 Sekunden hinter Sieger George Russell. In der Schlussphase musste er sich sogar gegen Max Verstappen verteidigen, der das Rennen vom 20. Startplatz aus aufgenommen hatte. Im Anschluss übte Norris, ähnlich wie Ferrari-Pilot Charles Leclerc, Kritik am neuen Reglement. Laut den Fahrern fühlt sich das Racing derzeit künstlich an, da Überholmanöver oft von der verfügbaren Batteriekapazität statt von der reinen Pace abhängen. Die neuen Systeme führen zudem dazu, dass Piloten teilweise vom Gas gehen müssen (Lift-and-Coast), um später wiederum schneller fahren zu können. Für viele Fahrer steht dies im Widerspruch zur traditionellen Idee des Formel-1-Racings. Obwohl McLaren in gewissen Bereichen weiterhin stark aufgestellt ist, zeigt sich vorerst, dass Werksteams wie Mercedes einen Vorteil bei der Entwicklung und dem Verständnis der neuen Power Units haben. Für das Team aus Woking liegt der Fokus daher darauf, den komplexen Energieeinsatz so schnell wie möglich zu durchblicken, um wieder an der Spitze mitmischen zu können. Lies auch: Rückschlag für Red Bull: FIA verbietet Motoren-Trick Lies auch: Jos Verstappen spricht Verbot aus: Max darf „nicht hier“ fahren Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 „Hannah Schmitz könnte nach Gianpiero Lambiase die Nächste sein, die Red Bull verlässt“ Formel 1 Rückschlag für Red Bull: FIA verbietet Motoren-Trick Formel 1 Jos Verstappen spricht Verbot aus: Max darf „nicht hier“ fahren Formel 1 F1-Vater wütend: „Sie hatten ihn schon vor dem Start abgeschrieben“ Formel 1 Vier Fahrer, die Verstappen bei einem vorzeitigen Red-Bull-Abschied ersetzen könnten Formel 1 Damon Hill kehrt ins F1-Paddock zurück