Formel 1 Vier Fahrer, die Verstappen bei einem vorzeitigen Red-Bull-Abschied ersetzen könnten Red Bull driver Max Verstappen during a press conference on day one of Formula One Aramco Pre-Season Testing at the Bahrain International Circuit, Sakhir. Picture date: Wednesday February 18, 2026. (Photo by Bradley Collyer/PA Images via Getty Images) Von A. Schenk Heute um 10:27 F1-News Formel 1 Max Verstappen Red Bull Wenn der König seinen Thron verlässt: Die potenziellen Nachfolger von Max Verstappen im Visier Vier Namen befinden sich im Rennen um die Nachfolge von Max Verstappen bei Red Bull, doch es gibt nur einen echten absoluten Topkandidaten. Sollte der viermalige Weltmeister seine Ausstiegsklausel nach der Sommerpause aktivieren, steht das Team vor der größten Umstrukturierung seiner Geschichte. Oscar Piastri sticht als logischste Wahl hervor. Der 24-jährige Australier bewies im vergangenen Jahr, dass er ein Champion-Format besitzt, und zeigt auch jetzt, dass er mit einem konkurrenzfähigen Auto an der Spitze mitmischen kann. Sein zweiter Platz in Japan war der erste echte Beweis dafür, dass McLaren näher an Mercedes herangerückt ist. Hinter den Kulissen ist die Stimmung jedoch nicht ideal. Mehreren Quellen zufolge ist sein Verhältnis zu CEO Zak Brown angespannt, nachdem Piastri im Titelkampf 2025 mehrfach das Nachsehen hatte und strategisch zurückstecken musste. Lies auch: Rückschlag für Red Bull: FIA verbietet Motoren-Trick Piastri gilt als Ideallösung Manager Mark Webber ist kaum noch in der Hospitality anzutreffen, was den Gerüchten über Unzufriedenheit zusätzliche Nahrung gibt. Ralf Schumacher sieht ein Szenario, in dem Piastri Richtung Red Bull abwandern könnte, falls Verstappen das Team verlässt. Red Bull würde dann ein junges, aber bewährtes Toptalent neben Isack Hadjar setzen und so ein zukunftsorientiertes Fahrer-Duo formieren. Der zweite Name auf der Liste ist Charles Leclerc. Der Monegasse hat bei Ferrari schon länger seinen Frust über das Warten auf den ersten WM-Titel geäußert, doch das bezog sich auf die Zeit vor 2026. Aktuell rangiert Ferrari als zweitschnellste Kraft im Feld, wobei Leclerc und Hamilton regelmäßig Podestplätze einfahren. Sein Vertrag läuft bis 2029, enthält jedoch Klauseln, die einen vorzeitigen Abschied ermöglichen könnten. Artikel geht weiter unter dem Bild. Red Bull nahm bereits im Vorjahr Kontakt zu seinem Manager Nicolas Todt auf, was das ernsthafte Interesse unterstreicht. Die Frage ist, ob Leclerc ein erstarktes Ferrari gegen einen Red Bull eintauschen will, der momentan hinter Alpine und Racing Bulls ins Ziel kommt. Ralf Schumacher bezeichnete dies als unklugen Schritt. Der interne Kandidat heißt Arvid Lindblad. Der 18-jährige Brite wurde in Australien bereits Achter in seinem erst dritten Grand Prix und verblüffte die Fachwelt, indem er Verstappen im Q2 des Japan-Qualifyings eliminierte. Red Bull betrachtet ihn als Kronprinzen ihres Junior-Programms, doch 2027 kommt für den nächsten Schritt vermutlich noch zu früh. Eine verfrühte Beförderung kann ein junges Talent zerbrechen. Dennoch bleibt die interne Lösung eine Option, um die Beförderungskette aufrechtzuerhalten, falls der externe Markt keine geeigneten Kandidaten bietet. Die Wildcard ist Gabriel Bortoleto. Der Brasilianer startete seine F1-Karriere bei Audi beeindruckend und qualifizierte sich in seinem Debütjahr 2025 regelmäßig vor Teamkollege Nico Hülkenberg. Sein Vertrag bei Audi läuft Ende 2026 aus, und Manager Fernando Alonso drängt in Richtung der Top-Teams. Bortoleto und Verstappen kennen sich persönlich, und Verstappen hat intern bereits angemerkt, dass Red Bull den Brasilianer im Auge behalten sollte. Dennoch ist es schwer vorstellbar, dass Audi ihn nach anderthalb Jahren ziehen lässt und Red Bull ihn direkt vor ihren Augen wegschnappt – gerade jetzt, wo das Audi-Projekt an Fahrt gewinnt. Die Realität für Red Bull ist, dass keine der vier Optionen einfach umzusetzen ist. Piastri ist an einen McLaren-Vertrag gebunden, Leclerc möchte möglicherweise lieber bei einem besser performenden Ferrari bleiben, Lindblad ist vielleicht noch zu grün und Bortoleto aus seinem Audi-Vertrag herauszukaufen, wäre wohl extrem teuer. Zudem ist Red Bull sportlich gesehen momentan nicht das attraktivste Projekt. Ein Fahrer, der jetzt zum Team wechselt, tut dies bewusst für ein langfristiges Projekt und muss bereit sein, durch ein Tal der Tränen zu gehen, bevor die Früchte geerntet werden können. Lies auch: Jos Verstappen spricht Verbot aus: Max darf „nicht hier“ fahren Lies auch: F1-Vater wütend: „Sie hatten ihn schon vor dem Start abgeschrieben“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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