Formel 1

FIA verhängt kuriose Geldstrafen gegen zwei F1-Fahrer noch vor dem Rennstart

FIA verhängt kuriose Geldstrafen gegen zwei F1-Fahrer noch vor dem Rennstart
Von A. Schenk Heute um 13:57

Monaco-GP: Stewards greifen nach kurioser Verletzung der Regeln am Medientag hart durch – absurder geht es kaum.

Zwei absolute Publikumslieblinge des Formel 1-Zirkus mussten in Monte Carlo bei der Rennleitung antreten, noch bevor auch nur ein einziger Meter gefahren war.

Ein verspätetes Erscheinen bei der obligatorischen Pressekonferenz am Donnerstag sorgte nämlich für einen Besuch bei den FIA-Stewards.

Es handelt sich um Charles Leclerc und den amtierenden Weltmeister Lando Norris. Beide Piloten nahmen einige Minuten nach dem geplanten Beginn an der offiziellen FIA-Sitzung teil.

Dadurch startete der Pressetermin etwas später als geplant um 14.30 Uhr Ortszeit. Der Verband entschied sich, die Angelegenheit nicht auf sich beruhen zu lassen und zitierte das Duo am Freitagmorgen zum Rapport. Leclerc musste um 10.00 Uhr Ortszeit erscheinen, Norris zehn Minuten später.

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Ferrari und McLaren erhalten jeweils eine Geldstrafe von 5.000 Euro, die zur Bewährung ausgesetzt ist und zwölf Monate gültig bleibt. Erst bei einem erneuten Verstoß vergleichbarer Art muss der Betrag tatsächlich gezahlt werden.

Auffallend ist, dass nicht die Fahrer selbst, sondern ihre Teams die Strafe erhalten. Die Stewards verwiesen dabei auf Artikel 9.15.1 des Internationalen Sportkodex, der den Teilnehmer für die Handlungen seines Fahrers verantwortlich macht.

„Gemäß Artikel 9.15.1 des FIA International Sporting Code ist der Teilnehmer für die Handlungen seines Fahrers verantwortlich“, so die Stewards in ihrer Begründung.

Während der Anhörung brachten Vertreter beider Rennställe vor, dass die Fahrer durch eine vorherige Verpflichtung aufgehalten worden waren. Neben dem Verstoß gegen Artikel B10.1.1.a nannte die Rennleitung auch die Artikel 12.2.1.i und 12.2.1.p des Sportkodex.

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https://x.com/F1GuyDan/status/2062848643032387853

Die Pressekonferenz am Donnerstag ist ein fester Bestandteil eines Rennwochenendes. Die FIA benennt sechs Fahrer, die in zwei Gruppen zu je drei Piloten vor die Kameras treten. Leclerc und Norris saßen im ersten Block zusammen mit Audi-Fahrer Gabriel Bortoleto.

An der zweiten Session nahmen Max Verstappen, Williams-Pilot Alex Albon und Haas-Fahrer Esteban Ocon teil. Da die gesamte Veranstaltung live übertragen wird, legen sowohl der Verband als auch der Inhaber der kommerziellen Rechte großen Wert auf Pünktlichkeit.

Eine Strafe für Zuspätkommen ist alles andere als üblich, da in den meisten Fällen über eine solche Verspätung hinweggesehen wurde oder es bei einer offiziellen Verwarnung blieb.

Dass die Stewards nun doch durchgriffen, passt zu einer strengeren Linie bei der Regelauslegung, die vor einigen Jahren eingeleitet wurde. Im Jahr 2024 erklärte der damalige FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem einer vulgären Wortwahl bei offiziellen Anlässen den Kampf.

Leclerc erhielt in jenem Jahr in Mexiko eine Geldstrafe von 10.000 Euro, nachdem ihm vor dem Mikrofon ein Kraftausdruck herausgerutscht war. Verstappen musste nach einem ähnlichen Vorfall in Aserbaidschan Sozialstunden ableisten.

Das Kommissars-Büro in Monaco bestand an diesem Wochenende aus Ex-Rennfahrer Derek Warwick zusammen mit Garry Connelly, Tanja Geilhausen und Jean-Francois Calmes.

Für beide Hauptdarsteller kommt die Affäre zu einem sensiblen Zeitpunkt. Leclerc gilt auf seinem Heimkurs als einer der Favoriten auf den Sieg und gewann die Ausgabe von 2024. Dennoch ließen ihn Unfälle und Pech in Monaco schon häufiger im Stich.

„Auf einer Strecke würde ich es wagen, auf uns zu setzen, und das ist wahrscheinlich Monaco. Aber Mercedes hat seit Beginn des Jahres einen erheblichen Vorteil, daher denke ich, dass sie das Team bleiben, das es zu schlagen gilt“, so Leclerc.

Norris gewann das Straßenrennen im vergangenen Jahr und holte später in jener Saison seinen ersten Weltmeistertitel.

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