Formel 1 Neuer Cadillac-Boss über Sergio Pérez: Das ist es, was man von einem Fahrer wie ihm erwarten darf Von A. Schenk 19. August 2026 Cadillac F1-News Formel 1 Sergio Pérez Valtteri Bottas Cadillac vollzieht während der Formel-1-Sommerpause wegweisende Veränderung Graeme Lowdon hat seinen Posten als Teamchef geräumt und wird von Marcin Budkowski abgelöst. Damit übernimmt der Pole die Leitung des jungen Formel-1-Projekts. In einem seiner ersten Statements betonte er, dass Sergio Pérez eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des US-amerikanischen Rennstalls spielt. Cadillac blickt in der Formel-1-Saison 2026 bislang auf wechselhafte Ergebnisse zurück. Zu Beginn des Jahres schien die Zuverlässigkeit am Auto von Pérez noch weitestgehend stabil zu sein. In Richtung der Sommerpause häuften sich jedoch die Probleme: Der Mexikaner schied in drei der letzten fünf Rennen vor der Unterbrechung aus. Für ein neues Team sind derartige Anlaufschwierigkeiten nicht ungewöhnlich. Dennoch erwartet Pérez Fortschritte. Dank seiner langjährigen Erfahrung, unter anderem bei Red Bull Racing, weiß er genau, wie ein Team an der absoluten Spitze funktioniert. Hinter den Kulissen soll er daher massiven Druck ausüben, um sowohl das Auto als auch die Arbeitsweisen bei Cadillac zu verbessern. Budkowski sieht darin kein Problem – im Gegenteil: Er betrachtet die Einstellung von Pérez als wertvolle Eigenschaft. „Nach allem, was ich aus den Gesprächen mit Dan Towriss, aber auch mit anderen Leuten im Team weiß, ist er nicht nur außergewöhnlich gut gefahren“, gibt Budkowski zu Protokoll. Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen Pérez setzt alle unter Druck „Sondern er hat hinter den Kulissen auch enormen Druck auf das Team ausgeübt.“ Laut dem neuen Teamchef ist dieses Verhalten genau das, was man von einem Fahrer mit dieser Routine erwarten darf. „Das kann man von einem Piloten wie ihm erwarten, der jahrelang bei Red Bull gefahren ist und mit den Besten gearbeitet hat.“ „Ich denke, das ist genau die Mentalität, die wir wollen, und es ist auch die Mentalität, die ich einbringen werde.“ „Ich bin mir daher sicher, dass wir in Bezug auf Mentalität und Tatendrang voll auf einer Wellenlinie liegen werden“, sagte Budkowski gegenüber Motorsport.com. Nicht nur Pérez erntet Lob, auch die Erfahrung von Valtteri Bottas wird von Budkowski als essenziell eingestuft. Cadillac entschied sich bewusst für zwei sehr erfahrene Piloten, um zu verhindern, dass Team und Fahrer gleichzeitig alle Prozesse neu erlernen müssen. „Checo ist ein Gewinn für das Team gewesen, und ehrlich gesagt gilt das für beide Fahrer“, so Budkowski. Er erklärt, dass viel über die Entscheidung für zwei Routiniers gesprochen wurde, es für ein junges Team jedoch entscheidend sei, diese Erfahrung und Stabilität ins Boot zu holen. Mit einem Fahrer, der selbst noch lernen muss, während das gesamte Team noch in der Lernphase steckt, gäbe es schlichtweg zu viele Variablen. Artikel geht weiter unter dem Bild. „Deshalb denke ich, dass es wichtig ist, einen Fahrer wie Checo an Bord zu haben“, so Budkowski weiter. Damit unterstreicht er einen Kernpunkt der Strategie von Cadillac. Ein neuer Formel-1-Rennstall muss nicht nur ein konkurrenzfähiges Auto entwickeln. Auch die Boxenstopps und die Kommunikation müssen auf Top-Niveau gebracht werden. Das Gleiche gilt für die Prozeduren an den Rennwochenenden und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Technik-Abteilungen. Pérez schöpft dabei aus einer langen Formel-1-Karriere. Er debütierte 2011 und fuhr später unter anderem für Sauber und McLaren. Danach folgten Stationen bei Force India und Racing Point, bevor er bei Red Bull an der Seite von Max Verstappen mehrere Saisons bestritt, in denen das Team um Weltmeisterschaften kämpfte. Neue Phase nach der Sommerpause Für Budkowski selbst bedeutet die Ernennung ebenfalls die Rückkehr in eine Führungsposition in der Formel 1. Er war zuvor unter anderem für McLaren und Ferrari tätig, fungierte als Technischer Direktor der FIA und arbeitete später für Renault sowie Alpine. Cadillac hofft, dass diese Expertise zusammen mit dem Wissen von Pérez und Bottas für eine weitere Professionalisierung sorgt. Viel Zeit, um sich an die neue Konstellation zu gewöhnen, bleibt nicht. Die Sommerpause endet bald, und am Sonntag, den 23. August, wird die Saison mit dem Großen Preis der Niederlande fortgesetzt. Für Cadillac beginnt damit eine wegweisende zweite Saisonhälfte. Nach den jüngsten Ausfällen wird vor allem die Standfestigkeit im Fokus stehen. Gleichzeitig stellt Budkowski klar, dass die hohen Anforderungen von Pérez willkommen sind. Cadillac hegt große Ambitionen, und dafür ist laut dem neuen Teamchef genau die Mentalität vonnöten, die der Mexikaner derzeit an den Tag legt. Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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