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Neue Verkehrsregeln in Frankreich: Was Sie vor der Abreise wissen müssen

Neue Verkehrsregeln in Frankreich: Was Sie vor der Abreise wissen müssen

Hohe Bußgelder drohen: Urlauber sollten vor der Frankreich-Reise die neuen Verkehrsregeln prüfen

Mit der Urlaubssaison vor der Tür zieht es wieder zahlreiche Autofahrer in Richtung Frankreich. Doch wer unvorbereitet startet, dem drohen empfindliche Bußgelder.

Das Land hat nämlich kürzlich eine Reihe neuer Verkehrsregeln eingeführt, die Auswirkungen auf Autofahrer, Motorradfahrer und alle Nutzer des französischen Mautstraßennetzes haben.

Besonders Besitzer älterer Fahrzeuge sind betroffen. Benziner mit Erstzulassung vor 2006 und Dieselfahrzeuge von vor 2011 sind an Werktagen zwischen 8.00 und 20.00 Uhr bereits in Paris verboten – mittlerweile gilt dies auch in Dutzenden weiteren Städten.

Grund dafür ist die massive Ausweitung der französischen Umweltzonen, der sogenannten ZFE-Zonen (Zones à Faibles Émissions).

Alle Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern sind seit diesem Jahr verpflichtet, eine solche Zone einzurichten. In diesen Gebieten ist die Crit’Air-Vignette an der Windschutzscheibe Pflicht. Diese Plakette gibt an, in welche Schadstoffklasse das Fahrzeug eingestuft ist. Die Vignette ist fahrzeuggebunden an das Kennzeichen gekoppelt, kostet 4,91 Euro und kann über die offizielle Website der französischen Regierung bestellt werden.

Die Kategorien reichen von 0 bis 5, wobei die 0 für reine Elektrofahrzeuge steht und die 5 für Fahrzeuge mit dem höchsten Schadstoffausstoß. Je nach Stadt und Uhrzeit gelten unterschiedliche Beschränkungen pro Kategorie. Die Vignette wird an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht.

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Dreißig neue Umweltzonen hinzugekommen

Neben den Städten, in denen Umweltzonen bereits etabliert sind – wie Lyon, Marseille, Paris und Toulouse – sind im Jahr 2025 dreißig neue Standorte hinzugekommen. Dazu gehören Städte wie Bordeaux, Lille, Nantes, Rennes, Le Havre, Straßburg, Metz, Dijon und Angers. Auch Dünkirchen, Brest, Caen, Mulhouse, Nancy, Nîmes, Orléans, Pau und Perpignan stehen nun auf der Liste.

Wer in den kommenden Monaten durch verschiedene französische Regionen reist, läuft also Gefahr, ungeplant in eine dieser Umweltzonen zu geraten.

Gute Vorbereitung bedeutet jedoch nicht nur die richtige Plakette am Fenster, sondern auch die Kenntnis der neuen Tempolimits. Auf dem Pariser Autobahnring, dem Boulevard Périphérique, galt bislang Tempo 70 als Limit – dieses wurde mittlerweile auf 50 km/h herabgesetzt.

Auch auf anderen städtischen Ringstraßen wird die Einhaltung der Regeln strenger überwacht. Radarfallen sind weit verbreitet, und die französischen Behörden greifen hier konsequent durch.

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Bezahlen ohne Stopp

Eine weitere weitreichende Änderung betrifft die Mautpflicht. Auf immer mehr Autobahnen werden die traditionellen Mautstationen durch sogenannte Free-Flow-Systeme ersetzt. Dabei gibt es keine Schranken mehr. Die Kennzeichen werden automatisch per Kamera erfasst, und die Mautgebühr wird auf dieser Basis berechnet.

Wer ohne Maut-Badge (Telemaut-Gerät) unterwegs ist, muss sein Kennzeichen selbst registrieren oder die Gebühr an einem Automaten am Straßenrand begleichen. Wer dies versäumt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Für regelmäßige Frankreich-Besucher ist ein Maut-Badge daher eine praktische Lösung, da die Abrechnung automatisch erfolgt, ohne anzuhalten oder sich manuell einloggen zu müssen.

Neue Regeln für Motorradfahrer

Biker, die eine Tour durch Frankreich planen, müssen eine spezifische Änderung beachten, die zum 1. Januar in Kraft getreten ist. Das Filtern im Stau (Durchschlängeln) auf Hauptverkehrsstraßen innerhalb geschlossener Ortschaften ist nicht mehr gestattet.

Auf Autobahnen außerhalb geschlossener Ortschaften bleibt dies unter bestimmten Bedingungen erlaubt, in den Städten herrscht jedoch nun ein striktes Verbot. Wer sich dennoch zwischen den stehenden Fahrzeugkolonnen hindurchbewegt, riskiert eine Strafe von 135 Euro.

Die französischen Behörden kombinieren die neuen Vorschriften mit einer strikten Durchsetzung. Es empfiehlt sich daher dringend, vor der Abfahrt zu prüfen, welche Plaketten benötigt werden, ob das eigene Fahrzeug Zugang zu den Städten auf der Route hat und wie die Maut-Situation auf der gewählten Strecke aussieht.

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