Formel 1 Neue Blitzer-Generation im Einsatz: Fokus auf Vergehen, die fast jedem Autofahrer unterlaufen HUNGARORING, MOGYOROD, HUNGARY - 2023/07/23: Former Driver David Coulthard in the paddock before the F1 Grand Prix of Hungary . (Photo by Marco Canoniero/LightRocket via Getty Images) Von A. Schenk 9. Mai 2026 F1-News Nachrichten Das System basiert unter anderem auf Sensoren, die direkt in die Fahrbahn integriert sind. Deutsche Urlauber, die dieses Jahr nach Italien reisen, sollten besonders wachsam sein. Fahrer, die dazu neigen, rücksichtslos an Stellen zu überholen, an denen ein Überholverbot herrscht, bekommen es zunehmend mit technischen Gegenmaßnahmen zu tun. Ein neues Radarsystem erkennt nämlich gefährliche Überholmanöver im öffentlichen Straßenverkehr. Es handelt sich um das SV3, ein Gerät, das von den Italienern schnell auf den Namen „sorpassometro“ (Überholradar) getauft wurde. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Wie hoch sind die Bußgelder für illegales Überholen? Das System arbeitet mit Sensoren, die in den Fahrbahnbelag integriert sind. Diese schlagen an, sobald ein Fahrzeug eine durchgezogene Linie überfährt. Gleichzeitig schalten sich High-Definition-Kameras ein, die das gesamte Manöver aufzeichnen. Das 15-sekündige Video wird anschließend automatisch an die Polizei weitergeleitet. Nach der Überprüfung durch die Beamten folgt der Bußgeldbescheid. Das System lässt kaum Raum für Zweifel, da die Aufnahmen den Verstoß präzise und lückenlos dokumentieren. Die Geldstrafen sind empfindlich. Wer eine durchgezogene Linie überfährt, riskert eine Sanktion zwischen 42 und 666 Euro. Bei Fahrten entgegen der Fahrtrichtung kann das Bußgeld sogar bis zu 1.300 Euro betragen. Fahrer, die dennoch Einspruch einlegen wollen, haben 30 Tage Zeit, um sich an den Friedensrichter zu wenden, oder 60 Tage für den Gang zum Präfekten. Die Erfolgsaussichten sind jedoch gering, da die Videobilder in der Regel als stichhaltiger Beweis dienen. Italien verzeichnet seit Jahren eine der höchsten Quoten an Verkehrstoten in Europa. Gefährliche Überholmanöver auf engen Landstraßen und in städtischen Gebieten sind ein hartnäckiges Problem. Die Regierung sieht im SV3 ein Instrument, um dieses Verhalten strukturell zu bekämpfen. Streng regulierte Platzierung Die Aufstellung der Radargeräte ist an strikte Bedingungen geknüpft. Eine Installation ist nur an Standorten mit einem nachweislich hohen Unfallrisiko zulässig. Dazu zählen Straßen mit eingeschränkter Sicht, schmale Fahrbahnen und Abschnitte mit gefährlichen Kurven. Zudem ist für jede Installation die Genehmigung des Präfekten der jeweiligen Region erforderlich. Die Standorte sind kein Geheimnis. Alle Genehmigungen und Beschlüsse werden in offiziellen Präfektur-Erlassen veröffentlicht, die öffentlich zugänglich sind. Transparenz ist in Italien eine Grundvoraussetzung für den Einsatz solcher Überwachungsgeräte. Aktuell sind die ersten SV3-Radarsysteme bereits in mehreren italienischen Regionen im Einsatz. Es ist geplant, das Netzwerk in den kommenden Jahren an jenen Stellen weiter auszubauen, an denen das Risiko für schwere Verkehrsunfälle am größten ist. Text geht unter dem Bild weiter. Die italienische Verkehrsgesetzgebung stand bereits seit längerem unter Druck, das Vorgehen gegen gefährliches Fahrverhalten zu verschärfen. Während Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstöße seit Jahren registriert werden, blieb illegales Überholen von der automatisierten Überwachung weitgehend unberührt. Das SV3 füllt nun diese Lücke. Verkehrssicherheitsexperten begrüßen die Einführung. Gefährliches Überholen ist eine der Hauptursachen für Frontalkollisionen auf zweispurigen Straßen. Ein automatisiertes System, das dieses Verhalten strukturell erfasst und bestraft, kann eine abschreckende Wirkung auf das Fahrverhalten haben. Ob das SV3-System künftig auch in anderen europäischen Ländern zum Einsatz kommt, ist noch nicht bekannt. Italien ist vorerst das einzige Land in Europa, das diesen Radartyp offiziell zugelassen und in Betrieb genommen hat. Andere Nationen verfolgen die Ergebnisse jedoch mit großem Interesse. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Formel 1 Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Formel 1 Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Formel 1 FIA erkennt F1-Piloten Podestplatz ab: Protest eingelegt Formel 1 FIA fällt Grundsatzurteil über Red Bull vor entscheidenden Upgrades Formel 1 George Russell am Boden: „Habe 70 Punkte liegengelassen“