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Nächstes Formule 1-Rennen findet nicht an einem Sonntag statt

Nächstes Formule 1-Rennen findet nicht an einem Sonntag statt
BAKU, AZERBAIJAN - SEPTEMBER 21: Max Verstappen of the Netherlands driving the (1) Oracle Red Bull Racing RB21 leads Carlos Sainz of Spain driving the (55) Williams FW47 Mercedes on track during the F1 Grand Prix of Azerbaijan at Baku City Circuit on September 21, 2025 in Baku, Azerbaijan. (Photo by Clive Rose/Getty Images)

Termin-Rätsel in Aserbaidschan: Warum findet das Formule-1-Rennen in Baku in diesem Jahr an einem völlig anderen Datum statt?

Die Formel-1-Saison 2026 nähert sich ihrer entscheidenden Phase, denn mittlerweile liegen 14 der 23 geplanten Rennen hinter uns.

Am vergangenen Wochenende sicherte sich Kimi Antonelli den Sieg in Madrid, womit der europäische Teil des Kalenders abgeschlossen wurde.

Nach Spanien reist die Königsklasse weiter nach Aserbaidschan, gefolgt von einer langen Serie von Rennen in Asien und Amerika.

Fans, die an einen festen Renntag gewöhnt sind, müssen in Baku jedoch umdenken.

Anders als üblich findet der Große Preis von Aserbaidschan nämlich nicht am Sonntag statt.

Die Verschiebung wurde bereits im vergangenen Juni auf Wunsch des aserbaidschanischen Promoters und der lokalen Regierung angekündigt.

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Gedenktag verschiebt das gesamte Rennwochenende

Der Grund für die Änderung liegt im aserbaidschanischen Gedenktag, der jährlich auf den 27. September fällt und an dem sich das Land in Trauer befindet.

Die Einwohner gedenken dann der Soldaten, die während des Zweiten Bergkarabach-Krieges, auch Vaterländischer Krieg genannt, ums Leben kamen.

Dieser Konflikt brach am 27. September 2020 in der umstrittenen Region Bergkarabach aus, in der Aserbaidschan und Armenien bereits seit Jahrzehnten im Clinch liegen.

Nach 44 Tagen Kampf behielt Aserbaidschan die Oberhand, was in der Folge zu heftigen Protesten gegen die Regierung in Armenien führte.

Nach Zahlen der aserbaidschanischen Regierung kamen während dieses Krieges 2.783 eigene Soldaten ums Leben. Da der Gedenktag in diesem Jahr auf Sonntag, den 27. September fällt, wurde beschlossen, das komplette Rennwochenende um einen Tag vorzuziehen.

Konkret bedeutet dies, dass Journalisten bereits am Mittwoch den Medientag wahrnehmen können, während die ersten beiden Freien Trainings für Donnerstag geplant sind.

Am Freitag folgen das dritte Training und das Qualifying, bevor am Samstag das Rennen über 51 Runden ausgetragen wird.

Baku erhält 2026 zudem kein Sprint-Format, und die FIA Formel 2 fungiert an diesem Wochenende als feste Rahmenserie. Die Organisatoren unterzeichneten kürzlich zudem eine Vertragsverlängerung bis einschließlich 2030, womit Baku vorerst im Kalender bleibt.

Text geht unter dem Bild weiter.

Samstagsrennen sind kein neues Phänomen in der Formel 1

Obwohl die Formel 1 seit Jahrzehnten bevorzugt am Sonntag fährt, ist ein abweichender Renntag in der Geschichte des Sports keineswegs einzigartig.

Tatsächlich wurde fast jeder Wochentag schon einmal genutzt, beginnend mit dem Großen Preis von Großbritannien 1950 in Silverstone, der an einem Samstag stattfand.

Bis 1975 war der britische Grand Prix sogar standardmäßig für Samstag geplant, sodass ein Rennen außerhalb des Sonntags damals alles andere als ungewöhnlich war.

Auch die Indianapolis 500, die zwischen 1950 und 1960 offiziell zur Weltmeisterschaft zählten, wurden traditionell am 30. Mai ausgetragen – es sei denn, dieses Datum fiel auf einen Sonntag. In diesem Fall rückten die Piloten auf dem legendären Brickyard-Circuit auf den Montag aus.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Sonntag jedoch zum festen Renntag innerhalb des Sports. Der Große Preis von Südafrika 1985, der noch am Samstag stattfand, blieb daher lange Zeit die letzte Ausnahme, bis Las Vegas 2023 in den Kalender zurückkehrte.

Seitdem entscheidet sich die US-Metropole jedes Jahr aufs Neue für ein Rennen am Samstagabend, auch aufgrund der Zeitzone und der Atmosphäre auf dem Strip. Ebenso verlegten Bahrain und Saudi-Arabien ihren Grand Prix im Jahr 2024 auf den Samstag, damals wegen des Beginns des Ramadan.

Baku reiht sich in diesem Jahr also in eine kurze Liste von Rennen ein, die aus unterschiedlichen, oft kulturellen Gründen vom vertrauten Sonntags-Rhythmus abweichen.

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