Formel 1 Nachträgliche Strafe für Max Verstappen nach dem GP von Miami SUZUKA, JAPAN - MARCH 29: Eighth placed Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing is interviewed during the F1 Grand Prix of Japan at Suzuka Circuit on March 29, 2026 in Suzuka, Japan. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202603290591 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 4. Mai 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Miami Max Verstappen Die Vorzeichen waren vielversprechend, doch Max Verstappen wird sich den Grand Prix von Miami ganz anders vorgestellt haben. Max Verstappen hat nach dem Grand Prix von Miami eine Zeitstrafe von fünf Sekunden erhalten. Der Niederländer überfuhr bei seinem Boxenstopp die weiße Linie am Boxenausgang, doch die Strafe hatte keine Auswirkungen auf sein Endergebnis. Verstappen beendete das Rennen als Fünfter. Das Rennen verlief ohnehin nicht nach den Vorstellungen des viermaligen Weltmeisters. In der ersten Kurve der Eröffnungsrunde drehte er seinen RB22 und verlor dadurch mehrere Positionen. Um den Schaden zu begrenzen, entschied sich sein Team für einen frühen Boxenstopp in der Hoffnung, die Konkurrenten durch einen Undercut zu schlagen, wenn diese später stoppen würden. Diese Strategie ging teilweise auf, doch der Boxenstopp selbst sorgte für neue Probleme. Beim Verlassen der Boxengasse berührte die Außenseite seines linken Vorderrads die weiße Linie, die die Boxenausfahrt von der Fahrbahn trennt. Dies stellt einen Verstoß gegen Anhang L, Kapitel IV, Artikel 6c des Internationalen Sportkodex dar. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Strafe erfolgte verzögert wegen mangelnder Beweise Verstappen argumentierte zu seiner Verteidigung, dass er unter einer Full-Course-Yellow-Phase auf die Strecke zurückgekehrt sei, weshalb andere Regeln gelten würden, doch die Stewards wiesen dieses Argument zurück. Das Vergehen wurde nicht direkt während des Rennens geahndet, da zu diesem Zeitpunkt nicht genügend Videomaterial zur Verfügung stand, um eine eindeutige Entscheidung zu treffen. Die Kommissare beschlossen daher, den Vorfall nach dem Rennen genauer zu untersuchen, in der Hoffnung, bessere Kameraperspektiven zu finden. Dies gelang. Die neuen Aufnahmen zeigten deutlich, dass die weiße Linie überfahren wurde, woraufhin die Fünf-Sekunden-Zeitstrafe verhängt wurde. In der offiziellen Begründung schrieben die Stewards, dass die Außenseite des linken Vorderreifens die Außenseite der durchgehenden weißen Linie am Boxenausgang überquert habe. Aufgrund der Art des Vergehens entschieden sie sich für eine Strafe von fünf Sekunden. Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. Die Stewards betonten zudem, dass Verstappen das Recht habe, innerhalb der geltenden Fristen gemäß der FIA-Gerichts- und Disziplinarordnung Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Da die Strafe sein Endergebnis nicht verändert hat, gilt ein solcher Einspruch jedoch als unwahrscheinlich. Mit den zusätzlichen fünf Sekunden auf seine Rennzeit blieb Verstappen auf dem fünften Rang, was bedeutet, dass der Vorsprung auf den hinter ihm liegenden Fahrer groß genug war, um die Strafe zu absorbieren. In dieser Hinsicht hatte er Glück, da die Stewards dafür bekannt sind, bei Verstößen an der Boxenausgangslinie sehr streng zu sein. Das Rennen selbst brachte für Red Bull somit nur wenig Ertrag, trotz des vielversprechenden Qualifyings, in dem Verstappen Zweiter wurde. Der Dreher in der ersten Kurve warf die Strategie über den Haufen, und obwohl er sich durch das Feld nach vorne arbeitete, erwies sich der Rückstand auf die Spitze als zu groß, um noch ernsthaft um das Podium mitzukämpfen. Dabei hatte das Wochenende in Miami für Red Bull so hoffnungsvoll begonnen. Nach drei enttäuschenden Auftaktrennen brachte das Team ein umfangreiches Update-Paket mit, und Verstappen qualifizierte sich stark als Zweiter neben Polesetter Kimi Antonelli. Die Behebung eines Defekts am Lenkmechanismus sowie der neue Unterboden und die Seitenkästen hatten den RB22 spürbar schneller und fahrbarer gemacht. Das positive Gefühl aus dem Qualifying konnte im Rennen jedoch nicht bestätigt werden. Der Fehler am Start kostete ihn zu viel Zeit und Positionen, um noch um die Punkte kämpfen zu können, die das Team benötigt, um den Rückstand in der Konstrukteursweltmeisterschaft zu verkürzen. Für Verstappen persönlich ist es eine verpasste Chance. Nach drei Rennen außerhalb der Top 3 wäre ein starkes Ergebnis in Miami dringend nötig gewesen, um der Saison eine Wendung zu geben. Der fünfte Platz inklusive Zeitstrafe ist nicht das, was sich Team oder Fahrer nach einem so starken Samstag erhofft hatten. 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