Formel 1

Nach langweiligem Spanien-GP: Lando Norris fordert Aus für zwei „nutzlose“ Kurven

Nach langweiligem Spanien-GP: Lando Norris fordert Aus für zwei „nutzlose“ Kurven
Circuit Zandvoort, Zandvoort, Netherlands. 31.August.2025; Lando Norris of Great Britain and McLaren F1 Team during Formula One Italian Grand Prix

Nach überholarmem Grand Prix in Madrid: Fahrer üben einmütig Kritik und Organisatoren planen bereits drastischen Streckenumbau

Der Circuito de Madring, der in diesem Jahr vor 110.000 Zuschauern eröffnet wurde, sollte im Qualifying einen glanzvollen Eindruck hinterlassen, doch im Rennen selbst blieb das Spektakel weitgehend aus. Auf der 5,4 Kilometer langen Strecke rund um den IFEMA-Komplex fielen die meisten Entscheidungen bereits in der Eröffnungsrunde, danach gab es kaum noch Überholmanöver.

Abgesehen vom Rückfall von Lewis Hamilton aufgrund von Bremsproblemen wurden lediglich vier Überholvorgänge registriert, deutlich weniger als die zehn beim Großen Preis von Monaco zu Beginn dieser Saison. Mehrere Fahrer beklagten sich nach dem Rennen offen über das Layout der neuen Strecke.

Lando Norris, der von der Pole-Position gestartet war, überquerte die Ziellinie als Dritter hinter Sieger Kimi Antonelli und Max Verstappen. Ein ungünstig getimtes Virtuelles Safety-Car kostete den Briten die Führung, woraufhin er Verstappen trotz eines schnelleren Autos nicht mehr passieren konnte.

Die Kritik der Fahrer richtet sich vor allem auf den letzten Sektor der Strecke und ruft mittlerweile auch die Organisatoren auf den Plan, denn für 2027 liegen bereits konkrete Pläne auf dem Tisch, die Strecke grundlegend zu überarbeiten.

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Fahrerkritik fokussiert sich auf den letzten Sektor

Norris fand nach dem Rennen die deutlichsten Worte und bezeichnete die Kurven 18 und 19 als schlichtweg nutzlos. Seiner Meinung nach würden eine Gerade zwischen Kurve 17 und 20 in Kombination mit einer breiten Haarnadelkurve, vergleichbar mit Kurve 1 oder Kurve 10 in Austin, viel bessere Überholchancen bieten.

„Ich verstehe nicht, wie man sich dieses Design ansehen und denken kann: großartig“, so Norris gegenüber Journalisten. Er fügte hinzu, dass auch die Kombination der Kurven 5, 6 und 7 schwierig bleibe, da die Fahrer dort gleichzeitig lenken und bremsen müssten, was das Racing seiner Meinung nach eher untergrabe.

Audi-Pilot Gabriel Bortoleto fällte ein ebenso hartes Urteil und verglich die Strecke mit einer schnelleren Version von Monaco, allerdings ohne die Spannung. Auch Williams-Fahrer Alexander Albon hielt sich nicht zurück und verwies spezifisch auf den Abschnitt zwischen Kurve 3 und Kurve 5, der seiner Meinung nach ebenfalls komplett umgestaltet werden müsse.

Trotz aller Kritik betonten mehrere Fahrer, darunter Norris selbst, dass die Strecke durchaus Potenzial habe. Mit gezielten Anpassungen könne Madring dennoch zu einem beliebten Stopp im Kalender werden, so der optimistische Tenor.

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Hinter den Kulissen wurde bekannt, dass die FIA bereits vor dem Rennwochenende konkrete Empfehlungen bei der Organisation von Madring eingereicht hatte. Aufgrund der Komplexität von Streckensimulationen und des erforderlichen Homologationsverfahrens wurde jedoch beschlossen, etwaige Änderungen erst nach dieser Saison umzusetzen.

Event Managing Director Luis García Abad bestätigte, dass mittlerweile ein klarer Stufenplan vorliege. Konkret geht es um drei Zonen: Die Anfahrt zur Schikane bei Kurve 5 und 6 wird verbreitert, das Profil von Kurve 13 nach der markanten Steilkurve La Monumental wird für bessere Bremsmanöver angepasst, und bei Kurve 20 wird mehr Platz zum Überholen geschaffen.

„Die FIA hat klar aufgezeigt, in welcher Weise das Streckenlayout verbessert werden kann, und wir werden dafür offen sein, da wir die Strecke im nächsten Jahr ohnehin neu gestalten müssen“, so García Abad.

Für Norris und seine Kollegen bedeutet dies, dass sie möglicherweise bereits 2027 auf einer angepassten Version von Madring fahren werden. Bis dahin bleibt das aktuelle Design, das für rund 83 Millionen Euro errichtet wurde, vorerst unverändert als ein lehrreiches, aber wenig spektakuläres Kapitel in der Formel-1-Geschichte bestehen.

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