Formel 1

Michael Schumacher ist zurück: Legendärer Ferrari feiert Comeback in Monza

Michael Schumacher ist zurück: Legendärer Ferrari feiert Comeback in Monza

Ferrari-Fans dürfen sich am kommenden Wochenende auf eine emotionale Zeitreise freuen.

Kein Geringerer als Sebastian Vettel wird während des Grand Prix von Italien hinter dem Steuer eines Formel-1-Autos Platz nehmen. Der viermalige Weltmeister pilotiert am Sonntag in Monza den berühmten Ferrari F2002, mit dem sein Jugendidol Michael Schumacher im Jahr 2002 Weltmeister wurde.

Die Demonstration ist Teil einer größeren Hommage von Ferrari an Schumacher. Es ist genau 30 Jahre her, dass sich der Deutsche dem italienischen Team aus Maranello anschloss.

Schumacher wechselte 1996 von Benetton zu Ferrari und entwickelte sich in der Folge zum erfolgreichsten Piloten in der Geschichte des Rennstalls.

Sebastian Vettel wird am Sonntag im Vorfeld des Grand Prix einige Runden mit dem F2002 drehen, bereits einen Tag zuvor erhält Rubens Barrichello die gleiche Gelegenheit. Der Brasilianer pflegt zu genau diesem Modell eine ganz besondere Beziehung.

Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen

Lies auch: Luxusproblem um Kimi Antonelli bereitet Toto Wolff Kopfzerbrechen

Ferrari gewann mit dem F2002 fast alles

Der F2002 gehört zu den erfolgreichsten Formel-1-Autos aller Zeiten. Der Bolide wurde unter der technischen Leitung von unter anderem Ross Brawn und Rory Byrne entwickelt.

Schumacher sicherte sich mit dem Auto seinen fünften WM-Titel. Sein Vorsprung war so gewaltig, dass er die Meisterschaft bereits sechs Rennen vor Saisonende unter Dach und Fach brachte. Zudem gewann Ferrari überlegen die Konstrukteurswertung.

Der F2002 nahm übergreifend in den Saisons 2002 und 2003 an 15 Grands Prix teil. Davon konnten 14 gewonnen werden.

Auch in Monza war das Auto erfolgreich, wenngleich Schumacher den Italien-Grand-Prix 2002 nicht gewann. Barrichello startete von der Pole-Position und sicherte sich den Sieg, während Schumacher als Zweiter ins Ziel kam, wodurch Ferrari vor den eigenen Tifosi einen Doppelsieg feierte.

Persönliche Hommage für Vettel

Dass ausgerechnet Vettel am Sonntag den F2002 pilotiert, hat eine besondere Bedeutung. Schumacher war eines seiner großen Vorbilder, als Vettel selbst noch ein Nachwuchsfahrer war.

Später entstand zwischen den beiden Deutschen eine enge Bindung. Während Vettel bei Red Bull zum Weltmeister aufstieg, bestritt Schumacher sein Comeback bei Mercedes.

Vettel folgte schließlich auch einem Teil des Karrierewegs seines Idols und wechselte 2015 als amtierender Weltmeister zu Ferrari. Obwohl er mit der Scuderia keinen WM-Titel einfahren konnte, blieb seine Bewunderung für Schumacher stets offensichtlich.

Die Demonstration in Monza wird dadurch zu mehr als nur einer Ausfahrt mit einem historischen Rennwagen.

Ferrari bringt den F2002 dabei nicht mit herkömmlichem Rennbenzin aus dem Jahr 2002 auf die Strecke. Shell hat einen fortschrittlichen, nachhaltigen Kraftstoff entwickelt, mit dem der historische V10 betrieben werden kann. Dabei kommt Technologie zum Einsatz, die mit den Kraftstoffen für das aktuelle Formel-1-Reglement von 2026 in Verbindung steht.

Dies passt zu früheren Demonstrationsfahrten von Vettel. Seit seinem Rücktritt aus der Formel 1 hat er mehrere historische Autos mit nachhaltigeren Kraftstoffen bewegt. So steuerte er bereits den Williams FW14B von 1992 sowie den McLaren MP4/8 von 1993.

Ferrari nutzt das gesamte Rennwochenende, um auf die Schumacher-Ära zurückzublicken. Der aktuelle SF-26 geht in Monza mit einer speziellen Lackierung an den Start, die vom Ferrari F310 aus dem Jahr 1996 inspiriert ist – jenem Auto, mit dem Schumacher seine erste Saison für Ferrari bestritt.

Seine Ankunft markierte den Beginn einer der erfolgreichsten Epochen der Formel-1-Geschichte. Schumacher gewann zwischen 2000 und 2004 fünf Weltmeisterschaften in Folge mit Ferrari.

Der F2002 gilt als einer der absoluten Höhepunkte dieser Periode. Mehr als zwei Jahrzehnte später kehrt das Auto nun nach Monza zurück. Vettel wird am Sonntagmorgen die Ehre zuteil, den historischen Ferrari erneut über den italienischen Kurs zu steuern, bevor der Große Preis von Italien 2026 beginnt.

„Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung

Lies auch: „Absolut kein Comeback“: Max Verstappen scherzt über Kimi Antonellis F1-Vorsprung

Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor

Lies auch: Audi geht hart gegen Importe der eigenen China-Modelle in Deutschland vor

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen