Formel 1

Michael Schumacher: Emotionale Rückkehr zum Nürburgring

Michael Schumacher: Emotionale Rückkehr zum Nürburgring
BRACKLEY, UNITED KINGDOM - DECEMBER 23: In this handout image provided by Mercedes GP, Michael Schumacher poses on December 23, 2009 in Brackley, England. The Mercedes GP Petronas Formula One team have confirmed that 7-times Formula One World Champion Michael Schumacher will make his racing return in 2010 with the Silver Arrows team. (Photo by Mercedes GP via Getty Images)

Timo Glock startet beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit einer Hommage-Livery für Michael Schumacher.

Der McLaren 720S von Doerr Motorsport ist in den Farben des Benetton B195 lackiert, mit dem Michael Schumacher im Jahr 1995 seinen zweiten Weltmeistertitel einfuhr.

Dasselbe Bitburger-Sponsorenlogo, das damals die Flanken des Benetton zierte, prangt nun auf dem McLaren von Glock, zusammen mit den Logos der Keep Fighting Foundation, der Organisation, die das Erbe von Schumacher bewahrt.

Die Idee entstand durch persönliche Kontakte. Ein guter Freund von Glock leitet das Getränkeunternehmen Bembel With Care, das in Zusammenarbeit mit der Biermarke Bitburger das Projekt ins Leben gerufen hat.

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Bitburger als Basis der Hommage

Bitburger war genau 25 Jahre lang aus dem Motorsport verschwunden, nachdem das Unternehmen 1995 Schumachers Benetton gesponsert hatte. Dieses Jubiläum wurde zum Anlass genommen, mit einer Hommage an die denkwürdigste Saison dieser Sponsoring-Ära zurückzukehren.

„Der Mann, der das Unternehmen leitet, ist ein sehr guter Freund von mir, und wir hatten die Idee, dass wir etwas Besonderes für das 24-Stunden-Rennen machen müssen“, erklärte Glock gegenüber PlanetF1.com.

„Sie arbeiten nun mit Bitburger zusammen, die 1995 Benetton gesponsert haben und seit 25 Jahren nicht mehr im Motorsport präsent waren.“

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„Wir sagten: Wir müssen sie zurückbringen. Der einzige Weg war mit dem Livery von 1995, und so hat die ganze Geschichte begonnen.“

Das Zustandekommen des Projekts war alles andere als selbstverständlich. Das Team hatte ursprünglich ein anderes Auto mit einer deutschen Marke und einem Hersteller im Visier, doch dieser Partner zog sich drei Wochen vor dem Sechs-Stunden-Rennen zurück.

Glock stand plötzlich ohne Auto da. Er nahm Kontakt zu seinem DTM-Team Doerr Motorsport auf, das Pläne für Einsätze bei Langstreckenrennen hatte, aber noch kein konkretes Projekt verfolgte. Der Teamchef musste nicht lange überlegen.

„Mensch, das ist so ein großartiges Projekt. Wir machen es.“

Das Auto traf am Montag ein und wurde am Dienstag ausgeliefert. Die Vorbereitung war minimal. Aufgrund eines schweren Unfalls beim ersten Qualifikationsrennen NLS4 und technischer Probleme in NLS5 konnte das Team den McLaren kaum auf der Nordschleife testen.

„Wir haben keine Erfahrung mit dem Auto auf der Nordschleife. Wir haben ein Set-up genommen, von dem wir glauben, dass es gut ist, und sagen: Das muss jetzt einfach passen“, lachte Glock.

„Es fühlte sich heute Morgen eigentlich nicht schlecht an.“

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Glock startet in der SP9-Topklasse unter anderem neben Max Verstappen, der in einem Mercedes-AMG GT3 von Team Winward an den Start geht. Ein weiterer ehemaliger Formel-1-Pilot im Feld ist Markus Winkelhock.

Mit Glock als DTM-Veteran und dem viermaligen F1-Champion Verstappen erhält das Teilnehmerfeld an diesem Wochenende zusätzlichen Glanz. Die Zielsetzung von Glock und Doerr Motorsport ist realistisch.

„Wir haben keine Chance gegen die Top-Teams. Das ist klar. Das wichtigste Ziel ist es, das Rennen ohne Probleme und ohne technisches Pech oder Zeitstrafen zu beenden.“

Auch Overalls nach Benetton-Vorbild

„Wenn wir dann in den Top Zehn landen könnten, wäre das großartig.“

Die Mechaniker des Teams tragen Overalls, die detailgetreu den Anzügen nachempfunden sind, welche die Benetton-Mechaniker 1995 trugen. Dieses Detail verleiht dem Projekt eine zusätzliche nostalgische Dimension.

Auch die Familie Schumacher unterstützt die Initiative über die Keep Fighting Foundation, welche die Widerstandsfähigkeit des siebenmaligen Weltmeisters als Leitprinzip verfolgt.

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