Formel 1

Mercedes muss reißen lassen: Nur noch Red Bull und McLaren im Kampf um die Spitze

Mercedes muss reißen lassen: Nur noch Red Bull und McLaren im Kampf um die Spitze

Mercedes beendet Rechtsstreit um den Großen Preis von Monaco

Das Team hat offiziell beschlossen, den Antrag auf Überprüfung der Strafen gegen George Russell zurückzuziehen. Damit erledigt sich eines von drei Verfahren, die aus dem mittlerweile berüchtigten Messfehler bei der Boxengassengeschwindigkeit während des Rennens in Monaco resultierten.

Die Kontroverse begann, als George Russell während des Rennens eine Zeitstrafe wegen einer angeblichen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse erhielt.

Da Mercedes diese Strafe laut den Stewards beim darauffolgenden Boxenstopp nicht korrekt absolvierte, folgte eine schwerere Sanktion in Form einer Drive-Through-Penalty. Diese Strafe kostete Russell viel Zeit und führte dazu, dass er außerhalb der Punkte landete.

Nach Ablauf des Wochenendes kam jedoch ans Licht, dass die zugrunde liegenden Messdaten nicht korrekt waren. Die FIA räumte ein, dass im Messsystem des Formula One Management, das für die Erfassung der Boxengassengeschwindigkeiten verantwortlich ist, ein Fehler aufgetreten war.

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Eingeständnis des Fehlers löste Flut an Einsprüchen aus

Dieses Eingeständnis führte direkt zu weiteren juristischen Schritten mehrerer Teams, wobei Alpine am erfolgreichsten war. Pierre Gasly hatte ebenfalls Strafen auf Basis derselben fehlerhaften Messdaten erhalten.

Da es sich bei Gasly ausschließlich um Zeitstrafen handelte, die auf seine Endzeit addiert wurden, konnten die Stewards diese Sanktionen im Nachhinein einfach annullieren. Dadurch erhielt der Franzose seinen verlorenen dritten Platz zurück.

Für Mercedes gestaltete sich die Situation deutlich komplizierter. Russell hatte nämlich keine Zeitstrafe mehr in seinem Endergebnis stehen, sondern hatte während des Rennens tatsächlich eine Durchfahrtsstrafe absolviert.

Die auf der Strecke verlorene Zeit konnte im Nachhinein nicht einfach durch eine Korrektur des Klassements zurückgegeben werden, was eine erfolgreiche Revision juristisch erheblich erschwerte.

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Toto Wolff deutete bereits während des Rennwochenendes in Barcelona an, dass sich Mercedes dessen bewusst sei. Dennoch wollte das Team alle verfügbaren Optionen prüfen, bevor endgültig entschieden wurde, ob weitere Schritte sinnvoll seien. In einer offiziellen Erklärung erläuterte Mercedes die Entscheidung.

„Nach der Entscheidung, Gaslys Zeitstrafe rückgängig zu machen, war es für uns wichtig, alle verfügbaren Optionen auszuloten.“

„Um die Auswirkungen der Boxengassenstrafe für George auf sein Rennergebnis zu bewerten.“

Laut Mercedes fanden anschließend Gespräche mit der FIA und Formula 1 über die Ursache des Problems statt.

„In konstruktiven Gesprächen mit der FIA und der Formel 1 wurde uns mitgeteilt, dass die einzigartigen Umstände des Grand Prix von Monaco gründlich untersucht werden.“

„Die Faktoren, die dem zugrunde lagen, werden proaktiv identifiziert.“

Aus diesem Grund entschied sich das Team, von weiteren juristischen Schritten abzusehen.

„Angesichts dieser Entschlossenheit sind wir zu dem Schluss gekommen, dass unser Antrag weder unserem Team noch dem Sport dienen würde.“

Die Entscheidung deutet darauf hin, dass Mercedes Vertrauen in die laufende Untersuchung des Messfehlers und der Verfahren rund um die Boxengassengeschwindigkeiten hat.

Das Team setzt damit auf eine Zusammenarbeit mit den Sportbehörden statt auf ein langwieriges juristisches Verfahren, dessen Erfolgsaussichten begrenzt schienen.

Nachspiel von Monaco noch lange nicht vorbei

Das Nachspiel von Monaco ist damit jedoch noch nicht beendet. Red Bull Racing und McLaren halten an ihren Einsprüchen gegen die Wiederherstellung von Gaslys Podiumsplatz fest. Beide Teams haben förmlich Berufung beim internationalen FIA-Berufungsgericht eingelegt.

McLaren betont, dass die Entscheidung Fragen zur sportlichen Fairness, zur Beständigkeit des Regelwerks und zur Integrität des Wettbewerbs aufwerfe. Red Bull spricht von einer Grundsatzfrage und fordert Klarheit darüber, wie Tatsachenentscheidungen während eines Rennens nachträglich noch geändert werden können.

Die FIA hatte ursprünglich bereits eine Anhörung für den Mercedes-Antrag während des Grand-Prix-Wochenendes in Österreich angesetzt. Dieser Termin wurde durch das Zurückziehen des Antrags gestrichen.

Die Berufungsverfahren von Red Bull und McLaren laufen vorerst weiter und könnten die endgültige juristische Abwicklung des Monaco-Rennens noch wochenlang beeinflussen.

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