Formel 1 McLaren von stark verbessertem Red Bull überrascht: Team bereit, die Geheimnisse zu entschlüsseln Lando Norris of the McLaren Formula 1 Team participates in Formula 1 Pre-Season Testing 1 in Sakhir, Bahrain, on February 12, 2026, during Testing Day 2. (Photo by Ahmad AlShehab/NurPhoto via Getty Images) Von A. Schenk 8. Mai 2026 Andrea Stella F1-News Formel 1 McLaren Andrea Stella zeigt sich beeindruckt von der Form von Red Bull in Miami. McLaren-Teamchef Andrea Stella hält das Sidepod-Design des aktualisierten Red Bull RB22 für eine der interessantesten technischen Überraschungen beim Grand Prix von Miami. Der Italiener lobte das Team aus Milton Keynes für einen cleveren sowie innovativen Ansatz und kündigte an, dass alle Teams dieses Konzept genauestens unter die Lupe nehmen werden. Die meiste Aufmerksamkeit bei der Formel-1-Rückkehr nach Miami galt dem sogenannten Macarena-Heckflügel, den Red Bull erstmals einsetzte – eine eigene Interpretation des Konzepts, das Ferrari zuvor eingeführt hatte. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Auch der McLaren-Stil weicht ab Doch Stella richtete seinen Blick auf eine andere Komponente des RB22: Die Sidepods – jene Luftleitstrukturen an beiden Seiten des Cockpits, die den Luftstrom zum Motor und die Kühlung regulieren. „Für technisch Interessierte befinden wir uns in einer sehr spannenden Phase“, sagte Stella gegenüber RacingNews365. „Es ist sehr interessant, denn wenn man sich das Sidepod-Konzept ansieht, das Red Bull eingeführt hat, unterscheidet es sich stark von den Konzepten, die Mercedes und Ferrari gewählt haben. Und der McLaren-Stil weicht ebenfalls davon ab.“ Aerodynamisch liegen die Teams weit auseinander Stella skizzierte damit das Bild eines Feldes, das in Bezug auf das aerodynamische Design noch weit von einer Konvergenz entfernt ist. In den Jahren der Fahrzeuggeneration von 2022 begannen die Autos mit der Zeit, sich immer mehr zu ähneln. Dies lag vor allem daran, dass die Teams dieselben aerodynamischen Lösungen entdeckten und voneinander übernahmen. Bei der aktuellen Generation für 2026 ist dieses Stadium noch lange nicht erreicht. „Es wird zu einem gewissen Zeitpunkt eine Stabilisierung und Konvergenz geben, aber davon sind wir noch weit entfernt.“ Reglement bietet Raum für Interpretationen „Es wird ein Prozess des gegenseitigen Beobachtens und Testens stattfinden, und mit Sicherheit wird jedes Team das Red Bull-Konzept prüfen, um die Vorteile zu verstehen.“ Seine Anerkennung für die Arbeit von Red Bull war bemerkenswert direkt. „Sie waren ziemlich clever und innovativ in der Art und Weise, wie sie bestimmte Spielräume im Reglement genutzt haben, um eine solche Geometrie einzuführen.“ Diese Formulierung bezieht sich auf den Interpretationsspielraum der technischen Regeln, bei dem Teams die Grenzen des Erlaubten kreativ ausreizen, um aerodynamische Vorteile zu erzielen. Richtungweisende Trends bereits erkennbar Stella betonte, dass die aktuelle Vielfalt an Designs nicht bedeute, dass keine richtungweisenden Trends sichtbar seien. „Bei einigen Dingen entsteht bereits der Eindruck: Das ist die Richtung, die alle einschlagen.“ „Aber bei den 2025er-Autos sahen sie sich nach ein paar Jahren unter demselben Reglement extrem ähnlich. In diesem Stadium befinden wir uns noch lange nicht.“ Eigene Sidepod-Philosophie von McLaren hat Bestand Für McLaren selbst bedeutet dies, dass das Team vorerst an seiner eigenen Sidepod-Philosophie festhält, die Entwicklungen bei Red Bull und den anderen Teams jedoch genauestens verfolgt. Sollte das Red Bull-Konzept in den kommenden Rennen konstante Vorteile aufzeigen, werden mehrere Teams Elemente davon übernehmen oder eigene Interpretationen entwickeln. Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. Dass Stella so offen die Arbeit eines Konkurrenten bewundert, ist bezeichnend für die technische Kultur in der Formel 1. Die Teams beobachten sich ständig gegenseitig, kopieren das Erlaubte und versuchen, den Rest aus eigener Kraft zu übertrumpfen. Die Sidepods des neuen RB22 sind damit neben dem bereits viel diskutierten Heckflügel zum nächsten Thema geworden, das die Gespräche im Fahrerlager dominiert. Red Bull hat in Miami deutlich gemacht, dass das Team nach einem schwierigen Saisonstart bedeutende Fortschritte im Verständnis der neuen technischen Architektur gemacht hat. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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