Formel 1 McLaren und Red Bull mit deutlich größeren Problemen als Mercedes: Eine spezielle Schwachstelle in Australien im Fokus Von A. Schenk 11. März 2026 Andrea Stella F1-News Formel 1 McLaren Mercedes Formule 1-Saisonauftakt 2026 in Australien: Harter Reality-Check für McLaren Der amtierende Weltmeister Lando Norris beendete das Rennen in Melbourne auf dem fünften Platz, überquerte die Ziellinie jedoch mit einem Rückstand von über 51 Sekunden auf Rennsieger George Russell. Dieser deutliche Abstand unterstrich, dass McLaren derzeit klar hinter Mercedes zurückliegt. Das kam durchaus überraschend, da McLaren in den vergangenen zwei Jahren die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gewonnen hatte und Norris in der letzten Saison sogar den Fahrertitel einfuhr. In Australien konnte das Team jedoch zu keinem Zeitpunkt in den Kampf um die Pole Position oder das Podium eingreifen. Im Qualifying war noch Oscar Piastri der schnellere McLaren-Pilot. Seine beste Runde in Q3, eine 1:19,380 Min., war allerdings 0,862 Sekunden langsamer als die Pole-Zeit von Russell. Norris lag noch etwas weiter zurück und verlor fast eine volle Sekunde auf den Mercedes. Die Probleme von McLaren hingen nicht nur damit zusammen, dass das Team noch dabei ist, die neue Mercedes-Power-Unit vollständig zu verstehen. Teamchef Andrea Stella zeigte sich nach dem Rennen frustriert über die begrenzten technischen Daten, die Mercedes mit seinen Kundenteams geteilt hat. Lies auch: „Hannah Schmitz könnte nach Gianpiero Lambiase die Nächste sein, die Red Bull verlässt“ Russell schaffte 46 Runden auf dem harten Reifen Im Qualifying wurde zudem deutlich, dass McLaren auf den Geraden Zeit verlor. Das deutet darauf hin, dass Mercedes besser versteht, wie der neue Motor und das Hybrid-Management optimal eingesetzt werden müssen. Im Rennen kam ein weiteres Problem hinzu: McLaren litt deutlich stärker unter Reifenverschleiß und dem sogenannten Graining als Mercedes. Dieses Problem verhinderte, dass Norris sein Tempo über längere Stints halten konnte. George Russell schaffte es beispielsweise, einen extrem langen Stint von 46 Runden auf der harten C3-Mischung zu fahren. Obwohl auch er leichtes Graining feststellte, gelang es ihm, die Reifen wieder „freizufahren“ und die Pace stabil zu halten. Diesen Vorteil hatte Norris nicht. Er musste bereits früh im Rennen während einer Virtual-Safety-Car-Phase in Runde 11 stoppen, nachdem der Red Bull von Isack Hadjar mit Motorenproblemen ausgerollt war. Mercedes absolvierte eine Runde später ebenfalls einen Boxenstopp, konnte danach jedoch eine Einstopp-Strategie durchziehen. Artikel geht weiter unter dem Video. Für Norris ging diese Rechnung nicht auf. Aufgrund des massiven Grainings auf den harten Reifen musste er in Runde 34 erneut zum Service kommen. Dadurch verlor er kostbare Zeit, was ein besseres Ergebnis unmöglich machte. Auch Red Bull hatte mit Reifengraining zu kämpfen. Max Verstappen startete vom zwanzigsten Platz, nachdem er im Qualifying verunfallt war, ohne eine Zeit gesetzt zu haben. Der Niederländer zeigte eine starke Aufholjagd, war aber ebenfalls zu zwei Boxenstopps gezwungen. Obwohl Verstappen phasenweise schneller wirkte, gelang es ihm nicht, Norris zu überholen. Der McLaren-Pilot rettete im Ziel einen Vorsprung von 2,876 Sekunden und belegte damit den fünften Platz direkt vor Verstappen. Das Wochenende in Melbourne hat verdeutlicht, dass McLaren an mehreren Fronten nachbessern muss. Das Team muss nicht nur lernen, besser mit dem neuen Mercedes-Motor umzugehen, auch das Reifenmanagement und die aerodynamische Balance des Autos scheinen der Konkurrenz derzeit einen Schritt hinterherzuhinken. Lies auch: Rückschlag für Red Bull: FIA verbietet Motoren-Trick Lies auch: Jos Verstappen spricht Verbot aus: Max darf „nicht hier“ fahren Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 „Hannah Schmitz könnte nach Gianpiero Lambiase die Nächste sein, die Red Bull verlässt“ Formel 1 Rückschlag für Red Bull: FIA verbietet Motoren-Trick Formel 1 Jos Verstappen spricht Verbot aus: Max darf „nicht hier“ fahren Formel 1 F1-Vater wütend: „Sie hatten ihn schon vor dem Start abgeschrieben“ Formel 1 Vier Fahrer, die Verstappen bei einem vorzeitigen Red-Bull-Abschied ersetzen könnten Formel 1 Damon Hill kehrt ins F1-Paddock zurück