Formel 1

McLaren setzt alles auf eine Karte: Verstappen-Renningenieur soll früher kommen

McLaren setzt alles auf eine Karte: Verstappen-Renningenieur soll früher kommen

Geheimtreffen in Madrid: Gianpiero Lambiase und McLaren-Boss Zak Brown im Paddock gesichtet

McLaren forciert seine Bemühungen, den hochkarätigen Red Bull-Ingenieur Gianpiero Lambiase früher als geplant an Bord zu holen.

Im April wurde bekannt gegeben, dass Lambiase, der vor allem als langjähriger Renningenieur von Max Verstappen bekannt ist, zu McLaren wechselt, wo er die Rolle des Chief Racing Officer übernehmen wird.

Ursprünglich sollte Lambiase erst ab 2028 zu McLaren stoßen, doch das Team des amtierenden Konstrukteurs-Weltmeisters möchte den britisch-italienischen Ingenieur unbedingt früher unter Vertrag nehmen.

Um dies zu ermöglichen, müsste Red Bull einer entsprechenden Vereinbarung mit McLaren zustimmen. In den vergangenen Monaten fanden bereits Gespräche zwischen beiden Teams statt, die beim Grand Prix von Spanien fortgesetzt wurden.

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Zak Brown und Lambiase zusammen gesichtet

Lambiase und McLaren-Boss Zak Brown wurden am Samstagmorgen bei einem betont öffentlichen Gespräch vor einem Café im weitläufigen Fahrerlager von Madrid beobachtet.

Laut De Telegraaf wird Lambiase diese Saison auf jeden Fall bei Red Bull beenden, was bedeutet, dass sein Wechsel zu McLaren frühestens 2027 erfolgen könnte.

Red Bull bereitet sich bereits auf dieses Szenario vor: Tom Hart kam in diesem Jahr bereits in einigen Freien Trainings als Renningenieur von Verstappen zum Einsatz. Dies wird beim nächsten Rennen in Aserbaidschan fortgesetzt.

Telegraaf-Journalist Erik van Haren gilt als bestens informiert über die Belange rund um Max Verstappen und berichtet, dass Hart bei drei kompletten Wochenenden in Austin, São Paulo und Las Vegas die Aufgaben des Renningenieurs für den Niederländer übernehmen wird.

Artikel geht unter dem Tweet weiter.

https://x.com/SoyMotor/status/2098711683896049721

Red Bull hat unterdessen den ehemaligen Aston Martin-Performance-Direktor Tom McCullough abgeworben, der die Position des Head of Racing übernehmen soll, wenngleich er erst 2027 beim Team anfängt.

Der 50-jährige Brite, der über ein Jahrzehnt bei Aston Martin verbrachte, ist der direkte Nachfolger für Lambiase. Die endgültige Ankunft von Lambiase bei McLaren wird die Rennoperationen des Teams verstärken, wobei er direkt an Teamchef Andrea Stella berichten wird.

Verstappen hat seine Zukunft unterdessen mit einer Vertragsverlängerung an Red Bull gebunden, die ihn bis mindestens Ende 2030 beim Rennstall aus Milton Keynes hält.

Schlüsselfiguren hinter den Kulissen der modernen Formel 1 sind immer wichtiger geworden. Ein Renningenieur bildet das direkte Bindeglied zwischen Fahrer und Team und bestimmt maßgeblich, wie effektiv Informationen während eines Rennwochenendes ausgetauscht und in Entscheidungen umgesetzt werden.

Abschied von Lambiase herber Verlust für Verstappen

Für Verstappen wiegt der Abgang von Lambiase daher schwer. Die beiden haben über die Jahre eine außergewöhnlich enge Arbeitsbeziehung aufgebaut, wobei ihre direkte und manchmal scharfe Kommunikation über den Boxenfunk für Millionen von Zuschauern zu einem vertrauten Markenzeichen wurde.

Dass Red Bull bereits jetzt mit der Einarbeitung von Tom Hart beginnt, deutet auf eine sorgfältige Übergabe hin. Ein neuer Ingenieur muss schließlich das Vertrauen des Fahrers gewinnen und dessen Vorlieben sowie Arbeitsweise kennenlernen – ein Prozess, der Zeit benötigt.

Für McLaren ist die Eile verständlich. Das Team kämpft um Titel und sucht nach jeder möglichen Verbesserung in den operativen Abläufen. Dabei kann die Erfahrung von jemandem, der jahrelang an der Seite eines viermaligen Weltmeisters stand, von enormem Wert sein.

Ob Red Bull bereit ist, Lambiase früher ziehen zu lassen, wird vermutlich von den Bedingungen abhängen, auf die sich beide Teams einigen. Das öffentliche Treffen im Paddock deutet jedenfalls darauf hin, dass die Gespräche ernsthaft geführt werden.

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