Formel 1

McLaren in der Krise: Mercedes eilt zur Hilfe

McLaren in der Krise: Mercedes eilt zur Hilfe
BAHRAIN, BAHRAIN - APRIL 12: Sixth placed qualifier Lando Norris of Great Britain and McLaren looks on in parc ferme during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Bahrain at Bahrain International Circuit on April 12, 2025 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Rudy Carezzevoli/Getty Images)

Herausforderung für McLaren: Mercedes leistet Schützenhilfe im Titelkampf

Das britische Team bringt in Spa-Francorchamps einen neuen Heckflügel für den MCL40 zum Einsatz. Laut dem Technischen Direktor Neil Houldey ist die neue Konfiguration Teil des vorab geplanten Entwicklungsprogramms.

Dennoch warnt er die Fans davor, einen zu großen Leistungssprung zu erwarten. Nach einem enttäuschenden Wochenende in Silverstone bleibt McLaren realistisch, was die Chancen in Belgien angeht.

„Unsere Vorbereitung war gründlich, mit umfangreicher Simulatorarbeit, um auf das vorbereitet zu sein, was ein anspruchsvolles Wochenende in Bezug auf das Energiemanagement werden wird.”

„Wir kommen mit einem neuen Heckflügel nach Spa, ein Upgrade, das wir als Teil des Entwicklungspfads des Autos in der Pipeline hatten.”

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Spa härteste Strecke der Saison

„Wir sind uns sicher, dass dieses Update die Performance unseres Autos steigert.”

„Aber wir sind uns völlig bewusst, dass es nach einem schwierigen Großbritannien-Grand-Prix, vor allem was den puren Speed angeht, auch dieses Mal nicht einfach sein wird.”

„Wir erwarten also keine große Veränderung in Sachen Konkurrenzfähigkeit.”

Der Große Preis von Belgien gilt als eines der härtesten Rennen der Saison im Bereich des Energiemanagements. Der lange Kurs von Spa-Francorchamps verfügt über mehrere lange Geraden, wodurch die elektrischen Energiereserven schneller erschöpft sind.

Dadurch sind die Teams mit dem sogenannten Super-Clipping konfrontiert, bei dem die verfügbare elektrische Leistung abfällt, bevor das Ende der Geraden erreicht ist. Das beeinflusst den Topspeed und erfordert eine präzise Abstimmung des Antriebsstrangs.

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Laut Houldey stellt dies eine zusätzliche Herausforderung für die Ingenieure und die Fahrer dar.

„Der Grand Prix von Belgien wird aus Sicht des Energiemanagements extrem herausfordernd sein.”

„Es ist eine der energieintensivsten Strecken im Kalender.”

„Wir erwarten eine signifikante Menge an Super-Clipping, was sowohl das Auto als auch die Fahrer fordern wird.”

Auch das Wetter kann eine wichtige Rolle spielen, da Spa-Francorchamps für seine schnell wechselnden Bedingungen bekannt ist.

Regenschauer können lokal begrenzt auftreten, sodass verschiedene Teile der Strecke gleichzeitig trocken und nass sein können. McLaren sieht darin nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, wertvolle Daten zu sammeln.

„Nasse Bedingungen bringen ihre eigenen Herausforderungen mit sich”, sagt Houldey.

„Aber wir sehen es als wertvolle Gelegenheit, dieses Auto möglicherweise endlich im Regen zu fahren.”

„So können wir das Verhalten unter Bedingungen mit wenig Grip verstehen lernen, was entscheidende Daten für den Rest der Saison liefern kann.”

Teamchef Andrea Stella bestätigte zudem, dass das Entwicklungsprogramm von McLaren in den kommenden Wochen fortgesetzt wird. Für den Großen Preis von Ungarn ist nämlich erneut ein Update geplant.

Direkt nach der Sommerpause folgt ein zweites Paket mit Verbesserungen. Damit will McLaren die Performance im Verlauf der zweiten Saisonhälfte weiter steigern.

Direkt nach der Sommerpause ein neues Upgrade

Stella räumt jedoch ein, dass die Entwicklung der Konkurrenz mindestens ebenso wichtig ist. Mercedes hat in dieser Saison einen deutlichen Vorsprung aufgebaut und führt die Meisterschaft mit Kimi Antonelli an.

Auch Ferrari mischt im Kampf an der Spitze des Feldes weiterhin mit. Daher reicht es laut McLaren nicht aus, nur selbst Fortschritte zu machen.

Der neue Heckflügel ist daher als nächster Schritt in einem längeren Entwicklungsprozess zu sehen und nicht als Wundermittel. Spa-Francorchamps wird für McLaren vor allem ein wichtiger Test, um zu beurteilen, wie viel Zeitgewinn das Update tatsächlich bringt.

Die gesammelten Daten werden anschließend genutzt, um die folgenden Upgrades weiter zu verfeinern, in der Hoffnung, den Rückstand auf Mercedes und Ferrari im weiteren Saisonverlauf zu verkürzen.

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