Formel 1 McLaren enthüllt Ursache für Piastri-Crash nach mysteriöser 100kW-Spitze MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 06: Oscar Piastri of Australia and McLaren prepares to drive in the garage during practice ahead of the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 06, 2026 in Melbourne, Australia. (Photo by Mark Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images) Von A. Schenk 9. März 2026 Andrea Stella F1-News Formel 1 McLaren Oscar Piastri Reglement für Energie-Management bietet noch erhebliches Optimierungspotenzial Das Reglement bezüglich der Nutzung elektrischer Energie in der Formel 1 muss überdacht werden. Das fordert McLaren Teamchef Andrea Stella nach dem Crash von Oscar Piastri beim Großen Preis von Australien. Laut Stella zeigt der Vorfall, dass die aktuelle Art und Weise der Leistungsabgabe in bestimmten Situationen Risiken für die Fahrer bergen kann. Piastri konnte sein Heimrennen nicht einmal starten. Während einer Erkundungsrunde auf dem Weg in die Startaufstellung verlor er am Ausgang von Kurve 4 im Albert Park die Kontrolle über seinen McLaren. Das Auto drehte sich und schlug in die Betonmauer ein. Der Australier erklärte später, dass eine plötzliche Leistungsspitze von etwa 100 Kilowatt das Auto instabil gemacht habe, als er einen Kerb berührte. Lies auch: „Hannah Schmitz könnte nach Gianpiero Lambiase die Nächste sein, die Red Bull verlässt“ Die Reifen waren in der Besichtigungsrunde noch kalt Im Anschluss lieferte Andrea Stella eine ausführliche Erklärung zu den Ursachen des Vorfalls. Er verwies auf mehrere Faktoren, die in Kombination zu dem Problem führten. „Was wir beobachten, sind meiner Meinung nach im Wesentlichen drei Faktoren“, sagte Stella dazu. Er erklärte zunächst, dass die Reifen während der Runde zum Grid noch sehr kalt waren. Dadurch kann der Grip schlagartig abreißen. „Die kalten Reifen. Wenn die Räder anfangen durchzudrehen, geschieht das dadurch auf eine sehr plötzliche Weise.“ Artikel wird unter dem Video fortgesetzt. Hinzu kam laut ihm ein zweites Element: Das Auto fuhr über einen Kerb, den Piastri normalerweise häufig nutzt. Zudem spielte das Verhalten des Antriebsstrangs eine Rolle. Laut Stella kann der Schaltmoment ein zusätzliches Drehmoment verursachen. „Dies wird durch die Oszillationen auf dem Kerb weiter verstärkt, und nach dem Gangwechsel gibt es ein zusätzliches Drehmoment.“ Artikel wird unter der Abbildung fortgesetzt. „Wenn wir uns das Verhalten der Power Unit ansehen, ist es eigentlich zu erwarten, dass dies so passiert.“ Dennoch verweist Stella auch auf die Regeln für die Leistungsabgabe. „Aber man würde es so nicht machen, wenn es keine Anforderungen gäbe, die man bei der Art und Weise der Drehmomententfaltung erfüllen muss.“ Laut dem McLaren Teamchef gab es bereits bei Tests ähnliche Anzeichen. Piastris Vorfall war während des Rennwochenendes in Melbourne kein Einzelfall. Kimi Antonelli verlor im dritten freien Training beim Beschleunigen am Ausgang von Kurve 2 ebenfalls fast die Kontrolle. Max Verstappen verwies nach seinem Qualifying-Crash ebenfalls auf die neuen Regeln, wenngleich sein Vorfall beim Bremsen vor Kurve 1 passierte. Stella möchte daher, dass die Formel 1 und die FIA die Reglementierung überprüfen. „Diese Power Units können durchaus aggressiv sein, wenn sie die gesamte Leistung freisetzen.“ Dabei spielt die enorme Gesamtleistung eine Rolle. „Wir sprechen von 1000 PS, die gleichzeitig freigesetzt werden, während die Reifen noch auf der kalten Seite sind.“ „Wenn diese Leistung auf eine unvorhersehbare Weise kommt, wie es bei Oscar der Fall war, kann es sehr schwierig werden.“ Der McLaren Teamchef hat selbst noch keine direkte Antwort auf das Problem. Er findet jedoch, dass der Sport sich ernsthaft damit befassen muss. „Ich möchte hier nicht stehen und sagen, dass ich eine einfache Lösung habe. Die habe ich nicht. Aber ich sage, dass wir uns die Regeln ansehen müssen.“ Er schloss mit einem deutlichen Appell an die gesamte Formel 1. „Die Unfälle, die Sie erwähnen, sind nicht einfach nur Beinahe-Vorfälle. Sie sind ein sehr klares Anzeichen dafür, dass noch eine Menge Arbeit vor uns liegt.“ „Wir müssen diese Arbeit als Formel-1-Gemeinschaft also leisten.“ Neben der reinen Leistung nennt Stella auch andere Situationen, die Aufmerksamkeit verdienen. Er verweist auf Rennstarts. Auch Geschwindigkeitsunterschiede durch Batterienutzung und Überholmanöver können seiner Meinung nach Auswirkungen auf die Sicherheit während der Rennen haben. Die Diskussion über das Energiereglement scheint daher gerade erst begonnen zu haben. 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