Formel 1

McLaren degradiert Oscar Piastri für den GP von Ungarn

McLaren degradiert Oscar Piastri für den GP von Ungarn
ZANDVOORT, NETHERLANDS - AUGUST 23: Oscar Piastri of Australia and McLaren looks on from the garage during practice ahead of the F1 Grand Prix of Netherlands at Circuit Zandvoort on August 23, 2024 in Zandvoort, Netherlands. (Photo by Peter Fox - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Piastri verliert seinen Sitzplatz an entscheidendem Tag in Ungarn

Oscar Piastri muss an diesem Wochenende zusehen, wie ein anderer Fahrer in seinen McLaren steigt.

Der Australier gibt sein Auto im ersten freien Training auf dem Hungaroring ab, und das ausgerechnet an einem Freitag, an dem für das Team viel auf dem Spiel steht.

Das Team aus Woking erlebt bisher eine enttäuschende Saison. Während man den Sport im vergangenen Jahr noch dominierte, steht das Konto in diesem Jahr immer noch bei null Siegen.

McLaren muss sich in der Hackordnung hinter Mercedes und Ferrari einreihen und konnte erst eine Handvoll Podestplätze feiern. Das Rennen in Budapest ist die letzte Chance auf einen Sieg vor der dreiwöchigen Sommerpause. Norris geht als bestplatzierter McLaren-Pilot ins Wochenende und liegt in der Meisterschaft vor Piastri.

Genau deshalb fährt McLaren an diesem Wochenende groß auf. Das Team bringt ein umfangreiches Update-Paket mit nach Ungarn, das unter anderem einen neuen Unterboden sowie modifizierte Aerodynamik-Komponenten umfasst.

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Heckflügel

Zudem ist während des ersten Trainings ein Test mit einer weiterentwickelten Version des experimentellen Heckflügels geplant. Dieser Versuch stand eigentlich schon in Österreich auf dem Plan, doch Probleme in der Garage verhinderten dies damals. In Ungarn und in Zandvoort wird der Flügel im Rennen noch nicht eingesetzt.

Piastri verpasst somit einen Teil eines wichtigen Testprogramms. Der Grund dafür ist eine Verpflichtung aus dem Reglement. Jedes Team muss in dieser Saison viermal einen Rookie im freien Training einsetzen, und in Budapest ist der Australier an der Reihe, sein Cockpit zu räumen.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Der Mann, der seinen Platz übernimmt, ist Leonardo Fornaroli. Der 21-jährige Italiener erlebt derzeit einen bemerkenswerten Aufstieg. Er wurde nacheinander Meister in der Formel 3 und der Formel 2, war aber während dieser Erfolge überraschenderweise ohne Anbindung an ein Formel-1-Team.

McLaren verpflichtete ihn im Dezember als Entwicklungs- und Ersatzfahrer. Bei seinem ersten offiziellen Trainingsauftritt in Barcelona beeindruckte er direkt mit der fünftschnellsten Zeit im Auto von Lando Norris. Inzwischen wird er mit Nachdruck für ein Stammcockpit bei Haas für 2027 gehandelt. Für dieses Team testete er bereits zuvor in Jerez.

Fornaroli blickt seiner zweiten Chance erwartungsvoll entgegen. „Ich freue mich darauf, an diesem Wochenende im ersten freien Training auf dem Hungaroring den MCL40 zu fahren“, so der Italiener. „Es wird erneut eine fantastische Gelegenheit sein, meine Entwicklung mit dem Auto fortzusetzen und auf der wertvollen Arbeit aufzubauen, die wir gemeinsam mit dem Team in Barcelona geleistet haben.“

Test-Sessions in Woking

Der Youngster weiß, was für ihn auf dem Spiel steht. „Jede Session ist eine Chance, mehr zu lernen, Vertrauen zu gewinnen und zum Programm des Teams für das Wochenende beizutragen“, sagt Fornaroli.

„Ich war in den letzten Wochen in Woking sehr fleißig, um diese Session vorzubereiten. Sowohl im Simulator als auch im Optimum Nutrition McLaren Performance Hub, damit ich so bereit wie möglich bin.“

Er schloss mit einem Wort des Dankes an seinen Arbeitgeber ab. „Ich bin jedem beim McLaren Mastercard Formula One Team enorm dankbar für die Unterstützung, die sie mir bisher gegeben haben“, so Fornaroli. „Ich kann es kaum erwarten, am Freitag auf die Strecke zu gehen, Spaß zu haben und jede Runde optimal zu nutzen, um dem Team zu helfen.“

Fornaroli ist übrigens nicht der einzige Neuling, der am Freitag zum Einsatz kommt. Bei Haas steigt Ryo Hirakawa in das Auto von Oliver Bearman, während Paul Aron bei Alpine den Platz von Franco Colapinto übernimmt.

Für den Italiener gilt jedoch, dass sein Auftritt eine besondere Bedeutung hat. Eine starke Session könnte nämlich ausschlaggebend für die Gespräche über seine Zukunft in der Startaufstellung sein.

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