Formel 1

Max Verstappen zu Mercedes: Toto Wolff müsste wohl selbst tief in die Tasche greifen

Max Verstappen zu Mercedes: Toto Wolff müsste wohl selbst tief in die Tasche greifen

Toto Wolff beteuerte immer wieder: Kein Platz für Max Verstappen bei Mercedes – doch die Realität sieht anders aus.

Toto Wolff möchte Max Verstappen weiterhin zu Mercedes holen, doch es stellt sich die Frage, ob sich der Österreicher diesen Transfer finanziell überhaupt leisten kann.

Und das ist keine rein rhetorische Frage, denn der Mercedes-Teamchef hat sein eigenes Vermögen in das Team investiert. Ein möglicher Wechsel des viermaligen Weltmeisters müsste somit direkt aus seiner eigenen Tasche finanziert werden.

Dies behauptete der niederländische Rennfahrer Mike Hezemans im RacingNews365-Podcast.

„Toto hat sein eigenes Geld in Mercedes gesteckt. Wenn sie Max bezahlen müssen, kommt das also direkt aus seinem eigenen Portemonnaie.“

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„Toto will unbedingt ein Auto bauen, wie er es jetzt hat, um dann zu Max sagen zu können: Wenn du gewinnen willst, dann komm zu mir.“

„Momentan behauptet er noch, dass er Max nicht braucht, aber es gibt kein einziges Team im Grid, das Max nicht haben möchte.“

„Die Frage ist immer: Kannst du es bezahlen und willst du es bezahlen? Das ist in Totos Fall derzeit die eigentliche Kernfrage“, so Hezemans.

Wolff hat sein Interesse an Verstappen nie wirklich verheimlicht. Im Juni 2025 erklärte er gegenüber Sky Sports, dass er als Teamchef für die beste Automarke der Welt verantwortlich sei und es daher selbstverständlich sei, zu sondieren, was ein viermaliger Weltmeister in Zukunft plane.

Doch seither hat sich die Situation verändert. Mercedes verfügt nicht nur über das konkurrenzfähigste Auto im Feld, sondern auch über zwei Fahrer, die beide voll überzeugen. Kimi Antonelli führt die Weltmeisterschaft nach drei Rennen mit neun Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen George Russell an.

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Der 19-jährige Italiener feierte Siege in China sowie Japan und bewies damit, dass er nicht nur ein vielversprechendes Talent ist, sondern ein Pilot, der bereits in seiner ersten kompletten Saison Topleistungen abliefern kann.

Russell gewann den Saisonauftakt in Australien und belegt aktuell den zweiten Rang in der Meisterschaft. Toto Wolff stellte bereits klar, dass er vorerst keine Stallregie anordnen wird und beide Fahrer völlig frei um den Titel kämpfen dürfen.

Dies macht die Position von Verstappen bei Mercedes nicht einfacher. Russell ist bis Ende 2027 gebunden und Antonelli besitzt einen Vertrag bis Ende 2029. Es gibt schlichtweg keinen Platz – es sei denn, man betrachtet das Geld für die McLaren-Motoren als Trumpf oder Wolff ist bereit, einen seiner Piloten für den Niederländer zu opfern. Dieses Szenario liegt momentan jedoch in weiter Ferne.

Unterdessen liebäugelt Verstappen offen mit einem Rücktritt. Nach dem Großen Preis von Japan, bei dem er erstmals seit 2015 bereits im Q2 ausschied und lediglich Achter wurde, gab der 28-jährige Niederländer an, die Freude am Sport verloren zu haben.

„Privat bin ich sehr glücklich. Aber man denkt darüber nach, ob es das alles wert ist.“

„Ob ich mehr Zeit zu Hause bei meiner Familie verbringen und Freunde öfter sehen will, wenn man seinen Sport nicht mehr genießt“, so Verstappen gegenüber BBC Sport.

Auf die direkte Frage, ob er plane, am Ende des Jahres aufzuhören, antwortete er:

„Genau das sage ich damit.“

Hezemans glaubt jedoch, dass Verstappen leisere Töne anschlagen wird, sobald die FIA konkrete Schritte zur Anpassung des Reglements für 2026 unternimmt.

„Ich denke, Max wird weniger klagen, sobald er sieht, dass sich etwas bewegt. Kehren sie zur Batterie zurück? Gibt es mehr Kraftstoffdurchfluss im Qualifying?“

„Solche Dinge eben. In dem Moment, in dem er merkt, dass etwas dagegen unternommen wird, wird er weniger meckern“, meint Hezemans.

Das erste Treffen bezüglich Regeländerungen fand bereits am 9. April statt, wobei ein Konsens über Anpassungen beim Energiemanagement erzielt wurde. Weitere Sitzungen sind für den 15., 16. und 20. April geplant.

Ob die letztendlichen Anpassungen ausreichen werden, um Verstappen zum Weitermachen zu bewegen und seine Ausstiegsklausel nicht zu aktivieren, ist die zentrale Frage, die wie ein Damoklesschwert über dieser Saison schwebt.

Verstappens Vertrag läuft zwar bis Ende 2028, doch eine Klausel ermöglicht ihm den vorzeitigen Abschied, sollte er vor der Sommerpause nicht unter den Top Zwei der WM-Wertung liegen.

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