Formel 1

Max Verstappen versucht Start von Kimi Antonelli zu saboteren

Max Verstappen versucht Start von Kimi Antonelli zu saboteren
MONTE-CARLO, MONACO - JUNE 06: Second placed qualifier Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing walks in the Paddock after qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Monaco at Circuit de Monaco on June 06, 2026 in Monte-Carlo, Monaco. (Photo by Joe Portlock/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202606060604 // Usage for editorial use only //

Antonelli-Schwäche beim Start: Verstappen und Hamilton lassen Youngster keine Chance

Auf der Pressekonferenz nach dem Qualifying in Monaco erhielt der Polesetter von seinen beiden erfahrenen Kollegen einen neckischen Tipp für den Start am Sonntag.

Antonelli wurde zunächst selbst gefragt, wie er den Start in Monte Carlo angehen will, woraufhin der Italiener einen nüchternen Ansatz wählte.

„In Montreal habe ich zum ersten Mal keinen Platz am Start verloren. Nun ja, am Sonntag habe ich dann doch noch einen eingebüßt. Aber zum ersten Mal habe ich keine sechs oder sieben Positionen verloren, das war also ein Schritt nach vorne.“

„Es ist ein kurzer Weg bis zur ersten Kurve in Monaco, also muss ich einfach sauber wegkommen, keinen Wunder-Start versuchen, und dann sehen wir weiter,“ so Antonelli.

Als Max Verstappen gefragt wurde, ob er noch Tipps für den jungen Mercedes-Piloten habe, blieb er gewohnt trocken.

„Wenn die Lichter ausgehen, wartest du eine Sekunde, und dann… das ist mein Rat,“ sagte der Niederländer mit einem Grinsen. Hamilton konnte es sich danach nicht verkneifen, noch einen draufzusetzen. „Zwei Sekunden!“ so der Ferrari-Pilot.

Sehen Sie sich den Schlagabtausch im Video unten an:

https://x.com/F1/status/2063345681264255171

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Startprozedur

Der Scherz kam nicht von ungefähr, denn Antonelli hatte in diesem Jahr massiv mit der neuen Startprozedur zu kämpfen.

Da die Power Units von 2026 keine MGU-H mehr besitzen, müssen die Fahrer ihren Turbo vor dem Start etwa zehn Sekunden lang auf Drehzahl bringen. Stimmt das Timing nicht, kommt das Auto schlecht weg oder bleibt im schlimmsten Fall fast stehen.

An den ersten drei Rennwochenenden verlor Antonelli dadurch insgesamt 18 Plätze in der Eröffnungsrunde. In Melbourne lag es an mangelnder Batterieleistung, in Suzuka an durchdrehenden Rädern, nachdem er die Kupplung zu schnell kommen ließ. Beim Start des Sprintrennens in Miami kamen weitere sechs verlorene Plätze hinzu.

Das Kuriose: Trotz dieser schwachen Starts führt der Teenager die Meisterschaft an. Er gewann nämlich die letzten vier Grands Prix in Folge und kämpfte sich jedes Mal wieder nach vorne.

Dadurch geht er mit einem Vorsprung von 43 Punkten auf seinen Teamkollegen George Russell in den Titelkampf von Monaco.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Kimi Antonelli / Gettyimages

Teamchef Toto Wolff bezeichnete die schlechten Starts Anfang der Saison als inakzeptabel für ein Team mit Titelambitionen, in Miami nahm er die Schuld jedoch auf sich. Laut ihm lag es dieses Mal am Team und nicht am Fahrer.

Gerade auf einer Strecke wie Monaco wiegt ein guter Start besonders schwer. Überholen ist dort nahezu unmöglich, weshalb der Samstag traditionell mehr wert ist als der Sonntag.

Das macht die Pole von Antonelli umso wichtiger. Der Italiener sicherte sich seine erste Pole Position im Fürstentum denkbar knapp. Nach den ersten Runs im Q3 trennte ihn lediglich eine Tausendstelsekunde von Verstappen.

Max Verstappen startet von Platz zwei

In der letzten Runde legte der Limburger noch einmal nach und schien sich die Pole zu schnappen, doch Antonelli konterte mit einer Zeit, die 0,043 Sekunden schneller war.

Hamilton beginnt das Rennen von Startplatz drei. Er war schneller als sein Teamkollege Charles Leclerc, der bei seinem letzten Versuch die Mauer berührte und dadurch Vierter wurde.

Isack Hadjar fuhr stark auf den fünften Rang, während Russell ein enttäuschendes Qualifying erlebte und als Sechster aus der dritten Startreihe ins Rennen geht.

Wolff hatte für den Start noch einen eigenen Tipp für seinen Schützling parat. Er riet Antonelli, sich beim Losfahren so breit wie möglich zu machen, um Verstappen hinter sich zu halten.

„Mach dich so breit wie ein Autobus,“ so der Österreicher. Ob das ausreicht, wird sich zeigen, sobald heute um 15.00 Uhr die Ampeln ausgehen.

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